28.09.2008 | Kategorie: Archiv

Head of Delegations-Meeting zur 24. Winter-Universiade 2009 in Harbin

Die 24. Winter-Universiade, die vom 18. bis 28. Februar 2009 in Harbin / China stattfindet, wird sicherlich neue Maßstäbe in der FISU-Geschichte setzen. Davon konnten sich die 20 Delegationsleiter der führenden Wintersportnationen, darunter auch adh-Sportdirektor Thorsten Hütsch, in den vergangenen Tagen im Rahmen des offiziellen Inspektionsbesuches, der vom 24. bis 28. September 2008 in Harbin stattfand, persönlich überzeugen.

Wegen seiner vielen unterschiedlichen Volksgruppen und seiner Nähe zu Russland wurde Harbin schon früher als „Tor zur Europa“ bezeichnet. Dies spiegelt sich auch heute noch in der offenen Art und Gastfreundlichkeit der Menschen wider und ist die beste Basis für eine erfolgreiche Universiadeausrichtung. Die Delegierten der nationalen Hochschulsportverbände sowie die Offiziellen der FISU bekamen diese in den vergangenen Tagen positiv zu spüren. Drei Tage lang zeigte das lokale Organisationskomitee den internationalen Gästen alle Einrichtungen und beantworteten die zahlreichen Fragen der Delegierten. Am ersten Tag standen die Sportstätten der Eissportwettbewerbe sowie das Universiadedorf in Harbin auf dem Programm. Obwohl einige Hallen noch nicht vollständig fertig gestellt sind, war schon zu erkennen, dass die Sportstätten in Harbin denen der Universiade 2007 in Turin, wo größtenteils die Olympiaeinrichtungen genutzt wurden, in Nichts nachstehen. Auch steht schon heute fest, dass alle Eissportwettbewerbe in Harbin gut besucht sein werden und im Mittelpunkt des Interesses eines begeisterungsfähigen und fachkundigen einheimischen Publikums stehen. Einen hervorragenden Eindruck macht auch das Universiadedorf, das in den Campus der Heilongjiang Universität Harbin integriert ist. Zwei große Wohnblöcke auf dem Campusgelände, das 30.000 Studierende beheimatet, werden geräumt und bieten den ca.1.500 in Harbin aktiven Sportlerinnen und Sportlern Unterkunft. Am zweiten Tag folgte die Besichtigung der Skigebiete Yabuli und Maoershan, wo die Sportarten Ski alpin, Ski nordisch, Free Skiing und Snowboard ausgetragen werden. Leider sind die Entfernungen und Fahrzeiten sehr lang. Selbst bei besten Straßenverhältnissen und eskortierten Hochgeschwindigkeitsfahrten, muss man für den Weg von Harbin nach Yabuli drei Stunden einrechnen. Daraus können bei winterlichen Straßenverhältnissen durchaus Fahrzeiten von über vier Stunden resultieren. Die Sportstätten sind ausnahmslos auf dem neusten Stand der Technik und werden beste Trainings- und Wettkampfbedingungen bieten. Auch die Entfernungen vor Ort sind sehr kurz und garantieren einen reibungslosen Ablauf. Nur schade, dass es außer dem riesigen Hotelkomplex, in dem die teilnehmenden Nationen sowie die FISU-Offiziellen und alle Serviceeinrichtungen untergebracht sein werden, in der Yabuli Skistation keine weiteren Attraktionen gibt! Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sportarten Snowboard und Biathlon sind in Maoershan Mountain noch isolierter vom restlichen Universiadegeschehen in Harbin und können sich ganz und gar auf ihre Wettkämpfe konzentrieren. Die Bedingungen dafür sind auch hier optimal. Ausnahmslos neue und hoch moderne Unterkünfte und Sportstätten lassen das Herz eines jeden Sportlers sicherlich höher schlagen. Am dritten Tag standen zahlreiche offizielle Besuche und ein straff organisiertes Touristenprogramm auf dem Plan, was von allen Offiziellen gern genutzt wurde, um sich ein weiterreichendes Bild von einer beeindruckenden Stadt und sehr freundlichen Menschen zu machen. Das Deutsche Team, das im kommenden Februar voraussichtlich mit einer Delegationsstärke von ca. 50 Personen nach China reisen wird, kann sich schon heute auf ereignisreiche und hoffentlich sportlich erfolgreiche Tage in der Provinz Heilongjiang freuen. ((Harbin-Countdown.jpg))