Vorstandsitzung in Münster - Pausenexpress, Generationswechsel, Campus Liga...

Im Vorfeld der Vollversammlung tagte der adh-Vorstand in Münster. Zu Gast war Brigitte Göbbels-Dreyling, stellvertretende Generalsekretärin der Hochschulrektorenkonferenz.

Diskutiert wurden unter anderem der anstehende Generationswechsel im Hochschulsport sowie ein Konzept zur bundesweiten Einführung des Pausenexpress. Weitere Themen waren die Universiaden 2011, die künftige Kooperation zwischen adh und NADA, die Duale Karriere sowie die Campusligen.

Pausenexpress wird aus DOSB-Innovationsfonds gefördert

Bei der diesjährigen Perspektivtagung des adh wurde der Potsdamer „Pausenexpress“ den Vertreterinnen und Vertretern der adh-Mitgliedshochschulen als Best-Practice-Beispiel vorgestellt. Aufgrund der positiven Resonanz aus der Mitgliedschaft beurteilte der adh das Potenzial für die bundesweite Einführung dieses Konzepts zur aktiven Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz als ausgesprochen gut. Um die bundesweite Einführung des Konzepts „Pausenexpress“ professionell  und umfänglich begleiten zu können, bewarb sich der adh um den DOSB-Innovationsfonds 2010. Der Präsidialausschuss Breitensport/Sportentwicklung beurteilte das Projekt als höchst förderwürdig und unterstützt es mit 6.000 Euro. Durch diese Mittel können ab Dezember verschiedene Maßnahmen begonnen werden, die der Einführung des bereits an vier Hochschulen erfolgreich eingesetzten Konzepts dienen. Koordiniert werden die weiteren Schritte von der Universität Potsdam, einem Arbeitskreis und der adh-Geschäftsstelle. „Der Pausenexpress dient dem Stressabbau, der Klimaverbesserung im Arbeitsumfeld und letztlich sogar dem Arbeitsschutz und könnte zu einem wichtigen Aktionsfeld des Arbeitskreises gesundheitsfördernde Hochschulen werden. Wir freuen uns sehr, mit diesem Angebot zur Gesundheitsförderung an der eigenen Hochschule zur Profilbildung beitragen zu können“, so Vorstandsmitglied Dr. Arne Göring.

Gesamtkonzept „Generationswechsel“ vorgestellt

Um den anstehenden Generationswechsel im Hochschulsport zu begleiten, hat der Ausschuss für Chancengleichheit und Personalentwicklung (ACPE) in Anlehnung an den Strukturierten Dialog des DOSB ein ganzheitliches Konzept entwickelt, das Vorstandsmitglied Daniela Hoyer vorstellte. Unter anderem sind eine Seminarreihe für Mitarbeitende im Hochschulsport, die Interesse an Leitungsstellen haben, sowie verstärkte Lobbyarbeit im Hinblick auf die Ausschreibung von Nachfolgestellen im Hochschulsport geplant. „Alle Maßnahmen werden offen kommuniziert, um interessierte Nachwuchskräfte zu rekrutieren und zu unterstützen. Gleichzeitig ist es außerordentlich wichtig, die derzeitigen Hochschulsportleitungen und Landes- und Regionalkonferenzen in den Prozess einzubinden, um sie einerseits für die Thematik zu sensibilisieren und andererseits in ihrer Arbeit vor Ort zu unterstützen“, erläuterte Daniela Hoyer.

Kooperation mit NADA

Ab Januar 2011 kooperiert der adh in einem Pilotprojekt mit der NADA und der DIS: Bei Dopingvergehen wird das Ergebnis- und Sanktionsmanagement künftig über beide Partner gelöst. Die NADA übernimmt für den adh die Verfahrensabwicklung bei der Meldung eines Dopingvergehens, das im Zuständigkeitsbereich des adh liegt. Der finale Sanktionierungsschritt wird vom Deutschen Sportschiedsgericht (DIS) vorgenommen. Betroffen sind Veranstaltungen im nationalen Bereich bei der freiwilligen Durchführung von Dopingkontrollen sowie im internationalen Bereich, bei denen Bundesmittel für die Finanzierung eingesetzt werden. „Wir hoffen, dass künftig – wie auch in der Vergangenheit – weder bei nationalen noch internationalen Wettkampfveranstaltungen Dopingfälle auftreten. Gleichzeitig haben wir mit diesem Verfahren im Kampf gegen Doping Partner an unserer Seite, die für Unabhängigkeit, Glaubwürdigkeit und höchste Professionalität stehen“, sagt der adh-Vorstandsvorsitzende Nico Sperle.

