Prävention geht nur gemeinsam - 5. Forum „Gegen sexualisierte Gewalt im Sport “

adh-Vertreterinnen Kirsten Stegemann und Laura Hofsommer nahmen am 5. Forum "Gegen sexualisierte Gewalt im Sport" teil. Im Austausch erhielten sie spannende Informationen.

In der Hannoveraner Nordstadt kamen am 25. November 2014 zum 5. Fachforum „Gegen sexualisierte Gewalt im Sport“ viele Interessierte und Engagierte aus den verschiedenen Bereichen des Sports zusammen. Für den adh nahmen an dieser Veranstaltung Kirsten Stegemann, adh-Vorstandsmitglied für Chancengleichheit und Personalentwicklung, und Laura Hofsommer, Mitglied des gleichnamigen Ausschusses, teil.

Die Begrüßung aller Teilnehmenden erfolgte durch den Ressortleiter Jugendarbeit im Sport der Deutschen Sportjugend, Peter Lauterbach. Im Anschluss hielt Reinhard Rawe, Direktor des Landessportbundes Niedersachsen, sein Grußwort zur Veranstaltung. Für den organisierten Sport sei es unerlässlich, sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen anzunehmen, so Rawe. Weiter hieß es, der Sport hätte eine Möglichkeit, die Gesellschaft zu ändern.

Im Fachvortrag des Forums stellten Thomas Krützberg, Dezernatleitung  für Familie, Bildung und Kultur der Stadt Duisburg und Christoph Gehrt-Butry, vom Stadtsportbund Duisburg dar, wie eine gelungene Zusammenarbeit zwischen öffentlichem Träger und Stadtsportbund auf Grundlage des Bundeskinderschutzgesetzes aussehen kann. Dabei betonten beide, wie bedeutsam ein gemeinsamer Austausch sei.  Die Kooperationen vor Ort sei dabei eine wichtige Maßnahme zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt, erklärten die Referenten.

Im Anschluss präsentierten der Landessportbund und die Sportjugend Niedersachsen Ihr auf zehn Jahre angelegtes Projekt "Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt im Sport: Prävention, Intervention, Handlungskompetenz". Expertinnen und Experten des Kinder- und  Jugendschutzes begleiten inhaltlich das Projekt. Vor Ort fungieren Tandems, bestehend aus einer Fachberatungsstelle der Region und einer Person aus dem organisierten Sport, als Ansprechpersonen für Prävention und Intervention in den einzelnen Sportvereinen.

Im zweiten Teil des Forums konnten die Teilnehmenden zwischen sechs verschiedenen Workshops wählen. Im Workshop "Schweigen schützt die Falschen – Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport in Nordrhein-Westfalen“ stellten Dorota Sahle, vom Landessportbund NRW, und Dr. Bettina Rulofs, von der Deutschen Sporthochschule Köln, ihre wissenschaftlich begleitete Pilotphase zur Implementierung von Schutzkonzepten anhand von Qualitätsstandards in Sportvereinen in Nordrhein-Westfalen vor. Obwohl die wissenschaftliche Begleitforschung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist, wurde deutlich wie wichtig Handlungsempfehlungen und Qualitätsstandards zur Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt im Sport sind. Sahle und Rulofs bestätigten dabei den Weg des adh. Der ACPE arbeitet an einem Handlungsleitfaden für alle Hochschulsporteinrichtungen zur Festlegung bestimmter Standards rund um die Prävention sexualisierter Gewalt. Ausschussmitglied Laura Hofsommer wird die gewonnen Erkenntnisse aus dem Forum mit in die Erarbeitung dieses Leitfadens nehmen.

So bot das Forum „Gegen sexualisierte Gewalt im Sport“ wieder einen guten Rundumblick mit Hilfe dessen Kirsten Stegemann, Laura Hofsommer und der gesamte ACPE das Themenfeld Prävention weiterhin nach vorne bringen können.