Arbeits- und Aufgabenfelder des adh

Kurz und bündig
Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh), gegründet am 2. April 1948 in Bayrischzell von studentischen Sportreferenten nach schweizer Vorbild, ist der Dachverband der Hochschulsporteinrichtungen in Deutschland. Er ist der einzige deutsche Verband, der als Zielgruppe die Studierenden sowie Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeiter hat. Übr 200 Hochschulen (Universitäten und Fachhochschulen) mit rund 2,4 Millionen Studierenden und 550.000 Bediensteten sind momentan Mitglied im adh.

Neben der aktiven Interessenvertretung seiner Mitgliedshochschulen konzentriert sich der adh auf die Bereiche nationaler und internationaler Wettkampfsport sowie Qualifizierung und Wissensmanagement.

Darüber hinaus bereitet der adh mit seinen Partnern federführend Projektentwicklungen vor und unterhält Partnerschaften, Mitgliedschaften und Kooperationen mit 40 nationalen und internationalen Organisationen im Sport und an den Hochschulen.

Um die Kontinuität und gewachsene Bandbreite der Hochschulangebote sicherzustellen, wurde 1972 die paritätische Mitbestimmung von Studierenden und hauptamtlichen Sportfachkräften eingeführt. Seit 1976 ist der Hochschulsport als Förderungsaufgabe der Hochschulen gesetzlich verankert. 2009 erklärte der Deutsche Bundestag den Hochschulsport als unverzichtbaren Bestandteil der deutschen Sport- und Hochschullandschaft.

Leitbild
Um für alle Ebenen des Verbandes und die Hochschulsporteinrichtungen vor Ort einen verlässlichen Rahmen für die strategische Ausrichtung und das Handeln zu schaffen, hat der adh in einem breit angelegten Strukturprozess im Jahr 2013 ein Leitbild entwickelt. Dank der umfassenden Mithilfe und des intensiven Mitdenkens der adh-Mitgliedschaft gibt das Leitbild Orientierung nach innen und außen, zeigt Profil und weist Wege in die Zukunft.

Leistung, Trends und Fun
Sportliche Highlights: Nationale und internationale Wettkämpfe

Der adh veranstaltet jährlich in über 50 Sportarten Wettkämpfe mit besonderem Flair. Rund 12.000 Leistungs- und Hobbysportlerinnen und -sportler kämpfen bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften, Hochschulpokal-, adh-Open und adh-Trophy-Veranstaltungen um Titel. Das Angebot im Hochschulsport reicht von den beliebtesten Ballsportarten über die klassischen Disziplinen bis hin zu aktuellen Trendsportarten: Von Basketball, Fußball, Hockey über Schwimmen, Karate, Fechten und Rudern bis zu Wellenreiten, Roundnet, Bouldern, Snowboarden oder Ski Freestyle.

International arbeitet der adh mit dem Europäischen Hochschulsportverband EUSA und dem Weltverband FISU zusammen. Sportliches Highlight ist die alle zwei Jahre stattfindende Sommer-Universiade, die weltweit größte Multisportveranstaltung nach den Olympischen Sommerspielen. Weitere Höhepunkte sind die Winter-Universiaden, Studierenden-Weltmeisterschaften sowie die Europäischen Hochschulmeisterschaften.

Studium und Spitzensport
Flexible Studienplanung und erfolgsorientiertes Training

Partnerhochschulen des Spitzensports
Der adh unterstützt und fördert studentische Spitzensportlerinnen und -sportler. Um Kaderathletinnen und –athleten den Spagat zwischen Studium und Spitzensport zu erleichtern, initiierte der adh 1999 mit seinen Partnern das Projekt „Partnerhochschule des Spitzensports“. Im Rahmen dieser Kooperationsvereinbarung ermöglichen inzwischen über 100 adh-Mitgliedshochschulen ihren Spitzensportlerinnen und -sportlern eine flexiblere Studienplanung. Dass dieses Konzept erfolgreich ist, zeigt sich unter darin, dass ein hoher Anteil der deutschen Olympioniken studiert.

Sprungbrett für Spitzensportlerinnen und -sportler
Für viele bekannte Sportgrößen war der adh eine wichtige Station ihrer sportlichen Laufbahn. Michael Groß, Heide Rosendahl, Thomas Lurz, Ariane Friedrich, Ole Bischoff, Britta Heidemann oder zuletzt Fabian Hambüchen, Selina Jörg und Sarah Köhler – alles studentische Spitzensportlerinnen und -sportler, die durch ihre Erfolge bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen bekannt wurden – starteten für den adh bei Studierenden-Weltmeisterschaften und Universiaden.

Netzwerke, Seminare und Workshops
Am Puls der Zeit: Wissensmanagement und Fortbildungen

Der adh entwickelt Bildungsarbeit auf einer breiten und zukunftsweisenden Basis. Das wichtigste Ziel ist die Verbesserung der Angebotsqualität im Hochschulsport vor Ort. Dafür organisiert er mit seinen Partnern bundesweit Seminare, Tagungen und Workshops, die insbesondere der Qualifizierung des studentischen und hauptamtlichen Hochschulsportpersonals dienen.

Um die inhaltliche Arbeit der Mitgliedshochschulen zu unterstützen und Impulse zur Weiterentwicklung des Hochschulsports zu geben, stellt der Verband darüber hinaus Kommunikationsplattformen für den themenspezifischen Erfahrungsaustausch bereit. Das Engagement des adh ist nicht nur auf die nationale Ebene beschränkt, auch international ist er gut vernetzt. Studierende und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hochschulsports nehmen regelmäßig an Symposien und Konferenzen internationaler Organisationen teil.
 

Gesundheits- und Bewegungsförderung für alle Hochschulmitglieder
Das Themenfeld „Sport und Gesundheit“ nimmt im Hochschulsport einen wichtigen Stellenwert ein. Der adh initiiert mit seinen Mitgliedshochschulen und Partnern vielfältige Aktivitäten im Bereich der Bewegungsförderung.

Ein beispielgebendes Projekt ist der adh-Pausenexpress, ein 15-minütiges, aufsuchendes Angebot am Arbeitsplatz. Der Pausenexpress wurde 2009 an der Uni Potsdam entwickelt, heute bieten über 40 Hochschulen in ganz Deutschland das mehrfach ausgezeichnete Bewegungsprogramm für Hochschul-Mitarbeitende und Studierende an.

Die nachhaltige Bewegungsförderung von Studierenden steht seit 2017 im Zentrum der erfolgreichen, gemeinsamen Initiative von adh und TK „Bewegt studieren – Studieren bewegt!​​​​​​​“.

Qualifikation und Engagement
Nachwuchsförderung und Personalentwicklung auf breiter Basis

Tandem-Mentoring
Viele führende Persönlichkeiten des deutschen Sports legten den Grundstein für ihre Karriere im adh. Seit 2003 fördert der adh mit dem Projekt Tandem-Mentoring gezielt weibliche Nachwuchskräfte im Sport. Das Mentoringprojekt erweitert das Potenzial junger Frauen, Führungsaufgaben im (Hochschul-) Sport zu über- nehmen. Darüber hinaus soll es dazu beitragen, den Anteil weiblicher Führungskräfte im Sport zu erhöhen. Kern des Projekts ist die Zusammenarbeit einer erfahrenen Führungskraft (Mentorin oder Mentor) und einer Nachwuchskraft (Mentee). Allen bisherigen Mentees gelang der erfolgreiche Berufseinstieg.