Optimierung der Studienbedingungen für Spitzensportler


Wie können Spitzensport und Studium künftig noch besser vereinbart werden? Diese Frage war Gegenstand einer Gesprächsrunde bei Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, zu der Vertreter der Hochschulleitungen, des DOSB, der Olympiastützpunkte, der KMK, Experten des Arbeitsfeldes, Aktivensprecher und der adh-Vorstandsvorsitzende Nico Sperle eingeladen waren. „Trotz der Vereinbarungen zur Dualen Karriere treten immer noch Probleme bei Hochschulzulassung und Studienorganisation für studierende Kaderathleten auf. Es wurde deshalb im Rahmen des Gesprächs vereinbart, Best Practice-Beispiele zusammenzustellen und eine Task Force für Problemfälle einzurichten. Wir werden uns an diesen Stellen intensiv einbringen und uns für die nachhaltige Verbesserung der Studienbedingungen für Spitzensportlerinnen und -sportler einsetzen“, so Sperle.

Deutsches Team der Winter-Universiade in Erzurum nominiert

Die 25. Winter-Universiade findet vom 27. Januar bis 6. Februar 2011 in der ostanatolischen Metropole Erzurum statt. Nach mehreren Inspektionsbesuchen sind die deutschen Funktionsträger, die sich bereits vor Ort ein Bild vom hohen Organisationsniveau und den hervorragenden Sportstätten machen konnten, fest davon überzeugt, dass die Winter-Universaide 2011 in der Türkei ein großer Erfolg für den internationalen Hochschulsportverband (FISU) und die teilnehmenden Nationen wird. Die Planungen und Vorbereitungen auf deutscher Seite nehmen deutliche Formen an. Der adh erwartet aktuell ein rund 45köpfiges Gesamtteam, das in den Sportarten Curling, Eiskunstlauf, Freestyle, Ski Alpin, Ski Nordisch und Snowboard vertreten ist.

In der Sitzung nominierte der Vorstand die ersten Aktiven. Die zweite und abschließende Nominierung erfolgt am 20. Dezember 2010. Bis dahin werden die Aktiven ihre Nominierungswettkämpfe abgeschlossen haben, sodass auf einer fundierten Grundlage über die Universiade-Teilnahme entschieden werden kann. Die Meldung der deutschen Studentinnen-Nationalmannschaft Curling steht bereits fest. Das fünfköpfige Team (Anne-Christine Barthel/University of Kansas, Ann Kathrin Bastian/HS BaWü Karlsruhe, Franziska Fischer/HS München, Josephine Obermann/HS Konstanz und Pia-Lisa Schöll/Uni Mannheim) wird bei der Vergabe der Medaillen in Erzurum ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Selina Jörg (FH Ansbach), Viertplatzierte im Snowboard PGS bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver, konnte ebenfalls frühzeitig nominiert werden, da sie bereits zum Weltcup-Auftakt einen hervorragenden 6. Rang verbucht hat und somit nahtlos an ihre erfolgreiche Olympiasaison anknüpfen konnte. Weitere Informationen zum Universiade-Team folgen in Kürze.

Vorbereitungen für die Sommer-Universiade 2011 in Shenzhen starten

Nachdem in den vergangenen Monaten mit nahezu allen zuständigen Fachverbänden der Sommer-Universiade Sportarten 2011 entsprechende Planungsgespräche geführt wurden, kann aktuell davon ausgegangen werden, dass in insgesamt 17 Sportarten studierende Spitzensportlerinnen und -sportler auf die Universiade orientiert werden können. Um eine angemessene Berücksichtigung aller Sportarten sowie sportfachlich sinnvolle Teamzusammensetzungen in den einzelnen Sportarten herstellen zu können, verabschiedete der adh-Vorstand ein Nominierungskonzept, das adh-Sportdirektor Thorsten Hütsch vorgestellt hatte. Die detaillierten Nominierungskriterien werden derzeit von den Disziplinchefinnen und -chefs entwickelt und bis zum 31. Dezember 2010 veröffentlicht.

Campus Liga – verbesserter Service im nächsten Jahr

Was in den 90er Jahren als Fußballspielrunde an verschiedenen Hochschulstandorten begann, heißt heute Campus-Liga. Inzwischen kicken Hochschulsport-Teams bundesweit um die internen Meistertitel. In der Vorstandsitzung berichtete Generalsekretär Olaf Tabor von den Planungen zur nächsten Saison. Für 2011 wird die Durchführung eines Abschlussevents nach Beendigung der lokalen Ligen angestrebt. Außerdem wird der Kooperationspartner UniLiga GmbH ein neues Website- und Administrationstool programmieren, das erweiterte Funktionen beinhaltet und von den Mitgliedshochschulen weiterhin kostenfrei genutzt werden kann.