Moritz Belmann (unten links) mit den Teilnehmenden des Deutschen Olympischen Jugendlagers

Das Olympische Jugendlager bei den Spielen in Pyeongchang

Südkorea hat mittlerweile viel Erfahrung bei der Organisation großer Sportveranstaltungen. In dem Land fanden bereits drei Universiaden und zwei Olympische Spiele statt. Moritz Belmann, Student der Hochschule Darmstadt war mit dem Deutschen Olympischen Jugendlager in Pyeongchang und berichtet von seinen Erfahrungen.

„Mit dem Deutschen Olympischen Jugendlager reiste ich kurz vor Beginn der Spiele nach Pyeongchang gereist. Das Jugendcamp ermöglicht es jungen Sportlerinnen und Sportlern, die Olympischen Spiele als Zuschauer zu erleben. Vor Ort hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, verschiedene Wettbewerbe zu sehen und das deutsche Team anzufeuern und mit den erfolgreichen Athletinnen und Athleten deren Erfolge zu feiern. Darüber hinaus begrüßten Bundespräsident Frank Walter Steinmeier und seine Frau das Deutsche Jugendlager im deutschen Haus. Während der zwei Wochen nutzten einige Politiker und Mitglieder des Deutschen Olympischen Sportbundes die Chance, mit den Jugendlichen über ihre Zukunft zu sprechen und unter anderem über das Deutsche Sportsystem zu diskutieren. 

Es war sehr beeindruckend, das Leben des Athletinnen und Athlete während der Olympischen Spiele zu sehen. Durch einen Besuch im Olympischen Dorf bekamen wir ganz exklusive Einblicke. Wir nutzten außerdem die Gelegenheit, die Welt-Anti-Doping-Agentur im Dorf zu besuchen, da der Kampf gegen Doping ein wichtiger Bestandteil des Jugendcamps war - In den zwei Wochen in Korea sprachen wir viel über saubere Sportarten und die Möglichkeit, ohne Doping Botschafter für den Sport zu sein. Die Teilnehmenden lernten daneben auch viel über die olympische Bewegung und die koreanische Kultur. Aufgrund einer Kooperation mit dem Goethe-Institut in Seoul und der Stadt Gangneung hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, an einem Austauschprogramm mit der koreanischen Jugend teilzunehmen. Es war beeindruckend zu sehen, wie anders die deutsche und koreanische Lebensweise ist. Der kulturelle und politische Höhepunkt des Jugendcamps war der Besuch in der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea. Es war unglaublich, die Grenze, die Struktur und die Propaganda auf beiden Seiten zu sehen.

Es war eine sehr beeindruckende Zeit in Korea. Der Erfolg der deutschen Mannschaft hat zu dieser einmaligen Erfahrung beigetragen und wir haben zwei Wochen Spaß und tolle Atmosphäre in der Gruppe erlebt. Es war sehr interessant, in diesen Teil der Welt zu schauen. Ich bin sehr glücklich, dass ich diese Wochen erleben durfte."

Text: Moritz Belmann