25.03.2014 | Kategorie: Tagung , International , 2014 , TopNews

FISU-Forum als voller Erfolg

Mit vielen neuen Kontakten, Ideen und Erfahrungen im Gepäck reiste die deutsche Delegation am Samstag, 22. März 2014, vom FISU-Forum ab. Sechs Tage lang tauschten sich die vier deutschen Vertreterinnen und Vertreter mit Teilnehmenden aus 69 Nationen im südkoreanischen Gwangju aus. Nach Abschluss des Forums wirft die deutsche Vertretung noch einmal einen Blick zurück auf die letzten drei Forums-Tage.

Die Kongresstage des FISU-Forums waren ab Mitte der Woche in hohem Maße durchstrukturiert und dicht gepackt mit Vorträgen und Workshops. Am Donnerstagvormittag wurde das Unterthema: "Hochschulsport: Eine faire Kultur für nachhaltige Entwicklung aus der Perspektive der Geschlechterforschung" aufgearbeitet.

Donnerstag - Gleichstellung der Geschlechter

Toni Bruce, außerordentliche Professorin an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Auckland (Neuseeland), setzte sich mit der Berichterstattung über Sportlerinnen in den Medien auseinander und bezog hierzu mehr als 25 Jahre Erfahrung und wissenschaftliche Aufbereitung von Sport-Berichterstattung mit ein. Dr. May Kim, Professorin für Physical Education an der Korea University, sprach über die Situation der Frauen bei  Hochschulsport-Wettbewerben in Korea. Mit der Gleichstellung der Geschlechter befassten sich dann im Anschluss auch einzelne Workshops. Am Nachmittag wurde die Delegiertenschaft geteilt. Während die Studierenden einen Einblick in den Studierendenausschuss der FISU (CDE) bekamen, diskutierten die Senior-Delegierten mit Alison Odell, der Vorsitzenden, und Zhong Bingshu, Mitglied des Bildungsausschusses, die FISU-Deklaration zu zukünftigen Inhalten und Planungen sowie zur Kommunikation ihres Ausschusses. Im Anschluss an die beiden Sitzungen berichtete der Preisträger 2013 für Gleichstellung der Geschlechter über die Entwicklung eines Projekts aus Norwegen. Der Gleichstellungsaward wird regelmäßig für ein bestehendes Projekt vergeben, das als Vorbild für andere Länder, Regionen und / oder Kontinente gelten könnten. Abends fand die FISU-Fair statt. Alle Delegierten erhielten bei dieser Messe die Möglichkeit, ihr Land zu präsentieren. Die Delegationen trugen ihre "Trachten", um die Individualität, die Kultur und die Traditionen ihrer Heimat darzustellen. „Die FISU-Fair war eine herausragende Veranstaltung und großartige Plattform, um Ideen auszutauschen, mehr über die Kultur und das Sportsystem des jeweils Anderen zu lernen und selbst Kooperationsprojekte zu initiieren“, zeigte sich Michaela Röhrbein (Uni Hannover) begeistert.

Freitag – Nina Zirke (RWTH Aachen) über notwendige Führungsqualitäten bei der WUC-Ausrichtung

Am Morgen des fünften Forum-Tages trugen mit Kacper Czarnota (POL) und Choo Young (KOR) zwei Mitglieder des Studierendenausschusses einen Bericht zu den Schlussfolgerungen des letzten Forums vor. Das Hauptthema des, in Taipeh (TPE) stattgefundenen Forums 2012, war der Hochschulsportsport als Plattform für eine nachhaltige Entwicklung. Der erste Hauptredner des Tages war im Anschluss Camille Ricaud, Doktorand und Dozent an der Paul-Valley University in Montpellier III (Frankreich). Sein Vortrag „Von der Kazan-Konferenz zum Gwangju-Forum; Hochschulsport und Olympia verfolgen das gleiche Modell “, bezog sich darauf, dass Hochschulsport und olympische Sportarten bildungsstiftende Inhalte in sich tragen und für den Arbeitsmarkt sichtbar und nutzbar gemacht werden müssten.

