
Prof. Dr. Gereon Berschin
Uni Passau, HS Landshut
Das Verbundprojekt “Move your semester” an der Uni Passau und HS Landshut verfolgt das Ziel, Bewegung dauerhaft als festen Bestandteil in den Studienalltag an der Universität Passau und der Hochschule Landshut zu integrieren und gleichzeitig die Gesundheitskompetenz der Studierenden zu stärken. Dabei profitiert der Standort Landshut von der langjährigen Erfahrung Passaus in gesundheitsbezogenen Projekten und im Hochschulsport. Zentrale Maßnahmen sind jeweils zwei Gesundheitstage pro Semester an beiden Standorten, die Workshops zu Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung, Fitness-Checks sowie die Entwicklung individueller, gesundheitsorientierter Trainings- und Bewegungspläne umfassen. Kurze „Science Snacks“ vermitteln aktuelles Wissen kompakt und niedrigschwellig. Zwischen den Gesundheitstagen setzen die Studierenden ihre Bewegungspläne eigenständig um und werden durch zusätzliche Angebote unterstützt, darunter eine analoge und digitale Bewegungsbox mit Übungskarten für Lernpausen, eine ausgeschilderte Campusrunde für aktive Pausen sowie weiterführende Bewegungsprogramme über den Hochschulsport hinaus. Studentische Multiplikator:innen werden geschult, um als Bewegungsexpert:innen auf dem Campus zu wirken, während auch Lehrende über gezielte Informationen und mögliche Einbindung in hochschuldidaktische Programme beteiligt werden.
Die Umsetzung erfolgt durch ein standortübergreifendes Kernteam aus Projektleitung (Passau), Vertretung der Hochschule Landshut, einer Gesundheitsexpertin bzw. einem Gesundheitsexperten der TK sowie mehreren Studierenden. Dieses Team organisiert die Gesundheitstage, entwickelt Materialien, begleitet die Maßnahmen wissenschaftlich und koordiniert die Infrastruktur vor Ort. Die Hochschule Landshut stellt hierfür die räumlichen Voraussetzungen bereit.
Die Partizipation der Studierenden ist zentral verankert: Sie sind Teil des Projektkernteams, entwickeln Workshops und Bewegungspläne, leiten Programme und fungieren als Peer-Multiplikatoren nach dem Prinzip „von Studierenden für Studierende“. Zusätzlich werden Fachschaften und Studierendenvertretungen eingebunden, um Bedarfe aufzunehmen und die Angebote breit zu kommunizieren. So entsteht eine nachhaltig angelegte, partizipative Bewegungs- und Gesundheitskultur an beiden Standorten.