
Dr. Uta Engels
Uni Regensburg, Ostbayerische TH
“Healthy Campus - Bewegung. Begegnung. Beteiligung”, das gemeinsame Verbundprojekt der Uni und OTH Regensburg zielt darauf ab, einen hochschulübergreifenden „Healthy Campus“ zu etablieren, der sich in erweiterten Angeboten, dauerhaft verankerten Strukturen und einer sichtbaren Campusgestaltung widerspiegelt. Im Zentrum steht der Aufbau eines eigenständigen Studentischen Gesundheitsmanagements (SGM) an der Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg in enger Kooperation mit der Universität Regensburg. Dabei wird vorhandenes Know-how der Universität genutzt, um ein verzahntes, synergieorientiertes SGM aufzubauen, ohne Parallelstrukturen zu schaffen. Gleichzeitig sollen Gesundheits- und Bewegungsangebote sowie psychosoziale Unterstützungsstrukturen hochschulübergreifend sichtbarer und wirksamer kommuniziert werden.
Die Umsetzung erfolgt partizipativ mit Studierenden, Lehrenden und zentralen Hochschulakteur*innen. Maßnahmen bündeln sich in mehreren Handlungsfeldern: Aktivitäten zur mentalen Gesundheit (z. B. Themenabende, Natur- und Bewegungsangebote, Einbindung psychologischer Ersthelfender), Angebote zu Klima und Gesundheit im Sinne eines „Campus als Klimaparcours“ (z. B. Climate-Rallyes, Begrünungs- und Clean-up-Aktionen), Impulse für gesunde und bewegte Lehre (Projektseminare, Materialien, Best-Practice-Austausch) sowie niedrigschwellige Bewegungsförderung durch Sportkisten, Pausenformate und Treffpunkte für Hochschulsportkurse. Als sichtbares Herzstück entsteht die „Bewegte Mitte“ zwischen beiden Hochschulen – ein naturnaher Ort für Bewegung, Begegnung, Lernen und Erholung mit Boulebahn, Barfußpfad, Sitzinseln und bewegten Elementen. Flankiert wird das Projekt durch eine gemeinsame Kommunikations- und Awarenesskampagne mit Website, Social Media, App-Integration und analogen Informationsformaten. Ein hochschulübergreifendes Koordinationsgremium sowie bestehende Gremien sichern die strukturelle Verstetigung.
Die Partizipation der Studierenden ist zentral verankert: Sie gestalten Maßnahmen in Co-Creation-Formaten mit, wirken über Praktika, SHK-Stellen, Lehrveranstaltungen und Abschlussarbeiten an Entwicklung und Evaluation mit und fungieren als Gesundheitsbotschafterinnen- und botschafter. So entsteht ein gemeinsamer Gesundheitscampus, der von Studierenden beider Hochschulen aktiv genutzt und mitgetragen wird.