Partnerhochschule des Spitzensports

Die parallele Bewältigung von Studium und Spitzensport stellt hohe Anforderungen an Zeitmanagement, Flexibilität und Belastbarkeit. Trainings, Wettkämpfe und Reisen treffen auf Prüfungsphasen und Lehrveranstaltungen – ein Spagat, der lange als schwer vereinbar galt. Inzwischen zeigt sich jedoch ein klarer Wandel: Die Duale Karriere hat sich von einer individuellen Herausforderung zu einem zunehmend strukturierten und unterstützten Modell entwickelt.

Eine Studie der Universität Münster aus dem Jahr 2025 bestätigt, dass die Kombination aus Studium und Spitzensport heute vielfach gelingt. Ausschlaggebend sind insbesondere flexible Studienstrukturen, individuelle Prüfungsregelungen und digitale Lehrangebote, die sich an die Anforderungen des Spitzensports anpassen. Gleichzeitig wird deutlich, dass professionelle Beratungsangebote und abgestimmte Unterstützungssysteme entscheidend dazu beitragen, Belastungen zu reduzieren und Studienerfolg zu ermöglichen.

Vor diesem Hintergrund initiierte der Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband bereits 1999 gemeinsam mit Partnern das Projekt „Partnerhochschule des Spitzensports“. Bundesweit unterstützen aktuell 119 Hochschulen rund 1.200 studierende Spitzensportlerinnen und -sportler. Im Zentrum stehen flexible Rahmenbedingungen wie angepasste Stundenpläne, verschiebbare Prüfungen oder individuelle Studienverläufe. In Kooperation mit Olympiastützpunkten, dem Deutschen Olympischen Sportbund und Studierendenwerken entsteht so ein abgestimmtes Verbundsystem, das gezielt strukturelle Nachteile ausgleicht und die Vereinbarkeit beider Karrierewege ermöglicht.

Für viele Athletinnen und Athleten ist das Studium dabei mehr als eine Absicherung für die Zeit nach der sportlichen Laufbahn. Es wirkt stabilisierend, schafft Ausgleich zum leistungsorientierten Alltag und eröffnet zusätzliche Perspektiven. Gleichzeitig profitieren auch sportliche Leistungen von dieser Balance. Die Kombination aus akademischer Entwicklung und Spitzensport wird daher zunehmend als nachhaltiges Erfolgsmodell verstanden – national wie international.

Hier finden Sie eine Übersicht über die „Partnerhochschulen des Spitzensports" und deren konkrete Leistungen sowie Ansprechpersonen. Weitere Informationen zum Thema können Sie den Dokumenten im Downloadbereich entnehmen. Weiterführende Informationen und Studien finden Sie hier auf der Projektseite.

Aktuelle Studien und Publikationen

It's a match: Studium und Spitzensport (2025/26)

Spitzensport und Studium – passt das zusammen? Die Broschüre „It’s a Match – Studium und Spitzensport“, die der März-Ausgabe von ZEIT Campus beiliegt, zeigt, wie studierende Athlet*innen den Spagat zwischen Hörsaal und internationalem Wettkampfsport meistern und welche Unterstützung das Netzwerk der Partnerhochschulen des Spitzensports bietet.

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Recap: Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games (2025)

Die adh-Dokumentation zeigt, welche nachhaltigen Impulse die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games für den deutschen Hochschulsport gesetzt haben. Anhand vielfältiger Einblicke in das Team Studi wird deutlich, wie die Duale Karriere in der Praxis funktioniert – und warum die FISU Games für viele Talente ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu internationalen Erfolgen sind.

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Duale Karriere: Die Vereinbarkeit von Studium und Spitzensport (2026)

Die „Wissenschaftliche Untersuchung zur Vereinbarkeit von Studium und Spitzensport“ von Dr. Barbara Halberschmidt, Laura van de Loo und Prof. Dr. Bernd Strauß (Uni Münster) liefert fundierte Einblicke in den Alltag studierender Athlet*innen und zeigt, welche Rahmenbedingungen den Spagat zwischen Hörsaal und internationalem Wettkampf erleichtern – und wo weiterhin Handlungsbedarf besteht.

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Studierende Spitzensportler*innen bei den Olympischen Winterspielen 2026

Im Nachgang der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo 2026 legt Prof. Dr. André Schneider (Steinberg Institut) in Kooperation mit dem adh eine umfassende Analyse zur Struktur und zum Erfolg der deutschen Olympiamannschaft vor. Die Studie macht deutlich: Die Duale Karriere als Verbindung von Studium und Spitzensport ist im Wintersport fest etabliert und gewinnt weiter an Bedeutung.

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Studierende Spitzensportler*innen bei den Olympischen Sommerspielen 2024

Zu den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris legen Prof. Dr. André Schneider und Larissa Schilde (Steinberg Institut) in Kooperation mit dem adh eine umfassende Studie vor. Sie analysiert die Struktur und den Erfolg der deutschen Olympiamannschaft mit besonderem Fokus auf die akademische Laufbahn der Aktiven und zeigt, dass Studium und Spitzensport in Deutschland eine immer engere Verbindung eingehen. 

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Weitere Videos von Rhine-Ruhr 2025 finden Sie hier.