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12.12.2013 | Kategorie: Tagung , Bildung , 2013 , National

Es geschieht etwas gegen deinen Willen - 4. Forum „Gegen sexualisierte Gewalt im Sport!“

Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt im Sport beleuchteten und diskutierten die Teilnehmden des 4. Forums der Deutschen Sportjugend zu diesem Thema.

Im schönen Ambiente der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen kamen am 27. November 2013 zum 4. Forum „Gegen sexualisierte Gewalt im Sport“ viele Interessierte und Engagierte in Berlin zusammen. Für den adh nahmen mit Luisa Kosok und Kirsten Stegemann sowohl das ehemalige, als auch das neugewählte Vorstandsmitglied für Chancengleichheit und Personalentwicklung an dieser Veranstaltung teil.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Deutschen Sportjugend (dsj), Ingo Weiss und der Vertreterin der Landesregierung NRW Dr. Ulrike Kraus, folgte ein Fachvortrag von Prof. Uwe Sielert und Dr. Anja Henningsen (beide Uni zu Kiel) zum Thema „Körperlichkeit und Sexualität im Sport – Bedeutung für die Prävention“.

Im Anschluss zeigte Henk Göbel, Mitarbeiter bei Hilfe für Jungs e.V., in seinem Input „Sexuelle Gewalt an Jungen – erkennen und handeln!“ auf, dass häufig auch Jungen Opfer von sexuellen Übergriffen werden. Er stellte hierzu unter anderem die Ansätze der mobilen Prävention bei „berliner jungs“ vor.

„Gegen sexualisierte Gewalt im Erwachsenensport“

Der zweite Teil des Forums am Nachmittag hielt vier unterschiedliche Workshops zu folgenden Themen bereit: Menschen mit Behinderung im Blick, Schutz von Kindern und Jugendlichen im Leistungssport und Sportinternaten, die Umsetzung der „Münchener Erklärung“ sowie Respekt und Wertschätzung im Erwachsenensport. An Letzt genannten nahmen auch die beiden adh- Vertreterinnen teil. Nach einer kurzen Einführung durch die Referentin Dimitria Bonzikon wurden verschiedene diskriminierende und grenzüberschreitende Aussagen diskutiert, um aufzuzeigen, wo sexualisierte Gewalt bereits anfängt und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hierfür zu sensibilisieren.

Bevor Ingo Weiss die Teilnehmenden verabschiedete, wurden die zentralen Aussagen aller Workshops nochmals in einer Talkrunde mit den Referentinnen und Referenten präsentiert. So ist Inklusion auch für den Schutz vor sexualisierter Gewalt ein Thema. Hierzu wurde ein engerer Austausch von Behindertensport-Verbänden, Landessportjugenden und Fachverbänden vorgeschlagen. Weiterhin wurde deutlich, dass besonders starke Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Trainern beziehungsweise Trainerinnen und jungen Aktiven im Leistungssport ein erhöhtes Risiko für Übergriffe darstellt. Außerdem wurde im Workshop zur Umsetzung der „Münchener Erklärung“ darauf verwiesen, dass die geringen zur Verfügung stehenden Ressourcen einer qualitativ guten Präventionsarbeit immer wieder Steine in den Weg legen. Vor diesem Hintergrund setzte sich der bereits angesprochene Workshop zu Respekt und Wertschätzung im Erwachsenensport damit auseinander, welche Maßnahmen mit den vorhandenen Ressourcen gelingen können.

Am Ende des Tages waren sich Luisa Kosok und Kirsten Stegemann einig, dass sie viele Eindrücke und Anregungen für die Verbandsarbeit mitnehmen konnten, die ihnen bei der Umsetzung der geplanten Maßnahmen innerhalb des Themenfelds „Prävention sexualisierter Gewalt im (Hochschul-)Sport“ hilfreich sein werden.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Deutschen Sportjugend.