Bild: Team Deutschland / Torino FISU Games 2025
18.02.2026 | Kategorie:

Volle Vorfreude auf Olympia-Premiere: Skibergsteiger Finn Hösch

Wenn am 19. Februar bei den Olympische Winterspiele 2026 das Skibergsteigen seine olympische Premiere feiert, steht mit Finn Hösch der Hochschulsportler des vergangenen Jahres am Start. Der 23-Jährige von der Technischen Universität München hat sich den einzigen deutschen Startplatz im Herrenfeld gesichert – und blickt mit Vorfreude auf sein Debüt in Milano-Cortina.

Für Hösch ist es gleich in mehrfacher Hinsicht eine Premiere: sein erster Start bei Olympischen Spielen – und gleichzeitig das Debüt seiner Sportart im olympischen Programm. Doch bei Premieren abzuliefern, scheint dem Skibergsteiger gut zu liegen: erst im vergangenen Winter gewann er bei der erstmaligen Austragung von Skibergsteigen im Rahmen der FISU World University Games 2025 in Turin das erste Gold für Deutschland in dieser Disziplin. Der Erfolg bei den studentischen Weltspielen markierte dabei auch einen Meilenstein auf seinem Weg Richtung Olympia: „Bereits an internationalen Großevents wie den FISU Games teilgenommen zu haben, bereitet einen am Ende natürlich auf die größte Bühne vor, die bei den Olympischen Spielen wartet. Dort bereits performt zu haben, hilft auf jeden Fall“, so Hösch. Mit dem Titel bei den FISU Games und weiteren internationalen Einsätzen sammelte Hösch wertvolle Erfahrungen unter Wettkampfbedingungen – Erfahrungen, die nun in Cortina gefragt sind.

Fokus auf den Sprint in Bormio

Ausgetragen wird der olympische Sprint im Skibergsteigen am 19. Februar in Bormio. Das zuschauerfreundliche Format besteht aus kurzen, intensiven Aufstiegen mit Fellen, Tragepassagen, schnellem Materialwechsel und einer finale Abfahrt ins Ziel – mit 5.000 verkauften Tickets ist das Event bereits ausverkauft und verspricht beste Atmosphäre an der Strecke. Die Startfelder sind mit nur 18 Athleten überschaubar, die Leistungsdichte jedoch hoch. Vor allem die Konkurrenz aus Frankreich zählt zu den Favoriten. Doch dass auch Hösch in dieser Disziplin konkurrenzfähig ist, bewies er erst im Januar mit dem Gewinn des Deutschen Meistertitels im Sprint. Hösch’s Ziel für Olympia ist der Einzug ins Finale: „Damit würde es Richtung Top 6 Platzierung gehen“, gibt er an. Sich überhaupt den einzigen deutschen Startplatz bei den Herren gesichert zu haben, stellt für Hösch schon einen Erfolg in sich dar: „Es ist eine große Ehre, für Deutschland an den Start gehen zu dürfen“.

Gemeinsam mit der Deutschen Tatjana Paller wird er am 21. Februar außerdem im Mixed-Team Wettbewerb antreten.Bereits in den Vorjahren bei Events wie den Youth Olympics 2020 und  FISU Games hatte Hösch erste olympische Luft geschnuppert. Dennoch ist ihm bewusst, dass die Wettbewerbe in Milano-Cortina eine neue Größenordnung darstellen: „Der Spirit ist ähnlich, aber Olympia ist natürlich nochmal eine andere Dimension.“

Duale Karriere als Erfolgsmodell

Im vergangenen Sommer hatte Hösch sein Maschinenbaustudium an der TU München abgeschlossen und widmet sich in der laufenden Saison ganz seinem Ziel Olympia. Der nächste akademische Schritt ist jedoch bereits geplant: „Spätestens zum nächsten Wintersemester steige ich in den Master ein, das habe ich mir schon so zurechtgelegt. Entweder im Maschinenbau oder Maschinenbaumanagement, ich bleibe aber auf jeden Fall an der TU München.“ Die Entscheidung für die duale Karriere, hat Hösch nie bereut: „Ich bin auf jeden Fall froh, den Weg eingeschlagen zu haben. Es ist eine Stütze und ein guter Gegenpol zum Sport, den ich mir beibehalten werde.“

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