04.12.2008 | Kategorie: Tagung , International , 2013

Wahlen bei der EUSA-Vollversammlung in Paris

Die zehnte „General Assembly“ des europäischen Hochschulsportverbandes fand am Nikolauswochenende in Paris statt. In der beeindruckenden Atmosphäre der wohl historisch bedeutendsten Stadt des universitären Sports gab Verbandspräsident Alberto Gaultieri einen Rückblick auf das vergangene sowie einen Ausblick auf das kommende Jahr mit den zu meisternden Neuerungen, Aufgaben und Verpflichtungen.

Versammlungsleiter und FISU Vizepräsident Stephan Berg würdigte die imposante Entwicklung und schnelle Etablierung des noch jungen Verbandes. Aufgrund der steigenden Zahl der Mitgliedsverbände wurde die Zahl der Exekutivkomitee Mitglieder von elf auf dreizehn erhöht. Aitor Canibe Sanchez aus Spanien und Otmar Kugovnik aus Slowenien wurden von der Vollversammlung gewählt und sitzen somit gemeinsam mit dem adh-Generalsekretär Olaf Tabor in diesem Gremium.

Auch die studentische Mitbestimmung scheint sich als ein stabiler Faktor auf der internationalen Ebene zu manifestieren. Adh-Vorstandsmitglied und Sprecherin der „Student Commission“ Iris Olberding stellte die bisherige Arbeit und die Ziele für die Zukunft vor. Zentrale Rolle wird weiterhin das Volunteerprogramm sein. Studierenden Europas wird so die Möglichkeit gegeben, an internationalen Universitätssportmaßnahmen als freiwillige Helfer wertvolle Eindrücke zu sammeln und mit den vielfältigen Erfahrungen aus ihren lokalen Hochschulsporteinrichtungen den Veranstaltern tatkräftig zur Seite zu stehen. Neu ist der Fotowettbewerb, an dem jeder teilnehmen und seine Bilder von Europäischen Hochschulmeisterschaften der Jury zuschicken kann. Den Gewinnern winken lukrative Preise. Allgemein ist die hohe studentische Beteiligung der Mitgliedsverbände an diesem Wochenende erfreulich gewesen.

Ein sehr belebender Tagespunkt war die Vergabe des Fair-Play-Awards. Peter Baars und Pepijn Lochtenberg (Universität Vrije) aus Holland hatten bei der Europameisterschaft im Beachvolleyball Losglück und erhielten in der ersten Runde ein Freilos. Durch diese Wer-tung standen sie eigentlich bereits im Winners Bracket. Da sie ihr Leistungsvermögen realistisch einschätzten und keine Chance sahen, um den Titel mitzuspielen, stellten sie ihren Platz ambitionierteren Teams zur Verfügung. Die sympathischen Holländer versuchten ihr Glück dann in der Loosers Bracket und verabschiedeten sich ohne Sieg aus dem Turnier. In ihrer kurzen Danksagung hoben sie die angenehme Atmosphäre auf den Veranstaltungen der EUSA hervor und genossen sichtlich das Wochenende in Paris.

Der Abschlussabend auf dem Boot „Le Paris“ bescherte allen beteiligten noch einmal eine außergewöhnliche Perspektive auf die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Nach der dreistündigen Tour auf der Seine ließen die Teilnehmer das ereignisreiche Wochenende im weihnachtlichen Paris ausklingen.

Zur Vollversammlung im kommenden Jahr lädt der Zentrale Hochschulsportausschuss Österreichs nach Wien ein und stellt somit einen würdigen Rahmen für das zehnjährige Jubiläum des Verbandes.