Christina Hoffmann mit Bundestrainer Thomas Nitschmann

WUC Karate: Erster Wettkampftag ohne Überraschungen

Der erste Wettkampftag, Freitag, der 16. Juli 2010, bleibt ohne positive Überraschungen für das Deutsches Karateteam bei der Studierenden-Weltmeisterschaft in Podgorica.

Im Kata Einzel der Damen erreichte Franziska Krieg (PH Erfurt) nach Freilos die zweite Runde gegen die Italienerin Battaglia. Hier setzte sich die Italienerin trotz guter Leistung von Krieg durch. Da Battaglia im Halbfinale gegen Japan unterlag, bedeutete dies für Krieg das Aus in der zweiten Runde.

Bei den Herren gewann Stefan Köhler im Kate Einzel die Erstrundenbegegnung gegen den Ukrainer Prokopiv mit 3:2. Den folgenden Kampf gegen den Japaner Shimbaba konnte Stefan Köhler nicht gewinnen. Die Chance auf die Teilnahme an der Trostrunde blieb ihm verwehrt, da der Japaner gegen den späteren Studierenden-Weltmeister aus dem Iran verlor.

Einzige deutsche Kumitestarterin der Tages war Christina Hoffman in der Klasse bis 50 Kg. Sie erwischte gegen die Bosnierin Catibusic einen sehr guten Start und ging mit 1:0 in Führung, konnte diesen Vorsprung aber nicht bis zum Ende halten und unterlag im weiteren Verlauf des Kampfes.

Am heutigen Freitag ruhen die Hoffnungen des deutschen Teams auf Silvia Sperner (VFH Wiesbaden/bis 61 Kg), die als amtierende Teamweltmeisterin und Drittplatzierte der diesjährigen Europameisterschaft zu den Favoritinnen zählt.

Alexander Heimann (DHPG Saarbrücken/bis 60 Kg) ist amtierender Deutscher Meister und fühlt sich im Moment in hervorragender Verfassung, sodass auch bei ihm eine vordere Platzierung das Ziel sein muss.

Fabian Kunze (Uni Jena/bis 67 Kg) hat gute Erinnerungen an das Sportzentrum von Podgorica, wo er 2006 den Europameistertitel errang. Mit Japan und Iran befinden sich jedoch absolute Topkämpfer in seinem Pool, sodass er sicherlich sein volles Potenzial abrufen muss, um in einem international hervorragend besetzten Teilnehmerfeld eine Medaille davonzutragen.

Matthias Tausch (Uni Potsdam/bis 75 Kg) war in diesem Jahr schon Deutscher Hochschulmeister. Er ist einer der jüngeren Athleten, der die Studierenden-Weltmeisterschaft nutzen muss, um weitere Erfahrung auf internationaler Bühne zu sammeln.

adh Disziplinchef Christina Grüner, der 2002, 2004 und 2006 jeweils selbst Medaillengewinner bei Studierenden-Weltmeisterschaften war, äußert sich optimistisch: „Der erste Wettkampftag hat gezeigt, dass in allen Wettbewerben ein sehr hohes internationales Niveau herrscht. Ich denke jedoch, dass wir mit unserem schlagkräftigen Team ein ernstes Wort um die Medaillen mitreden werden.“