Die diesjährige Perspektivtagung des adh setzte sich mit der Thematik der Internationalisierung der Hochschulen und den sich daraus ergebenden Konsequenzen für den Hochschulsport auseinander.
Nach der Eröffnung der Tagung am 6. Juni 2013 auf dem schönen Campus der Kunstakademie Münster durch den adh-Vorstandvorsitzenden Nico Sperle, begrüßte die Prorektorin der WWU Münster für Lehre und studentische Angelegenheiten, Dr. Marianne Ravenstein, die angereisten Gäste. Nachfolgend führte Dr. Arne Göring kurz und prägnant in die Thematik ein. Der adh-Bildungsvorstand umriss dabei die Zielstellung der Perspektivtagung und reichte das Mikrofon an den für seine Verdienste im Bereich Internationalisierung von Studium und Lehre ausgezeichneten Prof. Volker Gehmlich von der Fachhochschule Osnabrück weiter. Dieser gab in seinem Vortrag einen Überblick zu den aktuellen Internationalisierungstendenzen der Hochschulen und ging dabei intensiv auf die Möglichkeiten und potenzielle Aufgaben des Hochschulsports in diesem Zusammenhang ein.
Anschließend wurden im Rahmen eines Innovationsforums bestehende Services und sportliche Angebote für ausländische Studierende vorgestellt, die bereits von verschiedenen Hochschulsporteinrichtungen initiiert und durchgeführt werden. Die anschauliche Aufbereitung auf Postern in Kombination mit einer Kaffeepause ermöglichte es den Teilnehmenden, sich nach der Präsentation durch die Initiatorinnen und Initiatoren noch einmal in aller Ruhe mit den Projekten und Ideen auseinanderzusetzen und diese mit den Kolleginnen und Kollegen zu diskutieren.
Spannende Vorträge und Diskussion
Im weiteren Verlauf des Tagungsprogrammes stellte Dr. Siegbert Wuttig vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) Förderprogramme vor, welche die Internationalisierungsbestrebungen der Hochschulen unterstützen. Dabei nahm er insbesondere die europäische Ebene in den Blick und betonte, dass auch die Mobilität von Hochschulmitarbeitenden in vielfältiger Weise unterstützt wird.
In der nachfolgenden Podiumsdiskussion stellten sich nach einem kurzen Input vom Vorsitzenden der ENGSO youth (European non-govermental sports organisation), Jan Holze, die beiden Referenten Prof. Volker Gehmlich und Dr. Siegbert Wuttig gemeinsam mit Jacob Kornbeck von der Europäischen Kommission, Rudolf Smolarczyk von der Hochschulrektorenkonferenz sowie Petra Borchert vom Hochschulsport der Uni Konstanz die Frage, ob die Internationalisierung der Hochschulen eine Perspektive oder eher eine Schimäre für den Hochschulsport darstellt. Moderiert wurde diese Runde der namenhaften Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschule und Sport von Dr. Arne Göring.
Nach einem reich gefüllten ersten Tagungstag erhielten die Teilnehmenden anschließend die Möglichkeit, Münster abseits von Hörsälen und Seminarräumen kennenzulernen. Das gute Wetter tat sein Übriges dazu, dass die Fahrt im offenen Cabrio Bus zum reinen Vergnügen wurde.
DOSB-Preis überreicht
Einen Höhepunkt der gemeinsamen Abendveranstaltung stellte die Ehrung des Verbandes zum 2. Platz des DOSB-Verbandswettbewerbes „Mit gutem Beispiel voran – gemeinsam an die Spitze“ dar. Überreicht wurde die Auszeichnung von Ilse Ridder-Melchers, Vizepräsidentin im Bereich Frauen und Gleichstellung des Deutschen Olympischen Sportbundes sowie dem Jurymitglied und dsj-Vorsitzenden Ingo Weiss an den Vorstandvorsitzenden Nico Sperle und Luisa Kosok sowie Michaela Röhrbein (beide Vorstand Chancengleichheit und Personalentwicklung). Anerkannt wurde damit das Maßnahmenpaket welches der adh zur Förderung von Gleichstellung und Chancengleichheit initiiert hat. Den freudigen Worten der Ehrung folgten spitze Worte des Kabarettisten Thomas Philipzen, der die Bauchmuskeln der Anwesenden stark strapazierte.
Workshops am zweiten Tag
Den zweiten Tagungstag eröffnete Peter Lynen von der RWTH Aachen mit seinem Vortrag zur „Bedeutung von internationaler Netzwerkarbeit“ und beschäftigte sich dabei intensiv mit den verschiedenen Formen und dem Aufbau von Netzwerken in Hochschulsportzusammenhängen. Anschließend kamen die Gastgeber des Münsteraner Hochschulsports zum Zug und stellten ihre Serviceangebote für ausländische Studierende vor und zeigten anhand ausgewählter Beispiele, wie sie sich der zunehmenden Internationalisierung ihrer Hochschule angenommen haben.
Für die Teilnehmenden hieß es anschließend nicht nur zuhören, sondern selbst verstärkt aktiv werden. In drei verschiedenen Workshops konnten eigene Ansätze erarbeitet und neue Erkenntnisse diskutiert werden. Dabei fiel die Entscheidung, ob man sich mit Internationaler Netzwerkarbeit oder mit den Programmförderungen der EU und ihren entsprechenden Anschlussmöglichkeiten für den Hochschulsport beschäftigt oder sich vielleicht doch lieber ganz praktisch in Turnschuhen und Sporthalle mit der Frage auseinandersetzt, ob interkulturelle Didaktik einen Ansatz für den Hochschulsport bietet, nicht leicht.
Einen runden Abschluss fand diese inhaltlich anregende Tagung mit der Ehrung der letztjährigen Rankingsieger und der Verabschiedung des langjährigen Hochschulsportleiters der Universität Konstanz, Gerd Kohl. Ein großer Dank geht an die Kolleginnen und Kollegen des Hochschulsports der Universität Münster für die Ausrichtung der diesjährigen Perspektivtagung.
