Winter-Universiade: Andreas Weishäupl im Portrait

Name: Andreas Weishäupl
Sportart: Langlauf
Hochschule: Uni Passau
Studiengang: Lehramt (Deutsch und Sport)

adh: Als Langläufer spulst du im Jahr etliche Kilometer auf den Skiern ab. Wie motivierst du dich, beim Training und im Wettkampf dein Bestes zu geben?

Andreas Weishäupl (AW): Ich habe als Kind mit dem Langlaufen begonnen, weil es mir Spaß gemacht hat. Diesen Spaß an meiner Sportart konnte ich mir bis heute bewahren und das ist einer der größten Motivationsfaktoren. Um im Spitzenlangläufer bestehen zu können, sind 20 Stunden Training in der Woche und an die 10.000 Trainingskilometer von Mai bis März nötig. Dabei gibt es natürlich auch etliche Trainingseinheiten, die keinen Spaß machen. Um die „Schinderei“ dann trotzdem auf mich zu nehmen, ist es für mich wichtig, greifbare Ziele zu haben. Diese Saison ist mein Ziel, aus dem ich meine Trainingsmotivation schöpfe, die Universiade. Im Wettkampf stellt sich für mich die Frage nach der Motivation eigentlich nicht. Denn sobald man als Langläufer die Startnummer angezogen hat, gibt es eigentlich nur eine Option und die heißt laufen bis nichts mehr geht.

adh: Worauf freust du dich bei der Universiade am meisten?

AW: Als Sportler freue ich mich natürlich am meisten auf meine Wettkämpfe. Aber ich glaube auch das Flair bei einer Universiade ist etwas ganz Besonderes: Egal ob Eröffnungsfeier oder das Zusammentreffen mit anderen Sportarten machen die Universiade zu einer ganz besonderen Veranstaltung.

adh: Dein sportliches Vorbild ist Tobias Angerer. Was fasziniert dich an ihm?

AW: Zum einen ist Tobi natürlich sportlich ein großes Vorbild. Er hat fast alles gewonnen, was man im Langlauf gewinnen kann. Zum anderen ist er auch menschlich ein super Typ. Er ist absolut bodenständig und auch zu uns Nachwuchssportler immer freundlich und zuvorkommend war.

adh: Neben deinem Sport und dem Studium stehst du auch noch als Übungsleiter an der Strecke. Was möchtest du den Langlauf-Anfängern in deinem Training vermitteln?

AW: Leider bin ich in letzter Zeit nicht mehr so häufig dazu gekommen. Wenn es aber die Zeit zulässt leite ich sehr gerne ein Kinder- und Jugendtraining beim WSV DJK Rastbüchl. Die Kinder sind toll zu motivieren, für neue Dinge offen und Verbesserungen beziehungsweise Ratschläge setzten sie sehr schnell um. Neben den langlaufspezifischen Fähigkeiten ist es mir vor allem wichtig, den Kindern und Jugendlichen den Spaß am Ausdauersport zu vermitteln und sie so langfristig daran zu binden.

adh: Du studierst Sport und Deutsch auf Lehramt. Warum möchtest du Lehrer werden?

AW: Für mich stand fest, dass mein Beruf irgendetwas mit Sport zu tun haben muss. Ich arbeite sehr gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammen und ich glaube auch, dass man Schüler für viele Dinge begeistern und motivieren kann, wenn man es nur richtig macht – sogar für den Deutschunterricht. Gerade als Sportlehrer erhoffe ich mir, meine Freude am Sport weitergeben zu können.

adh: Was würdest du machen wenn du bei der Universiade eine Medaille gewinnst?

AW: Zuerst würde ich vor Freude ausrasten und am Abend könnte ich mir gut vorstellen, dass ich eine Runde Weißbier für das gesamte Team ausgebe! ;-)

Damit endet unser Countdown für die Winter-Universiade 2013 im Trentino. Das Organisationsteam und die Aktiven machen sich nun auf den Weg nach Italien. Von da aus berichten wir täglich ab dem 11. Dezember 2013. Wie bereits bei der Sommer-Universiade in Kazan, wird Eurosport in diesem Jahr auch live aus dem Trentino berichten. Ausführlicher als jemals zuvor übertragen die Sender Eurosport und Eurosport2 mehr als 75 Stunden von den Wettkämpfen. Die umfangreiche Live-Berichterstattung konzentriert sich dabei auf Ski Alpin, Langlauf, Nordische Kombination, Skispringen, Biathlon, Snowboard, Short Track und Eishockey. Weitere Infos gibt es hier.