Deutsche Tennismannschaft mit Pech in französischer Kälte

Mit drei knappen Niederlagen landete das deutsche Tennisteam bei der inoffiziellen Studenten-Mannschafts-Weltmeisterschaft auf dem achten Platz. Den Sieg sicherte sich das Team der USA.

Die französische Mittelmeerküste zeigte sich von ihrer ungewohnten Seite. Eisige Winde und Minustemperaturen sowie eine unbeheizte Halle machten es den Teilnehmenden der achten inoffiziellen Studenten-Mannschafts-Weltmeisterschaft in Aix en Provence unvorhersehbar schwer. Für das an zwei gesetzte deutsche Team von Trainer Stefan Reddemann kam zu der Kälte auch noch Verletzungspech.

Knappe Auftaktniederlage gegen Großbritannien

Denn schon im Auftaktspiel gegen die Mannschaft aus Großbritannien fehlte das Quäntchen Glück zum Weiterkommen. Nach einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung nach den Einzelspielen der Frauen und Männer, verspielten die Deutschen diesen Vorsprung in den ausstehenden drei Doppelbegegnungen und verloren so mit 3:4. „ Wir haben das erste und zweite Doppel jeweils knapp im Match-Tiebreak verloren. Im entscheidenden Mixed haben die Briten dann einen ATP-Doppelspieler eingesetzt. Da waren wir chancenlos“, sagte Reddemann.

In der Trostrunde wartete am zweiten Tag die Mannschaft aus Belgien auf die deutschen Spielerinnen und Spieler. Dabei kamen die Deutschen nicht richtig in die Partie. Schon nach den vier Einzelbegegnungen hatten die Belgier das Spiel für sich entschieden. Zwar betrieben die Deutschen in den Doppels noch Ergebniskorrektur, allerdings konnte dies am Endstand nichts mehr ändern. Schlussendlich verlor das deutsche Team mit 2:5.

Kämpferische Iren besiegen dezimiertes deutsches Team

Im letzten Spiel um den siebten Platz gegen das Team aus Irland musste die deutsche Mannschaft den Ausfall von Alina Wessels (FU Hagen) verkraften. Die Doppelspielerin hatte schon in den Begegnungen zuvor Probleme mit ihrem Handgelenk gehabt. Jetzt kam eine bakterielle Entzündung hinzu. „Alina konnte am letzten Tag nicht mehr spielen. Dafür musste Rosalie gleich fünf Stunden auf dem Platz stehen“, erklärte Reddemann. Trotz dieser unglücklichen Ausgangslage hielt das deutsche Team die Begegnung bis zum letzten Spiel offen. Doch im entscheidenden Mixed setzten sich die Iren mit 6:3 und 6:3 durch. So blieb für den letztjährigen Finalisten aus Deutschland nur der achte Platz in der Gesamtwertung. „Die Luft auf internationalem Parket war hier sehr dünn und bei einem möglichen Auftaktsieg gegen Großbritannien wären wir wahrscheinlich bis ins Finale gekommen. Denn Russland hatte ähnliche Verletzungssorgen wie wir. Sie hatten nur etwas mehr Glück im Halbfinale gegen England. Das Finale haben sie dann deutlich zu null gegen die USA verloren, wo auch wir wohl chancenlos gewesen wären“, analysierte Reddemann das Turnier. Neben Titelgewinner USA und den Vize-Meistern aus Russland freuten sich die Briten über Edelmetall. Das Team von der Insel gewann das kleine Finale gegen den Gastgeber aus Frankreich mit 4:2.

Das deutsche Team in der Übersicht:

Alina Wessels (FU Hagen)
Anna-Benita Fuchs (KIT Karlsruhe)
Rosalie Willig (Uni Stuttgart)
Michael Dornbusch (DSHS köln)
Jonas König (TU Darmstadt)
Marko Trupkovic (DSHS Köln)

Trainer: Stefan Reddemann