Nina Zirke (RWTH Aachen), Geschäftsführerin der WUC Reiten 2012, sprach anschließend in Ihrem Vortrag über die notwendigen Führungsqualitäten, die bei der Ausrichtung von FISU-Meisterschaften erforderlich sind. Anschaulich stellte sie einige der wichtigsten Punkte des Organisationsprozesses sowie ihre Ansichten zur Einbindung von Studierenden in diesen Prozess dar und gab dem Plenum außerordentlich hilfreiche Anregungen. Sang-Kim knüpfte an Zirkes Vortrag an und stellte ihre Arbeit für die WUC Badminton 2012 dar. Die vielen Nachfragen der Delegierten im Anschluss zeigten, dass der Vortag von Nina Zirke dazu anregte, sich stärker mit der Einbindung von Studierenden in die Ausrichtung von Veranstaltungen zu befassen.

Samstag – Melissa Naase (Uni Paderborn) zeigte Social-Media-Perspektiven auf

Der letzte Tag des 12. FISU Forums begann mit den Zusammenfassungen und Präsentationen der studentischen Delegierten, welche die Möglichkeit einer eigenen Präsentation nach den Workshops des FISU-Forums zu ethische Fragen und Social-Media-Themen wahrnehmen wollten. Delegierte aus zehn verschiedenen Ländern nutzen die ihnen gegebene Plattform und stellten ihre Ansichten und Ideen vor. Auch Melissa Naase (Uni Paderborn) präsentierte zum Thema Social Media gemeinsam mit Christopher Svensson (Schweden) mögliche Perspektiven für die FISU im Bereich der Sozialen Medien und entwickelte einen konzeptionellen Leitfaden zur Implementierung.

Die Abschlussfeier begann dann mit der Begrüßung durch Alison Odell und Kim Yoon-Suk, Vize-Bürgermeister der Stadt Gwangju sowie stellvertretender Vorsitzender und Generalsekretär der OC Sommer-Universiade 2015 in Gwangju. Die Übergabe des FISU-Fahne vom aktuellen Forum-Organisator an das Organisationskomitee des FISU-Forums 2016 aus Montpellier bildete den offiziellen Abschluss des FISU-Forums.

Die Delegierten Sarah Vonhausen (Uni Münster), Melissa Naase (Uni Paderborn), Michaela Röhrbein (Uni Hannover) und adh-Generalsekretär Paul Wedeleit zogen ein außerordentlich positives Fazit zum FISU Forum: „Die vielen Gespräche, die sich während des Forums ergeben haben, machen deutlich wie wertvoll und produktiv der interkulturelle Austausch ist. So hat beispielsweise nun der australische Hochschulsportverband starkes Interesse daran, dass Tandem-Mentoring-Programm zu übernehmen“, berichtet Michaela Röhrbein. Sarah Vonhausen ergänzt: „Wir konnten Partner für Auslandspraktikumsplätze für Studierende gewinnen. Im Nachgang zum Forum werden wir dies an unsere zuständigen Gremien und Ausschüssen weitergeben.“ Die Beziehungen zu vielen der beim FISU-Forum vertretenen Ländern - insbesondere auch zu Korea - wurden durch die Aktivitäten der deutschen Delegierten maßgeblich intensiviert. Paul Wedeleit beschließt mit Blick auf die kommende Universiade 2015 in Gwangju die Reise glücklich: „Die vorbereitenden Gespräche für die Universiade waren allesamt konstruktiv und die verantwortlichen Personen vor Ort außerordentlich hilfsbereit. Das FISU-Forum und die Gespräche im Hinblick auf die kommende Sommer-Universiade hätten nicht besser laufen können.“

Fotos vom FISU-Forum auf unserer facebook-Seite.