Was macht eigentlich… Jürgen Pfister?

Vom adh-Bildungsreferat in die Spitze des Personalmanagements – Nach der ersten Festanstellung 1978 beim adh, blickt der Organisationsberater und Interimsmanager heute auf Erfahrungen in zahlreichen bekannten Unternehmen zurück. Jürgen Pfister hat seinen Weg gefunden. Der ehemalige Jugend- und Bildungsreferent des adh zeigt, dass es sich lohnt, seine Ziele selbstbewusst zu verfolgen und auch vor beruflichen Neuorientierungen nicht zurückzuschrecken.

Seinen ersten Kontakt mit dem Hochschulsport machte Jürgen Pfister während seiner Studienzeit an der Universität Frankfurt. Nach einem sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Studium entschied sich der damals 19-Jährige dazu, zusätzlich Sport und Politik auf Lehramt zu studieren. Währenddessen arbeitete er nicht nur an einem Modellversuch zur Entwicklung eines Curriculums für das Leistungsfach Sport mit, sondern engagierte sich auch als Übungsleiter im Hochschulsport.  Gemeinsam mit seinen Kommilitonen setzte er sich dafür ein, allen Hochschulangehörigen den Zugang zu den vielfältigen Sportangeboten der Hochschule zu erschließen – insbesondere vermeintlich weniger sport- und bewegungsbegabten Menschen.

Die Arbeit des adh lernte Pfister erstmals 1978 kennen und schätzen, als er am internationalen Skicamp teilnahm, das der adh gemeinsam mit dem Internationalen Studentenbund organisierte. Ein Kontakt mit Folgen – noch während seines Lehramtstudiums wurde er als Jugend- und Bildungsreferent eingestellt, mit vielen positiven Auswirkungen auf sein späteres Berufsleben: „Während meiner Zeit als adh- Jugend- und Bildungsreferent habe ich vor allem Selbstbewusstsein, Teamwork und die Bedeutung von Organisationskultur gelernt, aber auch wertvolle Erfahrungen im Change Management und Organisationsentwicklung gesammelt“, erzählt der ehemalige adh‘ler. Noch heute ist er dankbar für die Chance, aufbauend auf seinen Vorerfahrungen, Stärken und Neigungen etwas zu bewegen, und für das große Vertrauen, dass ihm entgegen gebracht wurde. „Beim adh konnte ich meine eigenen Ideale und Wertvorstellungen stets mit Rücken- statt Gegenwind der Organisation durchsetzen“, weiß Pfister um die Vorzüge des gemeinnützig arbeitenden Verbandes. Noch heute schätzt er die kollegiale und solidarische Kultur der Zusammenarbeit sowie die nicht korrumpierbare Werten und den fairen und integrativen Sportbetrieb.

Doch wie kam der Wechsel in die Personalabteilungen der freien Wirtschaft? „Als Bildungsreferent war es immer mein Ziel, die verbandlichen Aufbau- und Ablaufstrukturen so zu gestalten, dass die Stärken der einzelnen Akteure optimal zur Geltung gebracht und somit auch die Leistungserbringung der Organisation insgesamt verbessert werden konnte“, erklärt Pfister. Diesem Interesse folgte der heutige HR-Berater dann auch, als er 1986 – auf Grund der dort höheren Nachfrage nach Personal- und Organisationsentwicklung – in die Privatwirtschaft wechselte. Und er hatte Erfolg damit! Seine Karriere als Personalmanager in der freien Wirtschaft begann als Werkpersonalleiter der Firma Mars in Viersen. Ihre Fortsetzung fand sie dann in zunehmend größer werdenden Verantwortungsbereichen in zahlreichen namhaften Unternehmen der Konsumgüter- und Pharmaindustrie, des Handels und der Metallindustrie. Unter anderem war er Vice President Corporate Human Resources der Metro AG in Düsseldorf und hielt die Position des President Human Resources bei der Drägerwerk AG & Co. KGaA in Lübeck inne. Dabei motiviert Pfister bei seiner Arbeit vor allem „das Gefühl der Wirksamkeit, das sich einstellt, wenn eine Organisation so weit entwickelt ist, dass Menschen sich mit ihren Stärken einbringen und vorbehaltlos zusammenarbeiten, um die Leistungserbringung zu optimieren.“

Seit Oktober 2012 ist Pfister als Interimsmanager und Organisationsberater selbstständig und hält zum adh noch heute engen Kontakt: „Während meiner dreijährigen Tätigkeit beim adh habe ich viel gelernt fürs Leben und habe jeden einzelnen Tag dieser Tätigkeit genossen. Da liegt es auf der Hand, dass ich mich dem Verband bis heute verbunden fühle.“