Daniel Cöster

13.07.2010 | Kategorie: DHM , Wettkampf , Rudern , National , 2010

Hitzeschlacht auf dem Maschsee

Zeitgleich mit der Tour de France fand bei heißen Temperaturen ähnlich einer schweren Pyrenäen-Bergetappe vom 02. bis 04. Juli 2010 die Deutsche Hochschulmeisterschaft Rudern in Hannover statt.

Doch während die Frankreichrundfahrt ihren einstigen Ruhm in den vergangenen Jahren stark eingebüßt hat, erfreut sich die DHM-Rudern nun schon seit Jahren an qualitativ und quantitativ hochwertigen Meldefeldern.

DHM Rudern zum dritten Mal in Hannover

In diesem Jahr trafen sich die studentischen Ruderer zur 63. Hochschulmeisterschaft im Rudern auf dem Maschsee in Hannover. Damit ist die Landeshauptstadt Niedersachsens nach 1997 und 1998 bereits zum dritten Mal Ausrichter der DHM Rudern.

Quantitavive sowie qualitative Teilnahmen

In 99 Rennen wetteiferten 399 Aktive von 42 verschiedenen Hochschulen um die Hochschulmeistertitel auf der von Leibniz-Universität und Hannoverschen Regattaverband organisierten Veranstaltung. Insgesamt waren mehr als 100 engagierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, Kampfrichterinnen und Kampfrichter sowie Offizielle vor Ort, um einen reibungslosen Ablauf für 215 Boote zu gewährleisten. Als Infrastruktur mit Regattabüro, Aufenthaltsräumen, Verpflegung, Umkleiden, Waage und Multifunktionsarena standen das Schülerbootshaus und der Hannoversche Ruderclub Angaria zur Verfügung. Wer nicht im Hotel unterkommen wollte, konnte im 5km entfernten Hochschulsportzentrum der Universität sein Luftmatratzenlager aufschlagen. Dieser Standort zeichnete sich auch durch seine unmittelbare Nähe zum Bootshaus der Angaria aus.

Top organisiert

Die ersten Vorläufe der Regatta fanden bereits Freitagabends statt. Hier zeigten sich das Organisationsteam flexibel und verlegten alle Rennen um eine Stunde, da viele Bootstransporte im Stau um Hannover feststeckten. Dank dieser Verlegung konnten alle gemeldeten Boote zu ihren Vorläufen erscheinen.

Highlights vom Samstag

Samstags wurden die ersten Hochschulmeisterinnen und -meister gekrönt. Wer sich an diesem Tag die Meldeergebnisse oder Ergebnislisten der Veranstaltung durchschaute, konnte auch von der Qualität der Meldefelder beeindruckt werden. So waren doch nahezu alle Rennen mit amtierenden oder ehemaligen Kaderathletinnen und -athleten des DRV gespickt. Als Highlight des ersten Finaltages konnten die Rennen im Doppelvierer und Achter der Männer aufwarten. Im Doppelvierer setzte sich die Crew der Maass, Fürwentsches, Lange, Dannhauer (Uni Bremen, FH Bremen) gegen das leicht favorisierte Boot mit Krüger, Bertram, Kuhnert, Günther (WG Magdeburg) durch. Das Achterrennen, der Höhepunkt einer jeden Regatta, gewann die Heimmannschaft aus Hannover gegen erstklassige Konkurrenz der WG Hamburg. Die Siegerehrung wurde am Abend im Bootshaus der Angaria durchgeführt, welche nahtlos in die „After-Row-Party“ überging.

Favoritensiege am Sonntag

Am Sonntag standen die Verantwortlichen und Teilnehmenden schon ab 6 Uhr morgens auf der Waage ihre Frau oder ihren Mann und es wurden bei abgekühlten Temperaturen hochklassige Rennen auf dem künstlich angelegten See geboten. Der zweite Finaltag zeigte sich als Tag der Favoritensiege. Im leichten Männer Einer spielte Felix Övermann (PA Niedersachsen) seine internationale Erfahrung aus und konnte Maik Feldmann (Uni Kassel) und Marko Johann (HTW Berlin) auf die Plätze zwei und drei verweisen. Mit Claudia Mack (Uni Kiel) gewann ebenfalls die Favoritin den leichten Frauen Einer. Im Vierer-ohne der Männer setzten sich Saric, Otto, Otto, Bandel (VFH Wiesbaden, WG Bochum, WG Dortmund) gegen Nagel, Clausen, Rückbrodt, Pieper (WG Hamburg) durch. Die Titelverteidiger der WG Karlsruhe belegten in diesem Rennen den dritten Platz.

Fazit

Abschließend bleibt festzuhalten, dass sich die DHM Rudern als Spitzenevent im diesjährigen Regattakalender präsentierte. Hier konnten Spitzensport und Breitensport, verpackt in entspanntem, studentischem Flair, zusammen genossen werden.

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