WUC Karate 2018: Toller Teamspirit und fantastische Erfolge

Die diesjährige Studierenden-Weltmeisterschaft war für alle teilnehmenden Karatesportlerinnen und -sportler ein absolutes Highlight, da sie hierfür nach Japan, in das Mutterland des Karates, reisen durften. Die Menschen in der Hafenstadt Kobe waren sehr freundlich und die Organisation der WUC war hervorragend. Bei dieser WUC passte alles zusammen, einzig die heißen Temperaturen machten der deutschen Delegation zu schaffen.

Mit fünf Aktiven und zwei Offiziellen ging es zur Meisterschaft. Als Starterinnen und Starter waren Lukas Grimm, Lena Meyer, Katja Schweier, Rosa Liebold und Sarah Grabert mit dabei. Mit Sebastian Staiger als Sportphysiotherapeut sowie Disziplinchef und Aktivenbetreuer Matthias Tausch waren optimale Voraussetzungen geschaffen. 

Die Wettkämpfe begannen am Donnerstag mit der Disziplin Kata. Hier stellten Lena Meyer und Lukas Grimm ihr Können unter Beweis und waren voll fokussiert. Beide entschieden die ersten Runden sicher für sich. Grimm musste sich in der folgenden Runde gegen den späteren Drittplatzierten aus der Türkei knapp geschlagen geben. Meyer hingegen war an diesem Donnerstag nahezu unschlagbar. Stark und sicher präsentierte sie ihre Katas. Nur im Halbfinale musste sie sich geschlagen geben, sicherte sich aber einen erneuten Start im kleinen Finale am Sonntag. Am Donnerstag Nachmittag war Sarah Grabert in der Disziplin Kumite Damen bis 68 kg an der Reihe. Leider verlor sie ihren ersten Kampf und schied unglücklich aus.

Am Freitag gingen Katja Schweier und Rosa Liebold an den Start. Schweier lag im ersten Kampf zunächst mit 0:4 hinten, aber mit einer starker Physis konnte sie den Kampf am Ende deutlich für sich entscheiden. Im Anschluss präsentierte sie sich deutlich stärker und scheiterte einzig an ihrer Halbfinal-Gegnerin aus Frankreich. So stand auch sie am Sonntag im kleinen Finale um Platz drei. Rosa Liebold war im Anschluss dran und nahm sich wohl ein gutes Beispiel: Sie startete offensiv und war nicht zu stoppen. Sie gewann alle Kämpfe konzentriert und souverän, sodass sie am Sonntag um Gold kämpfen konnte.

Am Samstag fanden die Teamwettkämpfe statt und die Kumite Damen wollten auch hier mitmischen. Leider war am Ende gegen das Team aus Frankreich Schluss und auch in der Trostrunde mussten sie sich den Italienerinnen geschlagen geben. Nichtsdestotrotz waren sie und der Disziplinchef Matthias Tausch hochzufrieden mit einer guten Leistung und dem letztendlichen siebten Platz.

Der krönende Abschluss sollte der Sonntag sein. Zuerst war Katja Schweier an der Reihe. Sie gab in ihrem Kampf alles, musste sich allerdings mit dem fünften Platz begnügen, da ihre Gegnerin aus Spanien zu stark war und sich den Sieg sicherte. Im Anschluss kämpfte Rosa Liebold. Mit einer perfekten Taktik hielt sie ihre Gegnerin aus Taipei in Schach, welche am Freitag die Lokalmatadorin aus Japan geschlagen hatte. Mit einem 0:0 ging es in den Kampfrichterentscheid, welchen Liebold mit fünf von fünf Flaggen für sich entschied und sich so den Titel sicherte.

Nach einer Pause kämpfte Lena Meyer motiviert und mit starker Leistung. Leider reichte es schlussendlich trotzdem nicht für den dritten Platz. Aber auch der fünfte Platz war eine hervorragende Leistung, mit der Meyer sehr zufrieden sein konnte. 

„Während der ganzen Turniertage war eine unglaublich entspannte und tolle Stimmung im Team“, freute sich adh-Disziplinchef Matthias Tausch. „Man muss schon viele Jahre zurückschauen, wann es den letzten Titel bei einer WUC im Karate gegeben hat.“

Nach den Wettkämpfen hatten die Athletinnen und Athleten die Möglichkeit, die Umgebung zu erkunden. Abends kümmerte sich Sportphysiotherapeut Sebastian Staiger um das Team  und bereitete die Teilnehmenden so vor, dass sie maximale Leistung abrufen konnten.

Alle Ergebnisse der WUC Karate finden sich auf der offiziellen Seite des Ausrichters.