Frischer Wind in der Hansestadt – ACPE tagte in Hamburg

Der Ausschuss für Chancengleichheit und Personalentwicklung (ACPE) tagte am 17. und 18. September 2010 in Hamburg. Der hanseatische Wind wirkte erfrischend und stand günstig für die konzeptionelle Weiterentwicklung des zentralen, umfangreichen Projekts des Ausschusses für die nächsten Jahre.

Die differenzierte Begleitung des Generationenwechsels in den Mitgliedshochschulen wird zukünftig den Schwerpunkt der Arbeit des ACPE bilden.

Daniela Hoyer, Vorstandsvorsitzende des Ressorts für Chancengleichheit und Personalentwicklung, empfing die Mitglieder Ines lenze (Uni Bochum), Juri Ramcke (Uni Oldenburg), Michaela Röhrbein (Uni Hannover), Carina Matthaei (Uni Kassel) und die adh-Jugend- und Bildungsreferentin Ebba Koglin sowie Stefanie Fiebig (TU Berlin) als Delegierte des Ausschuss für Breitensport, Bildung und Wissenschaft (ABBW) in traditionsreichen Räumlichkeiten der Universität Hamburg.

Bei stürmischem Wetter ließen sich im ehrwürdigen Kaminzimmer trefflich die aus dem Umbruch des Bildungsressorts resultierenden neuen Strukturen erarbeiten. Stefanie Fiebig berichtete von den Vorhaben des ABBW und den inhaltlichen Überschneidungen mit dem ACPE, die schon jetzt konstruktiv genutzt werden – wie beispielsweise bei der Belebung und Begleitung von verschiedenen Netzwerken. Hier kann das schon bestehende Tandem-Netzwerk mit seinen gewachsenen Strukturen eine Vorbildfunktion einnehmen. Nach dem großen und erfolgreichen Netzwerktreffen aller bisherigen Projektbeteiligten im April diesen Jahres, wird der vierte Durchlauf des Mentoring-Projekts Tandem im Oktober in München seinen Abschluss finden und anschließend resümiert. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass alle sieben Mentees auf ein, für ihre berufliche und persönliche Entwicklung, positives Jahr zurückschauen können – mit sehr guten Perspektiven.

Beim erstmalig durchgeführten Projekt Tandem-Coaching wurde schon jetzt Bilanz gezogen. Das Projekt umfasst eine einjährige Begleitung von neu in die Ausschüsse gewählten Gremienmitgliedern durch ehemalige und erfahrene Gremienmitglieder. Eine leicht modifizierte Fortführung von Tandem-Coaching wird es nach den Wahlen bei der adh-VV in 2011 geben.

Als eine der zentralen Herausforderung des Verbandes und des ACPE wurde die Begleitung des Generationenwechsels in den Hochschulsporteinrichtungen – insbesondere auf der Leitungsebene – identifiziert. Im Rahmen des Projekts „Förderung von Frauen für Leitungspositionen des Hochschulsports“, unterstützt durch den DOSB-Innovationsfonds 2009, hat die adh-Geschäftsstelle eine Analyse der Hochschulsport-Mitarbeitendenstruktur der adh-Mitgliedshochschulen durchgeführt. Die Ergebnisse demonstrieren innerhalb der nächsten zehn Jahre eine bundesweit erhebliche altersbedingte personelle Veränderung in Hochschulsporteinrichtungen. Eine Zusammenfassung der Studie erscheint in Kürze im Magazin hochschulsport 3/2010.

Der ACPE entwickelte, nach hervorragender konzeptioneller Vorarbeit der AG „Frauen in Führung“ unter Mitarbeit von Doris Schmidt (TU Berlin) und Nora Wieneke (Uni Lüneburg), ein umfassendes Personalentwicklungskonzept für die nächsten Jahre. Auf Grund von finanziellen und personellen Beschränkungen muss nun eine Priorisierung der einzelnen Bausteine vorgenommen werden. Die Ergebnisse, innovativen Vorhaben und die möglichen zukünftigen Angebote des adh für seine Mitgliedshochschulen werden beim Hauptamtlichentreffen im Rahmen der Vollversammlung in Münster vorgestellt.