Winter-Universiade: Felix Arnold im Portrait

Die italienische Vorweihnachtszeit steht im Zeichen der Winter-Universiade. Mitte Dezember geht es in der Wintersportregion Trentino los. Bis dahin stellen wir Aktive des deutschen Teams vor. Heute: Delegationsleiter Felix Arnold.

Am 11. Dezember 2013 beginnen in der italienischen Wintersportregion Trentino die Wettbewerbe der 26. Winter-Universiade. 25 Aktive aus Deutschland nehmen an den Wettkämpfen teil und starten in sieben Sportarten. Bis zum Start der Universiade stellen wir Studierende der deutschen Mannschaft vor. Heute: Delegationsleiter Felix Arnold.

Name: Felix Arnold
Funktion: Delegationsleiter
Hochschule: Uni Göttingen
Studiengang: Lehramt (Sport und Englisch)

adh: Während der Winter-Universiade in Italien bist du Head of Delegation und leitest in dieser Funktion die deutsche Mannschaft. Was sind deine Aufgaben?

Felix Arnold (FA): Die Aufgaben der Delegationsleitung sind vielfältig, aber in erster Linie bin ich für die Vertretung und Repräsentanz nach außen zuständig. Außen bedeutet in diesem Fall die FISU, das lokale Organisationskommittee, die internationalen Verbände und die Medien. Darüber hinaus gilt es, eine Team-Atmosphäre zu gestalten, damit sich die Aktiven und Offiziellen der deutschen Delegation wohl fühlen können. Das wird aufgrund der großen Distanzen eine besondere Herausforderung.

adh: Du fährst zum ersten Mal zu einer Universiade. Worauf freust du dich besonders?

FA: Auf das Gesamtpaket! Aus Erzählungen höre ich immer, wie spannend es ist, bei einem solchen Event dabei zu sein. Interessante Begegnungen mit anderen Nationen und Kulturen und zahlreiche Geschichten und Erinnerungen, die lange im Gedächtnis bleiben. Hoffentlich komme ich auch dazu, einige Sportarten live zu sehen. Das soll ja nicht immer der Fall als Head of Delegation sein.

adh: Welche Erwartungen hast du an die Winter-Universiade und an die deutsche Mannschaft?

FA: Die besondere Herausforderung der Überbrückung von großen Distanzen zwischen den Wettkampfstätten fordert alle Beteiligten in ungewohnter Weise. Deshalb ist es wichtig, dass wir als deutsche Delegation gemeinsam agieren. Oberstes Ziel ist es, dabei immer den Athletinnen und Athleten beste Bedingungen zu schaffen, damit sie Höchstleistungen erzielen können. Ich erwarte, dass wir das schaffen und somit den Aktiven ermöglichen, ihre persönlichen Ziele zu erreichen – oder mehr.

adh: Die Universiaden begeistern vor allem durch den studentischen und internationalen Austausch. Welche Punkte sind dir dabei besonders wichtig?

FA: Für viele Athletinnen und Athleten ist es das erste Mal auf einer internationalen Veranstaltung dieser Größe. Das wird ihnen wahrscheinlich sehr lange in Erinnerung bleiben. Auch wenn ich es niemandem wünsche, kann es auch das letzte Mal sein. Entsprechend wichtig ist es diese Begegnungen auszukosten. Es ist ein besonderer Moment so viele gleichaltrige Menschen, aus unterschiedlichsten Kulturen, mit derselben positiven Verrücktheit und Leidenschaft zum Wintersport und derselben schwierigen Situation, eine Duale Karriere im Sport leisten zu müssen, auf einmal zu treffen. Da freue ich mich auf viele Gespräche und Einblicke in andere Länder.

adh: Als Fußballer und Basketballer bist du eher in den Sommersportarten zu Hause. Welchen Sport treibst du im Winter?

FA: Auf dem Snowboard komme ich aber immerhin einigermaßen einen Berg hinunter und auf Schlittschuhen kann ich mich auch so bewegen, dass es nicht nach einer mittelschweren Gleichgewichtsstörung aussieht. Besondere Fähigkeiten besitze ich in den Disziplinen Schneeengel und Schneeballschlacht! Insgesamt bin ich aber kein wirklicher Wintersportler – Das ändert sich vielleicht, wenn ich es endlich schaffe, an einem Hochschulsportkurs teilzunehmen. Also fragt mich in einem Jahr doch nochmal…

adh: Auf welchen Wettbewerb bei der Universiade freust du dich am meisten?

FA: Ehrlich gesagt auf alle, da ich bislang noch nie Wintersport live gesehen habe. Das, was ich aus dem Fernsehen kenne, lasse ich seit London 2012 nicht mehr als Referenzwert gelten. Dort hatte ich Karten für Tischtennis und habe das Schlimmste befürchtet, da ich es bislang nur von der Mattscheibe kannte und das kaum ertragbar fand. Doch live hat es mich wirklich begeistert! Das erhoffe ich mir auch von jedem Event der Universiade, was ich jetzt live sehen darf.

In den kommenden Tagen geht der Countdown weiter. Dann stellen wir Universiade-Titelverteidigerin und Snowboarderin Selina Jörg vor.

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