Freude über drei Mal Bronze am dritten Wettkampftag

Freude über drei Mal Bronze am dritten Wettkampftag

05.07.2010 | Kategorie: Taekwondo , WUC , 2010 , TopNews

Deutsches Team feiert bisher erfolgreichste WUC Taekwondo

Über sieben Medaillen konnten sich die deutschen Taekwondoka bei der Studierenden-Weltmeisterschaft in Vigo freuen.

30. Juni 2010 Julian Akich (-58kg/Uni Konstanz)
Julian Akich verlor seinen Auftaktkampf gegen Schweden mit 1:7.

02. Juli 2010 – Ein erfolgreicher Tag für die Vollkontakt-Sportler

Christoph Lehmann (-87kg/Uni Frankfurt)
Sowohl im ersten Kampf gegen Serbien als auch im zweiten gegen Brasilien gelang es Christoph Lehmann erst in den jeweils dritten Runden, den Punkterückstand mit Kopftreffern auszugleichen und somit beide Kämpfe erst in den letzten Sekunden für sich zu entscheiden. Mit dem Einzug ins Halbfinale sicherte er Deutschland die Bronzemedaille. Leider konnte Lehmann den Kampf um Edelmetall nicht mehr fortsetzen: Eine Verletzung, die er sich außerhalb des Wettkampfgeschehens zugezogen hatte und die einen kurzen Krankenhausaufenthalt erforderte, verhinderte den Einzug ins Finale.

Sasan Darlinejad (-54kg/Uni Mainz)
Auch Sasan Darlinejad verstand es, seine Fans bis zur letzten Runde in Atem zu halten. Hatten sich in den ersten beiden Runden weder für Deutschland noch für China erkämpfte Punkte ergeben, holte Darlinejad in der dritten Runde durch brillante Kopf- und Körpertreffer insgesamt fünf Punkte und schlug den Chinesen mit 5:2 deutlich. Auch er sicherte sich mit dem Einzug ins Halbfinale den dritten Podestplatz, scheiterte dort aber am deutlich überlegenen Kämpfer aus Iran.

Melda Akcan (-73kg/Hochschule Ansbach)
Ausgerechnet Glawdyce Epangue, Weltmeisterin aus Frankreich, hatte ihr das Los beschert, doch Melda Akcan entschloss sich das Beste aus diesem Lospech zu machen. Die erste Runde entschied die Französin klar für sich. In Runde zwei wurde Akcans Mut, den Kopf ihrer Kontrahentin zu treffen, mit drei Punkten belohnt. Drei weitere Punkte konnte erst nach einem Videobeweis, den Bundestrainer Carlos Esteves gefordert hatte, hinzuaddiert werden, sodass ein Vierpunktevorsprung beim 7:3 für Deutschland bis ans Ende zu bringen war. Eine in die Enge getriebene Weltmeisterin konnte auf 6:7 verkürzen. So endete dieser sechs Minuten-Krimi mit dem Ausscheiden Frankreichs und der Bronzemedaille für Deutschland. Im Halbfinale unterlag Melda Akcan äußerst knapp mit 6:7 gegen die spätere Goldmedaillengewinnerin aus Chinese Taipei.

Bis zum dritten Wettkampftag hatten fünf adh-Athletinnen und Athleten insgesamt sechs Medaillen geholt. „Effizienter lässt sich kaum arbeiten“, sagte Delegationsleiter Roland Joachim mit einem Augenzwinkern.

03. Juli 2010 – Bronze für Helene Weingart

Helene Weingart (-62kg/DHBW Ravensburg)
Mit 11:4 schlug Helene Weingart ihre Kontrahentin aus den USA in der Vorrunde deutlich und traf im Viertelfinale auf eine widerstandsfähige Türkin. Weingart nutzte ihre Stärke, blitzschnelle Kopftreffer ins Ziel zu bringen und erhöhte damit ihren knappen Vorsprung kurz vor Ende auf ein sicheres 6:3. Im Halbfinale unterlag sie allerdings der Schweizerin Nina Kläy. Dennoch konnte sich Weingart eine Bronzemedaille – die insgesamt siebte Medaille fürs deutsche Team – abholen.

Konstantinos Konstantinidis (-68kg/TU Berlin)
Der amtierende Europameister Konstantinidis konnte die in ihn gesetzten hohen Erwartungen in Folge einer Knieverletzung nicht erfüllen und verlor gegen Kasachstan mit 4:14.

04. Juli 2010 – kalte Dusche am Abschlusstag

Nachdem Teamchef Alfred Wallraff hoffte, die gute Bilanz mit Silber oder gar einer Goldmedaille verbessern zu können, blieb der letzte Wettkampftag zum Erstaunen aller medaillenlos. Weder die Olympiateilnehmerin Helena Fromm, noch der konstant gut kämpfende Sebastian Lehmann oder die bis zur buchstäblich letzten Sekunde überlegen agierende Melanie Hartung überstanden ihre Vorrundenkämpfe.

Helena Fromm (-67kg/Hochschule Ansbach)
Technisch und taktisch gewohnt brillant erzwang Helena Fromm gegen ihre Gegnerin aus China beim Stand von 7:7 die Verlängerung und verlor dort äußerst unglücklich durch Sudden Death nach Konterpaltung.

Sebastian Lehmann (-80kg/Uni Frankfurt)
Das Punktekonto seines ungarischen Gegners wurde erst nach beantragtem Videobeweis um drei Punkte erhöht, sodass auch dieser Kampf beim Stand von 6:6 in die Verlängerung ging, die der Ungar für sich entscheiden konnte.

Melanie Hartung (-53kg/BiTS Iserlohn)
Nachdem Melanie Hartung über drei Runden in Führung lag, musste sie wenige Sekunden vor Schluss einen Kopftreffer einstecken und vergab damit eine sicher geglaubte Medaillenchance.

Trotz dieser kalten Dusche am Abschlusstag der elften Studierenden-Weltmeisterschaft Taekwondo in Vigo bestritt das adh-Team in diesem Sommer mit sieben Medaillen die bislang erfolgreichste WUC. An der WUC 2010 nahmen 52 Nationen teil. Das deutsche Team befand sich im Ranking unter den ersten fünf Nationen. Zieht man die Europäische Hochschulmeisterschaft in Portugal hinzu, die erst sieben Monate zurück liegt, und eine noch höhere Medaillenausbeute erbrachte, dann darf getrost Rückschlüsse auf den unermüdlichen Arbeitseinsatz von Bundestrainer Carlos Esteves gezogen werden, der das Team auf beiden Meisterschaften zu diesen außergewöhnlichen Erfolgen führte. Der adh bedankt sich herzlich bei Bundestrainer Carlos Esteves, Disziplinchef Alfred Wallraf und Physiotherapeut Andreas Welz!