Allen Grund zum Strahlen - drei Medaillen in zwei Tagen.
05.07.2015 | Kategorie: 2015 , TopNews , Universiade

Deutsche Judoka im Bronze-Rausch

Nach dem gestrigen Medaillen-Doppel erzielten die deutschen Judoka auch am zweiten Wettkampftag Edelmetall. Nadja Bazynski (FH für öffentliche Verwaltung NRW) holte Bronze. Auch für die übrigen deutschen Aktiven lief es nach Plan.

„Durch die weite Anreise und die damit verbundene Zeitumstellung habe ich mich am Morgen zwar noch etwas müde, aber trotzdem sehr gut gefühlt“, kommentierte Nadja Bazynski glücklich das Edelmetall. Die Medaillensiegerin kämpfte ein fehlerloses Turnier und besiegte nach einem Freilos in der ersten, die Kirgisin Meerim Momunova in der zweiten Runde. Im Achtelfinale traf die FH-Studentin auf die Mongolin Gankhaich Bold. Dort gewann sie ziemlich knapp mit einer Bestrafung weniger. Mit einer Fußtechnik meisterte die deutsche Studentin auch die nächste Hürde vorzeitig gegen Shih-Han Huang (TPE) und zog so ins Halbfinale ein. In der Runde der besten Vier führte Bazynski bis 15 Sekunden vor Schluss noch gegen die Japanerin Megumi Tsugane. Mit einer kleinen Wertung in Führung wurde die Deutsche dann allerdings geworfen und so platzte der Traum vom großen Finale. Im Kampf um Platz drei hingegen, hatte die Deutsche das bessere Ende für sich. Auch wenn vielfältige Wurfansätze nicht zur einer Wertung reichten, gewann Bazynski am Ende souverän durch zwei Bestrafungen der Gegnerin.

Ebenfalls über eine gute Platzierung konnte sich Hannes Conrad (Uni Leipzig) freuen. Er beendete den Wettkampf auf dem siebten Endrang. Der Leipziger Student geriet im Kampf um den Einzug ins kleine Finale gegen den Tschechen David Klammert aufgrund einer kleinen Unachtsamkeit früh in Rückstand, dem er dann bis zum Schluss hinterher lief. Trotz zweier mittlerer Wertungen schaffte er es nicht mehr, den Rückstand aufzuholen. Auch Benjamin Münnich (Uni zu Köln) kam in der Gewichtsklasse -81 Kilogramm mit Rang neun zu einer Top10-Platzierung. Dabei verlor der Deutsche gegen den späteren Universiade-Sieger Khasan Khalmurzaev (RUS) sehr knapp in der ersten Runde. Auch im ersten Trostrunden-Kampf zeigte Münnich seine ganze Klasse und lieferte sich mit Jaromier Musil (Tschechien) einen offenen Schlagabtausch, den er kurz vor Ende der Kampfzeit durch einen Wazaari für sich entschied.

Basketball

Das nächste Ausrufezeichen setzten die Basketballer. In ihrem zweiten Vorrundenspiel gewann die Deutsche Studierenden-Nationalmannschaft erneut deutlich mit 70:40 (33:23) gegen Estland. Nach zwei spielfreien Tagen trifft das DBB-Team am Mittwoch auf Südkorea. Mit einem Spiel gegen Mosambik wird die Gruppenphase am Donnerstag abgeschlossen. Bester Werfer auf deutscher Seite war Mathis Mönninghoff mit 13 Punkten.

Unverändert zum gestrigen Tag startete Bundestrainer Henrik Rödl mit Konstantin Klein, Maodo Lo, Mathis Mönninghoff, Dennis Kramer und Bogdan Radosavljevic in die Partie. Der Beginn des Spiels war auf beiden Seiten sehr verhalten. Den Teams wollte in den Anfangsminuten gerade offensiv nicht sehr viel gelingen. Dank einer klaren deutschen Rebound-Überlegenheit (26:14) ging das DBB-Team in die Umkleidekabine.

Der Beginn des zweiten Durchgangs erinnerte sehr stark an das erste Viertel. Erst nach drei Minuten sorgte Konstantin Klein für die ersten deutschen Punkte im dritten Viertel. Nachdem der Vorsprung zunächst auf 44:29 (28. Min.) vergrößert werden konnte, kämpfte sich die Nationalmannschaft aus Estland vor den letzten zehn Minuten wieder auf 35:46 heran. Das DBB-Team erhöhte die Intensität und stellte die Weichen nun endgültig auf Sieg. Ein Sprungwurf von Johannes Thiemann sorgte sechs Minuten vor Spielende für eine beruhigende 55:38-Führung.

