28.11.2014 | Kategorie: Studis , Tagung , 2014 , National

Sportreferate-Seminar zum internationalen Hochschulsport

International denken, international agieren. Dies stand beim diesjährigen Sportreferate-Seminar in Augsburg im Fokus. Vor Ort waren Hester de Vries aus den Niederlanden und Jörg Förster (FU Berlin).

„Unser gesamter Verband ist ehrenamtlich strukturiert. Hauptberufliche Mitarbeitende haben wir nicht“, sagte Hester de Vries. Mit der Aussage sorgt die Beraterin für internationale Aufgaben des niederländischen Hochschulsportverbandes für Aufsehen unter den Teilnehmenden des Sportreferate-Seminars. Mit dem Einblick in den Hochschulsportverband des Nachbarlandes erhielten die Sportreferentinnen und Sportreferenten interessante Informationen über die Arbeit der internationalen Kolleginnen und Kollegen. So ist nicht nur der tägliche Betrieb in den Niederlanden anders organisiert, auch die Strukturen im Vorstand und den Gremien ist im Vergleich zu der Arbeit im adh unterschiedlich. „Bei uns wechseln die Mitglieder des Vorstandes und der Gremien jährlich. Natürlich ist es immer eine Herausforderung, die neuen Studierenden einzuarbeiten. Allerdings erhalten wir so jedes Jahr neue Ideen“, erklärte de Vries. Nur bei der Vertretung in politischen und internationalen Gremien setzt der Hochschulsportverband der Niederlanden auf Kontinuität und mehrjähriges Engagement. Anders sei eine Interessenvertretung kaum möglich, so die niederländische Referentin.

Neben de Vries blickten die Teilnehmenden auch auf erfolgreiche Internationalisierungsstrategien deutscher Hochschulen. Jörg Förster, Leiter des Hochschulsports der Freien Universität Berlin und adh-Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, stellte das Konzept seiner Hochschule vor. Beginnend bei der Gründungsgeschichte der Freien Universität nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, legte Förster seinen Fokus vor allem auf die allgemeinen Leitbilder und Grundsätze der verschiedenen Hochschulen. „Internationalisierung ist ein Megathema und eine Querschnittsaufgabe. Orientiert euch bei der Arbeit im Hochschulsport an den Leitbildern und Strategien eurer Hochschulen. Stellt euch die Fragen: Wo kann ich andocken? Welche Kooperationen gibt es schon? Wie kann der Hochschulsport dadurch international agieren?“, gab Förster Tipps für die individuelle Internationalisierungsstrategie der einzelnen Hochschulsportstandorte der Teilnehmenden. In gemeinsamen Gesprächen und Diskussionsrunden setzten sich die Sportreferentinnen und Sportreferenten mit den Fragen Försters auseinander. Dabei entwickelten die jungen Teilnehmenden eigene Ansätze und trugen diese zusammen.

Abschließend berichteten Juliane Bötel (TU Dresden) und Xenia Melnikov (Uni Halle) von ihren Erfahrungen auf dem internationalen Parkett. Beide Studentinnen engagierten sich als freiwillige Helferinnen bei einer internationalen studentischen Wettkampfveranstaltung. Dabei lernten Bötel und Melnikov die Strukturen im Ausland kennen und trafen Sportlerinnen und Sportler aus Europa und der ganzen Welt.

So blickten die Sportreferentinnen und Sportreferenten über den Tellerrand hinaus. Sowohl in der nationalen als auch im Feld der internationalen Arbeit nahmen die Teilnehmenden spannende Ansätze und Ideen mit aus Augsburg.