Foto: FISU

Gold für Björn Günther bei der WUC Gewichtheben

Vom 20. bis 23. September fand im polnischen Biala Podlaska die Studierenden-Weltmeisterschaft Gewichtheben statt. Björn Günther, Werkstoffwissenschafts-Student an der TU Dresden, gewann dabei im Olympischen Zweikampf bis 105 Kg die Goldmedaille.

„Der Wettkampf war schon sehr aufregend für mich,“ schaut Günther zurück. „Im Reißen galt ich zunächst als Favorit, was für mich komplett ungewohnt war, da ich international meist im Mittelfeld in dieser Disziplin liege. Dementsprechend nervös war ich vor dem ersten Versuch, der zwar erst als gültig gewertet, später aber doch noch aberkannt wurde. Zum Glück konnte ich im zweiten Anlauf die 157 kg reißen und lag so in dieser Teildisziplin schon sicher auf dem zweiten Platz.“ Im Feld der 12 Teilnehmer schaffte es einzig der Österreicher Florian Koch, mehr (nämlich 158 kg) zu reißen und sich so vor Günther zu setzen. Anschließend galt es dann im Stoßen, die Konkurrenz auf Abstand zu halten bzw. zu verdrängen. Dies gelang Günther auf überzeugende Weise mit 181 kg. Mit dem sechsten Platz hier, sicherte sich der 22-Jährige aus Dresden den Gesamtsieg im Zweikampf mit 338 kg.

Auch für die beiden Gewichtheberinnen der Deutschen Studierenden-Nationalmannschaft lief die WUC sehr gut. Für Sophia Attilo (HfPV Wiesbaden) war die WUC Gewichtheben das erste große internationale IWF Turnier. Mit einem Körpergewicht von 57,6 kg begann sie das Reißen mit 75 kg, steigerte sich auf 78 kg und scheiterte letztendlich leider an den 80 kg. Dieses Ergebnis bedeutete Rang sechs in der Teildisziplin. Im Stoßen konnte sie mit 92 kg starten und sich dann auf 96 kg steigern, verlor allerdings unglücklich die 98 kg im Ausstoß. Trotzdem reichten ihre Ergebnisse für einen guten sechsten Platz im Olympischen Zweikampf. Attilo freute sich mit 174 kg über eine neue persönliche Bestleistung: „Ich bin unglaublich glücklich mit diesen Platzierungen bei meinem ersten IWF-Tunier, da ich im Vorfeld niemals damit gerechnet hatte. Klar wäre es toll gewesen, wenn ich die dritten Versuche auch bewältigt hätte, aber diese unglaubliche Erfahrung überwiegt jeden negativen Gedanken.“

Die dritte Athletin, Lisa Marie Schweizer (Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz) startete in der Kategorie bis 63 kg. Mit drei gültigen Versuchen schaffte sie es auf 90 kg im Reißen. Leider konnte sie in der zweiten Teildisziplin den letzten Versuch nicht mehr stoßen und landete mit 105 kg auf dem sechsten Rang. Insgesamt bedeuteten diese beiden Ergebnisse allerdings mit 195 kg einen hervorragenden vierten Platz im Gesamtklassement.

Die drei Aktiven der Deutschen Studierenden-Nationalmannschaft waren sich einig: „Die Atmosphäre und die Organisation bei der WUC waren sehr gut. Alle Sportlerinnen und Sportler waren auf dem Campus untergebracht, was viele Vorteile hatte: Die Laufwege zum Essen, Training und Wettkampf waren kurz und man konnte viel vom Geschehen und den Emotionen vor Ort mitbekommen,“ freute sich Björn Günther über die guten Bedingungen. „Da die Universität ausschließlich Studiengänge anbietet, die sich auf Sport fokussieren, war auch die Resonanz bei den Zuschauern sehr hoch. Die Halle war immer gut besucht. Selbst bei meinem Wettkampf, der am letzten Tag der Studierenden-Weltmeisterschaft stattfand, war die Tribüne noch sehr gut gefüllt. Außerdem war das Publikum vor Ort sehr fair und applaudierte über jede Leistung. Dies ist nicht immer selbstverständlich, vor allem wenn man den einheimischen Sportlern die Medaille wegschnappt.“ Sophia Attilo ergänzt: „Die Helferinnen und Helfer vor Ort haben uns super empfangen und alle waren sehr bemüht. Es war eine wirklich außergewöhnliche Erfahrung für uns drei!“

Die vollständigen Ergebnis-Listen der WUC Gewichtheben finden Sie hier.