“Das war wieder ein sehr guter Auftritt meiner Mannschaft. Nach anfänglichen Problemen haben wir uns gefangen und ein starkes Spiel abgeliefert. Unsere Guards wurden wieder sehr physisch verteidigt und wir hatten mit vielen Ballverlusten zu kämpfen. Das kann noch besser werden. Wir haben jetzt gegen zwei gute Teams gewonnen und freuen uns auf die kommenden Spiele. Das ist eine schöne Momentaufnahme, aber wir wollen natürlich mehr”, so ein zufriedener Bundestrainer Henrik Rödl nach der Partie gegen Estland.

Spieler:
Konstantin Klein (10 Punkte), Niklas Geske (3), Dennis Kramer (2), Mathis Mönninghoff (13), Kevin Bright (4), Stephan Haukohl (10), Maodo Lo (10), Bogdan Radosavljevic (2), David Brembly (2), Hans Brase (8), Johannes Thiemann (8).

Gerätturnen

„Wichtig waren die zwei Finals und die habe ich erreicht“, bilanziert der Welthochschulsportler Fabian Hambüchen zum Abschluss des Mannschaftswettbewerbs. Im Gerätturnen standen heute der Sprungtisch, der Barren und das Reck auf dem Programm. Das Trio Fabian Hambüchen (DSHS Köln), Helge Liebrich (PH Schwäbisch-Gmünd) und Fabian Lotz (Uni Gießen) starteten als Zwölftplatzierte des Vortages in den Wettbewerb. Vor allem der Kölner Student konnte mit dem Verlauf des Tages zufrieden sein: „Heute lief es optimal für mich“, so Hambüchen, der sich nach der gestrigen Qualifikation am Boden auch die Teilnahme im Reck-Finale sicherte. „Ich bin glücklich, dass ich wie schon in Baku an beiden Geräten noch einmal ran darf“, so Hambüchen. Als Sechster qualifiziert, verzichtet der Deutsche aufgrund seiner Fingerverletzung aus Baku auf das Mehrkampffinale.

Durch zwei Fehler am heutigen Tag konnten sich die deutschen Turner in der Teamwertung nicht weiter verbessern. Dennoch zieht Hambüchen auch mannschaftlich ein positives Zwischenfazit: „Die drei Fehler, die wir uns gestern und heute geleistet haben, waren aufgrund des fehlenden Streichergebnisses zwar sehr ärgerlich, wir sind aber trotzdem zufrieden, dass wir hier bei der Universiade ein Team stellen konnten und freuen uns jetzt noch auf die restliche Zeit.“

Rudern

Einen erfolgreichen Tag verlebten auch die deutschen Ruderer. Alle Aktiven schafften den Einzug in die Finals beziehungsweise Halbfinals. Dementsprechend locker gibt sich auch adh-Disziplinchef Jens Hundertmark: „Wir sind gut in den Wettkampf gestartet und können zuversichtlich auf die Finalläufe blicken.“

Von Anfang an setzte sich Carolin Franzke (DSHS Köln) an die Spitze des Feldes und zog souverän in das morgige Halbfinale. Olympiasieger Tim Grohmann (Uni Leipzig) musste zusammen mit seinem Partner Timo Piontek (HfPV Wiesbaden) im Männer Doppel-Zweier lediglich dem polnischen Duo den Vortritt lassen. Trotzdem qualifizierten sich die beiden Deutschen ebenfalls für das Rennen um die Finalteilnahme. Ebenso bewahrten sich Florian Roller (Uni Stuttgart) und Tobias Schad (HfPV Wiesbaden) die Chancen ins Medaillenrennen der Zweier ohne Steuerposition mit einzugreifen. Den Sprung in den Endlauf haben bereits fünf deutsche Boote geschafft. Der leichter Frauen Doppel-Zweier mit Leonie Pieper (Uni des Saarlandes) und Katrin Thoma (Uni Frankfurt) mussten über den Hoffnungslauf gehen, qualifizierten sich dann aber auch für das Finale. Der Frauen Vierer ohne Steuerposition, der leichte Männer Doppel-Zweier,  der leichte Männer Vierer und der Männer Vierer ohne Steuerposition qualifizierten sich in ihren Rennen.