08.12.2009 | Kategorie: Bildung , TopNews

Theorie und Praxis der Eventorganisation in Münster

Am 04. und 05. Dezember 2009 trafen sich im Rahmen des 43. Nikolausturniers in Münster 16 Sportreferentinnen und Sportreferenten aus elf adh-Mitgliedshochschulen zum Seminar "Organisation von Sportevents".

Die meisten Teilnehmenden verfügten bislang über eher wenig Erfahrung im Eventbereich. Sie wollten daher die Gelegenheit nutzen, nicht nur theoretischen Input zu bekommen, sondern auch dem Organisationskomitee des traditionellen Nikolausturniers in Münster über die Schulter zu schauen.

Mit Jörg Förster aus Hamburg konnte der adh einen eventerprobten Hochschulsportkollegen als Referenten gewinnen. Allein 20 Deutsche Hochschulmeisterschaften, die Studierenden Weltmeisterschaft Beachvolleyball und die Europäische Hochschulmeisterschaft Volleyball hat er seit 2003 für den Hochschulsport Hamburg verantwortet.

In der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema Event kann er inzwischen neun Semester Lehrtätigkeit an der Universität Hamburg und der
Macromedia Universität Hamburg vorweisen und hat neben anderen Veröffentlichungen in dieser Zeit gemeinsam mit Prof. Dr. Hebel-Seeger ein umfangreiches Buch zum Eventmanagement und Marketing im Sport herausgegeben.

Die Teilnehmenden erhielten in den knapp zwei Tagen, orientiert am Ausrichterleitfaden des adh, einen intensiven Einblick in die grundlegenden Fragen des Managements von Sportevents. Angefangen beim Machbarkeitscheck bis hin zu konkreten Fragen in der Struktur von
Veranstaltungsorganisation reichte der Themenkatalog am ersten Seminartag. In zwei Gruppenarbeitsphasen konnten die theoretischen Erkenntnisse auf eigene bevorstehende Projekte angewendet werden. Die Gruppenergebnisse wurden dann jeweils im Plenum präsentiert und intensiv diskutiert.

So dauerte der erste Seminartag bis 21 Uhr und anschließend hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch die Gelegenheit, das OK des Nikolausturniers mit Fragen zu löchern. Tim Seulen und Team erwiesen sich trotz der fortgeschrittenen Zeit als geduldige „Experten“ und standen bereitwillig Rede und Antwort. Dennoch startete die Gruppe am Samstag um 8:45 Uhr pünktlich in den zweiten Seminartag, der von Steffen Wenzel (TU Berlin) eröffnet wurde. Steffen ist Mitglied im Sportreferateausschuss und erläuterte den Seminarteilnehmenden die wesentlichsten Punkte der Wettkampfordnung. Danach wurden nach dem Muster des Vortages, theoretischer Input => konkrete Anwendung auf eigene Projekte => Diskussion im Plenum, Fragen zur Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring und Besonderheiten von Wettkampfsportveranstaltungen im Hinblick auf Material, Sicherheitsfragen und natürlich auch Dopingprävention diskutiert.

Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: "Tolles Seminar, sehr viel nützlicher Input in leider sehr knapper Zeit", aber Jörg Förster hatte noch ein Bonbon für die Teilnehmenden: Die zahlreichen Checklisten und Beispiele werden der Gruppe online zur Verfügung gestellt und die Interviews mit Eventexperten zu verschiedensten Fragen des Eventmanagements stehen auf der Webseite www.eventmanagementimsport.de als Podcasts zum Download bereit.