„Ich packe meinen Koffer und lege eine Badeshorts, drei Tuben Sonnencreme und meine Winterjacke hinein.“ So in etwa sollten die Vorbereitungen der Athletinnen und Athleten der DHM Beachvolleyball ausgesehen haben. Das Wetter präsentierte sich in Kiel/Schilksee mehr als launisch. Es wechselte fließend von brutalen Regenwolken mit steifer Brise und klirrendkalten Temperaturen zu wolkenlosem blauem Himmel und Sommerfeeling pur. Doch die Sportlerinnen und Sportler störten sich nicht an den Launen der Natur. Mit beharrlicher Freude jagten sie verloren geglaubten Bällen hinterher und baggerten was das Zeug hielt. Ob die Sicht dabei durch die Sonne oder durch Regen beeinflusst wird, ist ja auch fast egal.
In malerischer Kulisse direkt an der Kieler Innenförde befand sich das Veranstaltungsgelände. Die professionelle musikalische Unterhaltung durch den Beachvolleyball-DJ Rainer Voß und der Moderation durch den Hallensprecher der Damenbundesligamannschaft des 1. VC Wiesbaden, Daniel Schmidt, gab den Wettkämpfen einen tollen Eventcharakter. Davon ließen sich auch die Spaziergänger faszinieren und blieben für das eine oder andere Match stehen. Das auch völlig zu Recht, denn der Sport, der geboten wurde, war hervorragend. So war zum Beispiel die Männerkonkurrenz mit einigen Nationalspielern besetzt. „Nicht nur in der Spitze, sondern auch in der gesamten Breite ist die Qualität unglaublich hoch“, zeigte sich Bernd Werscheck, Disziplinchef Beachvolleyball, von seiner ersten DHM deutlich beeindruckt.
Besonderer Respekt gilt den Damen- und Herrenteams, die die Finalspiele bestritten. Bei Regen und konstant starkem Wind stellten sie sich der Herausforderung und gaben noch einmal alles. Dabei steckte ihnen nicht nur eine kurze Nacht in den Knochen, sondern auch die Beine waren nach den vielen Spielen schwer. Doch tapfer und hochkonzentriert liefen sie auf dem Centercourt zur Höchstform auf und begeisterten die durchgefrorenen Zuschauer. Bei den Damen setzte sich das Team Basan/Olszewska (WG Hamburg) im Finale gegen Malchow/Schröder (WG Potsdam) durch und das Duo Blesch/Dinkelacker (WG Konstanz) erreichte den dritten Platz. Bei den Herren gewannen die Lokalmatadoren Huth/Rohde (WG Kiel) das Finale gegen das Duo Dollinger/Stiel (HS Ansbach). Den Bronzerang erkämpfte sich das Team Becker/Drößler (WG Berlin).
Nach drei anstrengenden Tagen können nicht nur die Athletinnen und Athleten auf sich stolz sein, sondern auch das Team um Hochschulsportleiter Bernd Lange, das ausgezeichnete Arbeit leistete und eine hervorragende Deutsche Hochschulmeisterschaft Beachvolleyball ausgerichtet hat.
In unserem Facebookalbum ist eine große Bilderauswahl von der Veranstaltung zu finden. Die Ergebnisse gibt es <media _blank>hier</media>.
