Winter-Universiade: Selina Jörg im Portrait

Nächste Woche startet die 26. Winter-Universiade 2013 in der italienischen Wintersportregion Trentino. Bis dahin stellen wir Aktive des deutschen Teams vor. Heute: Snowboarderin und Titelverteidigerin Selina Jörg.

Name: Selina Jörg
Sportart: Snowboard
Hochschule: HS Ansbach
Studiengang: International Management

adh: Du hast schon bei der Winter-Universiade 2011 Gold gewonnen. Jetzt startest du als Titelverteidigerin bei deiner zweiten Universiade. Worauf freust du dich besonders?

Selina Jörg (SJ): Ja ich freue mich wirklich, dass es in diesem Winter wieder klappt, bei der Universiade dabei sein zu können. Vor zwei Jahren in der Türkei hatte ich eine super Woche, in der ich viele Sportarten live gesehen habe und dabei tolle Leute kennenlernen durfte. Die Universiade ist einfach was ganz anderes wie sonst. – Alle sind zwar auf ihren Wettkampf fokussiert und geben ihr Bestes, aber trotzdem kommen der Spaß und das Miteinander nicht zu kurz. Die Atmosphäre zwischen so vielen jungen Leuten, die einerseits Leistungssport betreiben und andererseits aber auch wissen was es heißt, am Schreibtisch zu sitzen und für Klausuren zu büffeln, ist einmalig.

adh: Auf welchen Moment bei der Winter-Universiade 2011 schaust du besonders gerne zurück?

SJ: Ich erinnere mich besonders gerne an die Siegerehrung am Abend im Stadtzentrum zurück. Die Location war toll und das Gefühl vor so vielen Menschen die Goldmedaille umgehängt zu bekommen war wahnsinnig. Gerne würde ich das dieses Jahr wieder erleben.

adh: 2010 in Vancouver wurdest du bei den Olympischen Winterspielen Vierte. Nun hast du die Spiele 2014 in Sotschi fest im Blick. Warum ist die Winter-Universiade eine gute Möglichkeit, sich auf die Olympischen Wettkämpfe vorzubereiten?

SJ: Wir Snowboarder haben ohnehin nur sehr wenige Wettkämpfe diese Saison und da ist es natürlich schön, schon mal im vorab so ein Event mitnehmen zu können, etwas Wettkampf-Feeling zu bekommen und sich vielleicht schon einen Titel zu sichern. Da direkt im Vorfeld auch zwei Weltcups in der Nähe stattfinden, werden wieder einige gute Weltcup-Fahrerinnen in Italien am Start sein. Ich freue mich, dass die Universiade so kurz vor den Olympischen Spielen stattfindet und hoffe, dass ich dort dann auch schon mit einer erfolgreichen Olympia-Qualifikation anreisen kann.

adh: Im Herbst hast du deinen Studienabschluss gemacht. Welchen Tipp hast du für studierende Spitzensportlerinnen und -sportler?

SJ: Ja das mit dem Studium nebenher war nicht immer einfach, aber durch das gute System in Ansbach hat es für mich super funktioniert. Als Tipp kann ich eigentlich nur mitgeben, das ganze Studium wirklich durchzuziehen, wenn's irgendwie geht. Auch wenn es oft hart ist, nach dem Training noch zu lernen, lohnt es sich später umso mehr. Für mich war es auch immer wichtig zu wissen, dass es neben dem Sport noch was gibt, auf das ich mich stützen kann. Das hat mir auch oftmals den Druck genommen, wenn's sportlich nicht so lief.

adh: Wie motivierst du dich vor einem Wettkampf?

SJ: Ich denke dass es wichtig ist, ein klares Ziel zu haben und sich dieses immer vor Augen zu halten. Gerade auch im Sommer bei einer harten Kondi- Einheit kann dieser Gedanke nochmal Kräfte freisetzen. Der Gedanke, dass es bei jedem Wettkampf immer einen Sieger geben wird, ist motivierend.

In den kommenden Tagen geht der Countdown weiter. Dann stellen wir Skilangläufer Andreas Weishäupl vor.

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