21.05.2018 | Kategorie: Organisation , 2018 , TopNews

70 Jahre – 70 Köpfe: Prof. Walther Tröger

Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband feiert 2018 sein 70jähriges Bestehen. Aus diesem Grund stellen wir über das ganze Jahr verteilt auf unserer Homepage Personen vor, die sich um den Verband verdient gemacht haben. Am heutigen Pfingstmontag: Prof. Walther Tröger, adh-Generalsekretär von 1953-1961, später Sportdirektor des IOC und Präsident des NOK. Er war acht Mal Chef de Mission bei Olympischen Spielen und Bürgermeister des Olympischen Dorfs in München 1972.

Was verbindest du mit dem adh?

Im adh verbrachte ich die Lehr-, Gesellen- und wohl auch Meisterjahre meines beruflichen Lebens. Zu einer Zeit, als viele deutsche Sportorganisationen kriegsbedingt noch in den Anfängen waren und Tritt suchten, war der adh ohne erkennbare Vorgänger durch die Initiative Weniger bereits eine feste Nummer im deutschen Sport. Über die Anfänge muss ich mich hier nicht auslassen. Im Kreis der Sportreferenten und Mitglieder jeder Art wuchs eine bemerkenswerte Reihe von Sportfunktionärinnen und -funktionären heran, die Jahrzehnte danach noch in vielen anderen Verbänden Leitungsfunktionen wahrnahmen. Man kann den adh gewiss als eine Art Schule des deutschen Sports bezeichnen.

Viele Hürden, die den Sport insgesamt betrafen, hatte der adh bereits überwunden, ehe andere Organisationen das erreichten. Die Teilnahme an einer inter­nationalen Veranstaltung bereits 1949 und die Ausrichtung einer solchen 1953 sind beispielhaft. Ich habe nie vergessen, dass ich an den Aufbaujahren seit 1950 mitwirken konnte und später viele Freunde aus dieser Zeit wieder traf.