16.03.2021 | Kategorie: 2021 , Aus den Hochschulen , Corona

Ruderer trotzen mit "Lockdown Challenge" der Pandemie

Dass die Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen nicht nur den Spitzen- und Breitensport, sondern auch die Aktivitäten des Hochschulsports gehörig durcheinanderwirbelt hat, ist bekannt.

Viele Standorte haben daher mit einem umfangreichen digitalen Angebot, das auch die aktuellen Schnupperwochen des adh unterstützt, reagiert. Zahlreiche lokale innovative Ansätze runden das Bild ab.

Eine davon haben die beiden Studierenden an der Philipps-Universität Marburg, Cirstin Mellen und Daniel Otto, vergangenen Februar mit einer Ruder-Challenge initiiert, an der sich insgesamt Ruderer von acht Teams verschiedener Hochschulen beteiligt haben.

Beide Aktiven vom Marburg Uni-Rowing wollten ein Angebot zur Bewegung schaffen, da derzeit weder Anfängerkurse und somit die Ausbildung im Ruderboot möglich ist, noch die bereits bestehenden Teams mit individuellem Lauf- oder Video-Chat-Zirkeltraining weiter motiviert werden konnten.

Denn es fehlte vor allem das Miteinander, das den Zusammenhalt stärkende Element, das Mellen und Otto mit der „Lockdown Challenge“ schaffen und so den Wettkampfgeist der Uni-Ruderteams wieder wecken wollten.

 

Im Rahmen der Kontaktbeschränkungen und Hygienebestimmungen wurden sechs „Challenges“ ausgeschrieben, die in 4 Wochen von den Teams absolviert werden mussten. Laufen, Radfahren und Ergometer-Rudern über unterschiedliche Distanzen standen im Mittelpunkt. Zusätzlich wuchsen die Studierenden bei Liegestützen und Planks über sich hinaus. Das Höhenmeter-Sammeln stellte gerade die norddeutschen Teams vor Herausforderungen, wurde aber beim Treppenlaufen kreativ umgesetzt.

Insgesamt war die Resonanz beeindruckend: 120 Teilnehmende von acht Mannschaften zählte die Lockdown-Challenge, die während der vier Wochen andauernden Herausforderung über soziale Netzwerke und Tracking-Apps in regem Austausch blieben.

Am Ende entschied das Kasseler-Universitäts-Ruder-Team den Vergleich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen für sich. Rang zwei ging an die Auswahl aus Münster, der geteilte dritte Platz an die Mannschaften aus Bremen und Kiel.

 

„Der organisatorische Aufwand hat sich gelohnt“, zieht Daniel Otto ein positives Resümee. „Die Teilnehmenden der Challenge haben ihre Wettkampflust wieder entdeckt und sind positiv gestimmt, sich bei der diesjährigen Deutschen Hochschulmeisterschaft kennenzulernen.“