Offensichtlich sind der Austragungsort und der angesetzte Termin für die diesjährigen Deutschen Hallenmeisterschaften für viele studierende Leichtathletinnen und Leichtathleten sehr attraktiv. Dies zeigt die große Zahl der Meldungen, bei der eine interessante Mischung aus Newcomern und bereits erfolgreichen Aktiven erkennbar ist.
Erstmals finden in diesem Jahr die Hochschulmeisterschaften unter dem Dach der Hartwig-Gauder-Halle in Erfurt statt. Der Termin am 14. Februar passt den meisten Athletinnen und Athleten gut in den eng getakteten Wettkampfkalender der Hallensaison. Auch den positiven Nachwirkungen der Rhine-Ruhr World University Games 2025 ist zu verdanken, dass es in der Leichtathletik-Halle bei 24 anstehenden Einzelentscheidungen und den abschließend ausgetragenen 4 x 200m-Staffeln ordentlich zur Sache gehen wird.
Eine Besonderheit der Hallen-DHM: Sie findet nur einen Tag nach dem 13. Erfurter Indoor-Meeting mit namhafter internationaler Beteiligung statt und bieten einigen der besten Studierenden die Chance auf einen Doppelstart bei beiden Events.
Bis zum Meldeschluss am 05. Februar haben sich insgesamt 260 Studierende, davon einige aus dem angrenzenden Ausland, für die DHM angemeldet. Sie werden dabei in über 350 Einzelstarts und 11 Staffelteams um den Sieg kämpfen. Das sportliche Niveau der Teilnehmenden ist in vielen Disziplinen erfreulich hoch einzuordnen, da die adh-Meisterschaft als eine der letzten Qualifikationsmöglichkeiten für die im Februar in Dortmund anstehende Deutsche Hallenmeisterschaft des DLV gilt. Zudem ist die DHM für den Status eines World-Ranking-Meetings des Internationalen Leichtathletik-Verbandes angemeldet.
Als örtlicher Ausrichter hatte sich der Universitätssportverein Erfurt e.V. unter dem Dach der Universität Erfurt beworben und den Zuschlag erhalten. Dessen engagierter Präsident und Hochschulsportkollege Jens Panse verfügt nicht nur über langjährige Erfahrung im Leistungssport, sondern bringt mit seinem Team die notwendige Expertise ein. Im Verbund mit dem Thüringer Leichtathletikverband e.V. als professionellem Kooperationspartner gelingt es so, eine hochwertige Organisation zu garantieren. Dafür steht auch die sportaffine Stadt Erfurt ein, allen voran Oberbürgermeister Andreas Horn als Schirmherr der Veranstaltung.
Auch die Techniker Krankenkasse wird als Gesundheitspartner mit einem Smoothie-Bike in Erfurt vor Ort sein und die studentischen Athletinnen und Athleten mit einem gesunden Snack versorgen. “Wir arbeiten im Hochschulsport Erfurt schon seit vielen Jahren erfolgreich mit der TK zusammen und werden von der Regionalgeschäftsstelle bei unseren Veranstaltungen hervorragend unterstützt”, so Jens Panse. "Mit der erstmaligen Ausrichtung der DHM Leichtathletik in Erfurt hat die Kooperation eine neue Qualität erlangt. Wir freuen uns mit Unterstützung unseres Gesundheitspartners, der Landeshauptstadt Erfurt, dem Thüringer Leichtathletikverband, der Universität Erfurt und dem adh Gastgeber dieses Sportereignisses zu sein."
Für Spannung in vielen der angebotenen Disziplinen sorgen die Starts von in der Szene bestens bekannten Namen. Im Kurzsprintder Männer duellieren sich nicht weniger als 30 Teilnehmer, davon eine Reihe mit einer Meldezeit unter 7,00 sec. Das Feld wird angeführt von Pascal Kirstges (Uni Koblenz) und Felix Frühn (Uni zu Köln), beide mit Meldezeiten besser als 6,80 sec.
Über 200m kann Torben Finke von der IST Hochschule Düsseldorf auf eine Bestzeit von 20,79 Sekunden verweisen, gefolgt von Felix Frühn mit 20,90 Sekunden. Aber dicht dahinter kommen schon die WUG-Teilnehmer Maurice Grahl (ebenfalls IST) und Eddi Reddemann (DSHS Köln).
Bei den schnellen Frauen, hier liegen sogar 48 Meldungen vor, ragen unter anderem die Zeiten von Liliane Kaden (7,45 sec./Uni Frankfurt) und Amelie Dierke (7,47 sec./Uni Düsseldorf) heraus. Viola John (HS Hamm-Lippstadt) und Lea Wiethoff (Uni zu Köln) können die schnellsten 200m-Zeiten vorweisen, wobei insgesamt sogar fünf Athletinnen bereits unter 24 Sekunden gerannt sind.
Über die 400m-Distanz ragt bei den Männern die Meldung von Torben Finke von der IST Düsseldorf heraus. Eine deutsche Topathletin hat sich in der Frauenklasse angesagt. Skadi Schier (HU Berlin) kann eine Bestleistung von unter 52 Sekunden vorweisen. Allerdings wird ihr Lena Leege, eine Kommilitonin von der gleichen Uni nicht den möglichen Sieg überlassen wollen.
Interessante Duelle versprechen auch die Mittelstreckenläufe. Klar favorisiert über die 800m-Distanz sind dabei Henning Schiel (Uni Heidelberg) und Maja Schorr (Uni des Saarlandes). Für den Sieg über die 1500m wird es sehr schwer, die aktuell für die WUC-Cross nominierte Katja Bäuerle von der Uni Erlangen-Nürnberg zu schlagen, die zusätzlich über die 3000m gemeldet hat. Über die letztgenannte Strecke stehen bei den Männern mit Lars Franken (TU Dortmund) und Jakob Dieterich ebenfalls zwei WUC-Qualifikanten auf der Bahn, die sich vor allem den starken Läufern Linus Vennemann (HS Osnabrück) und Anton Saar (Uni Jena) erwehren müssen.
Eine gute Meldebeteiligung weisen die 60m Hürden auf, wobei in der Männerklasse Timon Dethloff (Uni zu Köln) und Bruno Betz (HfT Stuttgart) Zeiten unter 8,00 Sekunden aufweisen. Eine Titelaspirantin bei den Frauen ist sicher Stephanie Kleiber von der Uni Gießen.
Das überragende Teilnehmerinnenfeld von 28 Weitspringerinnen stellt die Organisatoren vor besondere Herausforderungen. Hier versprechen die erfahrene Caroline Klein (Uni Düsseldorf), Tabea Christ von der Uni Münster und vor allem auch Enie Dangelmaier (Uni Düsseldorf) und WUG2025-Teilnehmerin Finja Köchling (Uni Frankfurt) einen spannenden Wettkampfverlauf. Aber auch die weiteren Sprungwettbewerbe lassen interessante Auseinandersetzungen erwarten. Hier bringen etwa Blessing Enatoh von der TU Berlin als ehemalige WUG-Starterin im Hochsprung sowie im Stabhochsprung Moana-Lou Kleiner (TH Wildau) und Friedelinde Petershofen (Uni Potsdam) große Erfahrung mit.
Nicht zuletzt stehen die starken Athletinnen und Athleten im Fokus, die im Kugelstoß um den Erfolg kämpfen werden. Hier hat WUG-Starter Kevin Reim von der Hochschule Mittweida bei den Männern sicher mit Abstand die Nase vorn. Wie üblich, gibt es sicher auch die ein oder andere Überraschung aus den weiteren Teilnehmerfeldern.
