28.01.2013 | Kategorie: Tandem Mentoring , Bildung , Gremien

ACPE und Tandem-Projektteam tagen in Darmstadt

Am 11. und 12. Januar 2013 tagten die Mitglieder des Ausschusses für Chancengleichheit und Personalentwicklung sowie das Tandem-Projektteam in Darmstadt und legten zahlreiche Maßnahmen für 2013 fest.

Am 11. und 12. Januar 2013 trafen sich die Mitglieder des Ausschusses für Chancengleichheit und Personalentwicklung (ACPE) Juri Ramke (Uni Oldenburg), Kisten Stegemann (Uni Lüneburg), Julia Töws (DHBW Stuttgart) sowie adh-Vorstandsmitglied, Luisa Kosok (Uni Bielefeld) in privater Atmosphäre bei der adh-Jugend- und Bildungsreferentin Ebba Koglin in Darmstadt zu ihrer ersten Sitzung des Jahres 2013. Krankheitsbedingt nicht dabei sein konnte Michaela Röhrbein (Uni Hannover). Dafür nutzte der neue adh-Generalsekretär Paul Wedeleit die Gelegenheit, die Ausschussmitglieder kennenzulernen und beteiligte sich darüber hinaus intensiv an der Diskussion zum weiteren Vorgehen in Sachen „Prävention von sexualisierter Gewalt im Sport“, dem Schwerpunktthema des ersten Tages.

Prävention von sexualisierter Gewalt im Sport
Nachdem die adh-Vollversammlung 2012 einstimmig die Aufnahme des Themas in die adh-Satzung beschlossen und der ACPE sich zu einer weiteren Befassung mit der Thematik bereit erklärt hatte, galt es nun, in der Sitzung die nächsten Umsetzungsschritte und Maßnahmen festzulegen. Vor diesem Hintergrund diskutierte der Ausschuss zunächst die Anwendbarkeit bereits existierender Präventionskonzepte und Handlungsempfehlungen innerhalb des organisierten Sports für den Hochschulsport. Im Ergebnis entschied sich der Ausschuss zunächst, ein Positionspapier in Kombination mit einem Ehrenkodex zu entwickeln und diese auf verbandlicher Ebene zum Einsatz zu bringen. Darüber hinaus soll im Rahmen einer noch zu entwickelnden Empfehlung für die Hochschulsporteinrichtungen auf strukturelle und organisatorische Besonderheiten des Hochschulsports eingegangen werden. Ergänzend wird auch die Entwicklung von entsprechenden Maßnahmen und Weiterbildungsangeboten innerhalb des adh-Bildungsprogramms in Betracht gezogen.

Kinderbetreuung bei adh-Veranstaltungen und Volunteering bei der DFHM Badminton
Ein weiterer Besprechungspunkt des ersten Tages betraf die Überarbeitung der Konzeption der Kinderbetreuung bei adh-Veranstaltungen. Ein Vorschlag, der das veränderte Rollenverständnis bei der Kinderbetreuung berücksichtig und gleichzeitig die Bedeutung der ehrenamtlichen Gremienarbeit hervorhebt, soll dem adh-Vorstand bei seiner nächsten Sitzung vorgelegt werden. Mit einem Bericht zum Sachstand des Projekts „Volunteering bei multinationalen Begegnungen im Sport“, bei dem die geplanten Maßnahmen mit Blick auf die DFHM Badminton 2013 in Saarbrücken vorgestellt wurden, ging der erste Sitzungstag zu Ende.

Personalentwicklung für junge Männer und Frauen
Im Zentrum des zweiten Tages standen Überlegungen zu Personalentwicklungsangeboten für junge Männer und die damit verbundene Frage einer konzeptionellen Veränderung des Tandem-Mentoring Projekts. Grund hierfür waren vermehrte Anfragen aus dem Kreise männlicher Studierender, inwieweit perspektivisch ein Mentoringangebot auch für männliche Mentees angedacht ist. Extra zu diesem Tagesordnungspunkt angereist war Dr. Britt Dahmen, deren Expertise als Begründerin des adh-Mentoring Projekts an dieser Stelle gefragt war und die nochmals wichtige Hintergründe des Projekts erläuterte.

Mit Blick auf die Tatsache, dass das Projekt Tandem-Mentoring als Instrument zur Frauenförderung eingeführt wurde und die damit verbundene Zielsetzung einer Erhöhung des Frauenanteils hauptamtlicher Führungspositionen im Hochschulsport auf mindestens 30% (2011: 21%), noch immer nicht erreicht ist, waren sich die Ausschussmitglieder einig, dass sie eine Fortführung des Projekts in der bestehenden Form empfehlen. Gleichzeitig möchte sich der Ausschuss aber auch dem geäußerten Bedarf der jungen Männer annehmen. Um diesen jedoch möglichst passgenau bedienen zu können, hält der Ausschuss zunächst eine Bedarfsanalyse für erforderlich, die es nun durchzuführen gilt.

Zur Vorbereitung der nächsten Strukturkommissionssitzung wurde anschließend ein Hintergrundpapier mit Beispielen für erfolgreiche Maßnahmen zur Förderung von Frauen in Führungspositionen diskutiert, das der DOSB im Nachgang zu einem Beschluss der Frauenvollversammlung an seine Mitgliedsorganisationen verschickt hat und das ggf. wichtige Erkenntnisse auch für den Strukturdiskussionsprozess liefern kann. Bezüglich des weiteren Verfahrens entschied der Ausschuss, zunächst die genannten Maßnahmen auf ihre Eignung für den adh hin zu überprüfen. Das Ergebnis soll anschließend der Koordinierungsgruppe zur Verfügung gestellt werden, mit der Bitte an geeigneter Stelle dafür zu sorgen, dass die Empfehlungen in den Strukturdiskussionsprozess einfließen können.

Effektive Vorbereitungen für die nächste Tandem-Projektrunde
Direkt im Anschluss an die ACPE-Sitzung trafen sich die Mitglieder des Tandem-Projektteams Julia Töws, Daniela Hoyer, Daniela Franck, und Sylvie Krüger. Zielsetzung dieser Sitzung war es, den aktuellen Vorbereitungsstand und die nächsten Schritte des Projektdurchgangs 2013/14 zu besprechen. Da es nun in die akute Bewerbungsphase für die Mentees gehen soll, standen verschiedene Entscheidungen bezüglich des Bewerbungsverfahrens und des Einsatzes der adh-Medien zu Werbezwecken an. Von großem Vorteil erwies sich daher, dass auch die adh-Öffentlichkeitsreferentin Julia Beranek an Teilen der Sitzung teilnahm und mit ihr gemeinsam schnelle Entscheidungen getroffen werden konnten. Bis Ende Januar werden nun noch kleinere Anpassungen an den Bewerbungs- und Informationsmaterialien vorgenommen. Diese werden anschließend über verschiedene Kanäle kommuniziert. Bis zum 1. April 2013 haben interessierte junge Frauen Zeit, sich als Mentee zu bewerben. Am Sonntagnachmittag ging eine äußerst effektive Sitzung des Projektteams zu Ende, was neben einer hervorragenden Sitzungsvorbereitung durch Sylvie Krüger insbesondere der Tatsache zu verdanken ist, dass mit den drei ehemaligen Mentees Julia Töws, Daniela Hoyer und Daniela Franck echte Expertinnen das Projekt betreuen.