Gold für Junghänel und Reitz, Jasinski holt Bronze

Am Wochenende konnten deutsche Athleten weitere Medaillen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro bejubeln. Die Sportschützen Henri Junghänel und Christian Reitz gewannen Gold, Diskuswerfer Daniel Jasinski durfte sich über Bronze freuen.

Alle drei Sportler kämpften als Mitglieder der Studierenden-Nationalmannschaft in der Vergangenheit bei Studierenden-Weltmeisterschaften und Universiaden in ihren Wettbewerben.

Henri Junghänel gelingt olympischer Rekord

Der adh-Sportler des Jahres 2014 Henri Junghänel krönte seinen bisherigen sportlichen Werdegang mit der Goldmedaille am Freitag im Kleinkaliber-Liegendschießen. Zusätzlich gelang dem 28-Jährigen ein olympischer Rekord, mit dem er die Konkurrenten Kim Jonghyun aus Südkorea und den Russen Kirill Grigorjan deutlich auf die weiteren Medaillenränge verwies.

Sein Talent bewies Junghänel bereits bei den World University Championships 2014 und der Sommer-Universiade 2011. Durch zahlreiche erfolgreiche Platzierungen in den verschiedenen Disziplinen am Gewehr übernahm Junghänel zwischenzeitlich als erster Deutscher die Tabellenführung in der Weltrangliste im Kleinkalibergewehr 60 Schuss.

Dem Olympiasieg Junghänels ging eine Zitterpartie in der Qualifikation voraus: Der Maschinenbau-Absolvent der Hochschule Darmstadt drohte aus dem Finalranking zu fallen, qualifizierte sich jedoch knapp für die Endrunde. In dieser zeigte sich der Weltschütze des Jahres 2013 äußerst souverän und sicherte sich mit einer Serie herausragender Versuche verdient die Goldmedaille.

Daniel Jasinski jubelt über Bronze

Der sechste Durchgang beim Diskuswerfen wird in die olympische Geschichte eingehen – nicht nur dank Christoph Harting, der mit 68,37 Meter die Goldmedaille gewann, sondern auch wegen Daniel Jasinski. Eine Woche nach seinem 27. Geburtstag zog er zunächst als Elfter in das Finale ein und bescherte sich mit einem Wurf über 67,05 Meter im letzten Versuch nachträglich das perfekte Geburtstagsgeschenk. Dabei zeigte sich der Sportler von der TV Wattenscheid 01 nervenstark, da er vor seinem letzten Wurf von dem Esten Martin Kupper aus den Medaillenrängen befördert wurde, diesen jedoch anschließend auf Platz vier verwies.

„Es war wirklich sehr spannend! Jeder gibt sein Bestes. Und meistens fällt die Entscheidung dann erst ganz am Ende“, äußerte sich Jasinski nach dem Wettkampf auf leichtathletik.de überglücklich. Der International Management-Student startete 2011 bei der Sommer-Universiade in Shenzhen und belegte damals den 9. Platz.

Weiteres Gold beim Schießen: Christian Reitz ist Olympiasieger

Die Sportschützen erweisen sich als Medaillengarant für das deutsche Olympiateam. Schnellfeuerspezialist Christian Reitz holte bereits die dritte Goldmedaille in einer Schießdisziplin. Der 29-Jährige gewann bereits 2008 in Peking die Bronzemedaille und war auch bei den World University Championships 2010 sehr erfolgreich. Damals sicherte er sich der Student der HfPV Wiesbaden, der inzwischen Polizeioberkommissar ist, in Wroclaw Gold mit der Olympischen Schnellfeuerpistole und Silber mit der Luftpistole.

In Rio de Janeiro tankte er mit guten Leistungen in den Vorläufen Sicherheit und Selbstvertrauen. Im Finale traf Reitz fünf Mal und konnte bereits den Olympiasieg feiern, ehe Jean Quiquampoix seinen Versuch überhaupt absolvierte. Der Franzose freute sich letztlich über Silber, Bronze ging an den Chinesen Yuehong Li.

„Auch am vergangenen Wettkampfwochenende konnten sich deutsche Athleten in die Siegerlisten von Rio eintragen, die ein Teil ihrer Wettkampferfahrung bei studentischen Weltmeisterschaften und Universiaden gesammelt haben. Dies zeigt erneut, wie wichtig diese Wettbewerbe im Karriereverlauf der studentischen Leistungssportlerinnen und Leistungssportler sein können“ resümiert der adh-Generalsekretär Christoph Fischer die Erfolge der letzten Tage.