Die Weltsportministerkonferenz (MINEPS), die seit 1976 in unregelmäßigen Abständen von der UNESCO (Organisation der vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur) wird, traf sich am 29. Mai 2013 zu ihrer fünften Auflage in Berlin. Ziel dieser Konferenzen ist eine Bestandsaufnahme der weltweiten Entwicklung im Sport sowie die Formulierung und Verabschiedung strategischer Ziele in der internationalen Sportpolitik.
Gemäß der Entscheidung des zwischenstaatlichen Ausschusses für Leibeserziehung und Sport (CIGEPS) der UNESCO wurden die Themen der 5. UNESCO-Weltsportministerkonferenz in drei Kommissionen diskutiert.
Diese beschäftigten sich mit den Themen Zugang zum Sport als grundlegendes Recht für alle, Förderung von Investitionen in Programme für Sport und Leibeserziehung sowie mit der Wahrung der Integrität des Sports.
Zur Vorbereitung der Konferenz hat das Bundesministerium des Innern gemeinsam mit nationalen Experten zu jedem Thema ein Positionspapier erstellt, um die Vorbereitungen auf internationaler Ebene zu unterstützen. In drei Expertenkommissionen wurden die Vereinbarungen von MINEPS vorberaten. Die Belange des Hochschulsports waren über die FISU in die Bearbeitung der Berliner Erklärung eingeflossen. Als Vertreterinnen und Vertreter seitens des Hochschulsports für die FISU reisten Alison Odell (Vorsitzende der FISU-Bildungskommission), Kole Gjeloshaj (Direktor Bildung FISU) nach Berlin. Für den Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband waren der Vorstandsvorsitzende Nico Sperle sowie der Generalsekretär Paul Wedeleit vor Ort.
"Die Berliner Erklärung hat mit Sicherheit einen hohen Abstraktionsgrad, jedoch dürfen wir die Wirkung einer solchen gemeinsamen politischen Erklärung von mehr als 130 Ländern nicht unterschätzen. Dinge die für uns in Deutschland selbstverständlich scheinen, sind anderswo als Standard erst noch zu erreichen", so Nico Sperle der Vorstandsvorsitzende des adh.
Paul Wedeleit ergänzte: "Auch für unsere Arbeit in Deutschland bieten die Diskussionen hier in Berlin wichtige Orientierungspunkte: So sind wir beispielsweise mit unserem Tandem-Projekt zur gezielten Förderung von Frauen genau auf der Zielstraße der Berliner Erklärung, wie sie zu dem Thema "Zugang zum Sport als grundlegendes Recht für alle" verabschiedet wurde. Andererseits erkennen wir hiermit auch, dass wir an anderen Stellen noch mehr tun sollten, beispielsweise hinsichtlich der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention."
Zum Abschluss der Weltsportministerkonferenz betonte der Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, dass der Erklärung nun auch praktische Aktivitäten folgen müssen und appellierte an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich in ihren Verantwortungsbereichen aktiv dafür einzusetzen. Auch Angela Merkel sicherte den Verantwortlichen Hilfe seitens der Bundespolitik zu. "Wir dürfen, und das sage ich ausdrücklich für die Politik, Sportorganisationen nicht alleine lassen", betonte die Bundeskanzlerin.
Die Berliner Erklärung finden Sie hier
