Anna Theres Großwiele auf dem Podest

28.07.2010 | Kategorie: WUC , 2010 , Savate

WUC Savate: Silbermedaille für Großwiele

In Nantes (Frankreich) fand am 25. und 26. Juni 2010 die erste Studierenden-Weltmeisterschaft Savate statt. Mehr als 80 Studierende aus 19 Ländern traten in zwölf Gewichtsklassen gegeneinander an.

Die Organisation durch die FISU und die Universität Nantes war hervorragend, die Meisterschaft wurde zum kulturellen und kulinarischen Erlebnis für die Teilnehmenden aus aller Welt. Der adh war durch die Studierenden Anna-Theres Großwiele und Jörn Grunewald, beide von der Phillips Universität Marburg, und deren Trainer Gerhard Schmitt vertreten. Als DOG (Delegé Officièle Generale) trug Schmitt ebenfalls die Verantwortung für das Kampfrichterwesen der gesamten Meisterschaft.


In vier Boxringen stellten sich die Aktiven ihren Gegnern. Gleich im ersten Kampf musste Jörn Grunewald in der Klasse bis 82kg gegen den späteren Meister Camille Mazzoleni aus Frankreich antreten. Das technisch hochklassige und äußerst faire Gefecht ging eindeutig an Mazzoleni. Als nächstes traf Grunewald auf den international sehr kampferfahrenen Polen Tomasz Kloc und unterlag ihm nur knapp. Darauf kämpfte Grunewald gegen den Slovenen Jan Hribar, welcher später den dritten Platz belegte. Seinen letzten Kampf gegen den Marokkaner Amine Hamada konnte er einstimmig für sich entscheiden, trotzdem war das Turnier nach der Vorrunde in dieser starken Gruppe für ihn beendet. Wenn auch das Losglück nicht auf seiner Seite war, so kann Jörn Grunewald mit seiner Leistung voll zufrieden sein.


Anna-Theres Großwiele trat in der offenen Klasse der Frauen (ab 70kg) an. Bei Verbandsmeisterschaften gibt es zwei Gewichtsklassen mehr, die Gewichtsunterschiede sind geringer. So kämpfte sie in der Vorrunde bereits gegen die spätere Meisterin Melissa Quelfennec aus Frankreich. Die mehr als 30 kg Gewichtsdifferenz und der erhebliche Unterschied der Reichweite ließen die Deutsche zuerst recht gehemmt agieren. Sie fand kein rechtes Rezept und verlor den Kampf eindeutig.
Auch die Britin Catherine Gabriel brachte 20 kg mehr auf die Waage als Großwiele. Hier fand die Deutsche jedoch gleich zu ihrem beweglichen und technikbetonten Kampfstil. In den dritten Runden lag sie deutlich vorn, sodass die Punktrichter sich einstimmig für sie entschieden.
So erreichte Großwiele das Finale und trat erneut gegen Quelfennec an. Der Finalkampf gestaltete sich deutlich enger als ihre erste Begegnung. Die Vorteile an Reichweite und internationaler Kampferfahrung schenkten der Französin den verdienten Sieg. Mit Stolz nahm Anna-Theres Großwiele die Silbermedaille entgegen. Eine große sportliche Zukunft liegt noch vor ihr.