Für die adh-Delegation begann die DOSB-Veranstaltung bereits am Freitag mit der Mitgliederversammlung der DOA, dem Treffen der Konferenz der Verbände mit besonderen Aufgaben und der offenen Sitzung „Frauen und Gleichstellung“, die im Rahmen der DOSB-Mitgliederversammlung stattfanden. Nach den Arbeitssitzungen am Freitag folgte für die Delegierten ein gemeinsamer Empfang des Landes Niedersachsen, der Stadt Hannover und des Landessportbundes in der Galerie Herrenhausen.
Wesentliches Thema der am Samstag folgenden Mitgliederversammlung war dann die Aussprache zum gescheiterten Referendum um die Bewerbung Hamburgs für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 sowie die anstehende Reform der Leistungssportförderung. Hierzu sprachen der Bundesminister des Innern, Thomas de Maiziere, der DOSB-Präsident, Alfons Hörmann, sowie Hamburgs erster Bügermeister, Olaf Scholz. Besonders die kritische Rede Hörmanns wurde mit stehenden Ovationen bedacht. In der anschließenden Aussprache stimmten sowohl de Maiziere als auch Hörmann darin überein, dass der Blick nach vorn gerichtet werden und die begonnene Reform des Leistungssportssystems gemeinsam zum Abschluss geführt werden müsse. „Es ist Präsident Hörmann gelungen in einer stürmischen Zeit den deutschen Sport hinter sich zu versammeln. Nun stehen erstmal andere Themen als die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele im Fokus und ich freue mich sehr darauf, insbesondere auf die Fortführung des DOSB-Strukturprozesses und die Einbindung der Mitgliedsorganisationen in selbigen.“
Zum Ende der Sitzung wurde die gemeinsame Erklärung „Flüchtlinge in Sportdeutschland“ des DOSB und seiner Mitgliedsorganisationen einstimmig verabschiedet. Unterstützt wurde die Erklärung auch von Claudia Bokel als Vertreterin des IOC und Michael Neumann, Innensenator der Freien und Hansestadt Hamburg. Letzterer stellte heraus, dass in Hamburg keine Sporthallen als Flüchtlingsunterkünfte genutzt würden. Neumann plädierte unter anderem dafür, dass auch über Hamburg hinaus die Hallen und Sportstätten dem Sport für ihre Arbeit zur Integration der Flüchtlinge zur Verfügung stehen sollten.
