WUC Reiten: Mannschaftstitel im Visier

Die deutschen Reiterinnen und Reiter möchten diese Woche eine Erfolgsgeschichte fortführen. Zweifach Gold in der Mannschaftswertung holte die Deutsche Studierenden-Nationalmannschaft 2012 bei der letzten Studierenden-Weltmeisterschaft (WUC) Reiten - In diesem Jahr treten vier Deutsche in Flyinge (Schweden) zur Titelverteidigung an.

Wie vor vier Jahren hat die kombinierte Mannschaftswertung die höchste Priorität für das deutsche Team. Das Finale der drei besten Mannschaften, in dem die Medaillen ausgeritten werden, hat es sich ganz klar als Ziel erklärt. „Da sich unsere Reiter in beiden ausgetragenen Disziplinen Dressur und Springen auf einem sehr hohen Leistungsniveau befinden, halten wir dieses Ziel für realistisch“, blickt der Disziplinchef Reiten Martin Kronenberg mit Zuversicht auf die WUC. Dennoch gehört gerade im studentischen Reitsport immer noch das nötige Quäntchen Glück dazu, da die Pferde von den Veranstaltern zur Verfügung gestellt werden. Die Reiterinnen und Reiter müssen sich innerhalb weniger Minuten auf das ihnen zugeloste Pferd optimal einstellen. „Gerade dieses Zusammenspiel von Mensch und Tier, das erforderliche Feingefühl der Reiter und die daraus resultierende Harmonie der ‚Sportpartner auf Zeit‘ machen den studentischen Reitsport so spannend – und manchmal auch unvorhersehbar“, erklärt die Trainerin Britta Knaup.

Starke Konkurrenz bekommt die Deutsche Studierenden-Nationalmannschaft insbesondere von den Teilnehmenden aus den klassischen Reitnationen, die seit Jahren absolutes Topniveau zeigen. „Neben unserer Mannschaft haben wir die Niederländer, die Iren und die Spanier ganz oben auf unserem Zettel“, so Kronenberg. „Außerdem ist der Reitsport in den letzten Jahren allgemein wesentlich globaler geworden“, ergänzt der Disziplinchef. „Insbesondere im asiatischen Raum wurde mit europäischer Unterstützung enorme Entwicklungsarbeit geleistet. Von daher sind wir gespannt darauf, wie sich zum Beispiel die Mannschaft aus Hongkong präsentiert.“ Auch die amtierende Deutsche Hochschulmeisterin im Springreiten, Daniela Graé, die erstmals bei einer WUC starten wird, weiß um die große Konkurrenz: „Alle Nationen haben sich gut auf dieses Event vorbereitet und schicken nur die besten studentischen Reiter aus ihrem Land.“

Um sich selbst bestens auf die WUC vorzubereiten, haben die vier Aktiven ihr Training intensiviert und vermehrt fremde Pferde geritten.  Zusätzlich hat sich die deutsche Mannschaft mehrmals getroffen und gemeinsam trainiert. Bei der Vorbereitung auf die WUC kann das Team auch auf die Deutsche Reiterliche Vereinigung und ihr Anschlussverband Deutscher Akademischer Reiterverband zählen. „Die beiden Verbände sind seit jeher ein starker Partner des studentischen Reitsports und unterstützen die Mannschaft bei Bedarf in allen Belangen“, so adh-Diziplinchef Kronenberg,

Das vierköpfige Team aus Deutschland freut sich nicht nur auf studentischen Reitsport auf höchstem Niveau, sondern auch darauf, Studierende aus der ganzen Welt zu treffen, die alle die Leidenschaft zum Pferd und zum Reitsport verbindet. „Die WUC Reiten ist eine tolle Gelegenheit,  unser internationales  Netzwerk zu pflegen und Pferdesportler aus verschiedensten Ländern und Kulturen kennen zu lernen“, weiß Kronenberg.