Ole Rückbrodt (Uni Hamburg) und Daniel Makowski (TU Hamburg-Harburg) auf dem Weg zu Gold

19.08.2010 | Kategorie: Rudern , WUC , 2010 , TopNews

WUC Rudern: Fünf Medaillen für Deutschland

Mit fünf Mal Edelmetall kehrte das deutsche Team am 17. August 2010 von der WUC Rudern aus Szeged (Ungarn) zurück.

Den Anfang machten Ole Rückbrodt (Uni Hamburg) und Daniel Makowski (HAW Hamburg) im Männer-Zweier ohne Steuermann: Die beiden Hamburger ruderten in einem starken Rennen, das sie ab der 1.000 Meter-Marke klar dominierten, zur Goldmedaille und können sich nun verdient mit dem Titel Studentenweltmeister 2010 schmücken.

Gleich im Anschluss sicherten sich Felix Övermann (Polizeiakademie Niedersachsen) und Jonas Schützeberg (HU zu Berlin) im leichten Männer-Doppelzweier die erste Silbermedaille für das deutsche Team. In einem spannenden Endspurt konnten sich die Beiden knapp vor Neuseeland über das Ziel schieben. Italien, das bei dieser WUC die stärkste Nation war, holte hier Gold.

Nach dem Leichtgewichts-Doppelzweier der Männer kam auch Karsten Brodowski (BHT Berlin) im Männer-Einer als Zweiter ins Ziel und gewann damit im stärksten Meldefeld (18 Boote) hochverdient die Silbermedaille. In einem äußerst packenden Finish gewann der Berliner noch eine ganze Bootslänge auf den dominierenden Italiener Frederico Ustolin und kam nur 0,7 Sekunden hinter ihm ins Ziel.

Auch der Männer-Vierer ohne Steuermann mit Felix Otto (Uni Bochum), Maximilian Bandel (FH Dortmund), Ivan Saric (VFH Wiesbaden) und Fokke Beckmann (Uni Hamburg) ist verdienter Vize-Studentenweltmeister. In einem starken Rennen kamen die Vier deutlich als Zweite über die Ziellinie und mussten sich nur knapp dem polnischen Männer-Vierer ohne Steuermann geschlagen geben.

Die letzte Medaille für das deutsche Team erruderten sich schließlich Tobias Reiner (EUV Frankfurt/Oder) und André Sieber (TU Dresden) im Männer-Doppelzweier. Die beiden Studenten machten es ihren Teamkameraden nach und erreichten das Ziel als Zweitschnellste – erneut nur sehr knapp hinter dem Siegerboot, aber mit großem Abstand vor den Drittplatzierten.

Auch die deutschen Damen können sehr zufrieden mit ihrer Leistung bei der WUC sein. Zwar reichte es für beide Boote nicht für eine Medaille, ihre Rennen waren jedoch immer sehr gut, die Konkurrenz aber einfach zu stark.

Der leichte Frauen-Doppelzweier von Lena Müller (Uni Augsburg) und Claudia Mack (Uni zu Kiel) fuhr nur ganz knapp an Edelmetall vorbei und kam als Vierter ins Ziel.

Der Frauen-Vierer ohne Steuerfrau in der Besetzung Silke Müller (Uni Hannover), Anna Korge (HU zu Berlin), Hanelore-Adele Trafnik (University of Washington) und Josephine Wartenberg (Uni Bochum) musste sich trotz guter Rennen mit einem vierten Platz im B-Finale und damit insgesamt mit Platz Zehn zufrieden geben – die gegnerischen Damen hatten hier einfach ein Quäntchen mehr Glück.

Mit einmal Gold und vier Mal Silber brachten alle Boote der deutschen Herren eine Medaille mit nach Hause und verhalfen dem deutschen Team damit zu seinem besten Gesamtergebnis bei einer Studierenden-Weltmeisterschaft Rudern seit vielen Jahren. In der Gesamtwertung erreichte Deutschland Platz Vier hinter Italien, Großbritannien und Polen, wobei Deutschland mit fünf Medaillen genauso viel Edelmetall gewann wie die Italiener und die Briten.

Solch ein Erfolg ist nur möglich, wenn den Athletinnen und Athleten ein professionelles Team zur Seite steht. Neben der erfolgreichen Wettkampfvorbereitung durch die Trainer Ralf Bockelmann und Lutz Reinhardt sowie Patrik Klein und Marcus Maier, die zudem auch dafür gesorgt hatten, dass die Boote von Deutschland nach Ungarn transportiert wurden, gehört der Dank dem adh-Disziplinchef Uwe Maerz, der das Team zusammengestellt und auf die WUC eingestimmt hat.

Insgesamt gingen bei der WUC Rudern 136 Boote mit 345 Aktiven aus 28 Nationen an den Start. Die Konkurrenz und Qualität des Teilnahmefeldes ist damit erneut gestiegen: Etliche Teilnehmende waren bei der U-23-WM vertreten, viele Nationen schickten ihr B-Mannschaften und die Nachwuchsgarde nach Szeged. Zudem haben auch alle Topnationen im (studentischen) Rudern an der WUC teilgenommen.

Zusammenfassend ist auch die Organisation der 11. WUC Rudern zu loben. Den Ruderinnen und Ruderern boten sich hervorragende Bedingungen auf allerhöchstem Standard und ohne organisatorische Mängel. Neben einer sehr guten Regattastrecke waren es vor allem die immer freundlichen und sehr hilfsbereiten Mitarbeitenden sowie Volunteers, die dazu beitrugen, dass alle Teilnehmenden die WUC Rudern in Szeged in bester Erinnerung behalten werden.

Weitere Infos

<media 4157 _blank>Zusammenfassung der Ergebnisse</media>

Detaillierte Ergebnislisten