24.11.2005 | Kategorie: Archiv

Bundeskanzler empfängt adh

Am vergangenen Montag war er noch der politische Mann in Berlin, heute gehört er schon der politischen Geschichte an. Gerhard Schröder, Alt-Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, empfing an seinem letzten Amtstag als Bundeskanzler den adh im Kanzleramt.

((<Bundeskanzler_Lange.jpg;Bernd Lange übergibt das adh-Geschenk an den scheidenden Kanzler ;)) Es war ein historisches Ereignis, als am vergangenen Montag (21.11.2005) der noch amtierende Bundeskanzler Gerhard Schröder die Delegation des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (adh) im Bundeskanzleramt in Berlin begrüßte. Mit lautem Applaus zollten die rund 200 Delegierten und Gäste des adh dem Bundeskanzler Anerkennung und Respekt. „Es ist ein historischer Tag, Sie sind hier und ich bin es auch noch“, begrüßte der Kanzler den adh – wohlwissentlich, dass es sein letzter Tag als Bundeskanzler und Hausherr des Bundeskanzleramtes sein würde. Mit der mittlerweile berühmten roten adh-Krawatte bedankte sich der adh-Vorstandsvorsitzende Bernd Lange beim Kanzler, der dem adh in diesem Jahr eine ganz besondere Aufmerksamkeit schenkte. Erstmals rückte die Universiade, das weltweit zweitgrößte Multisportereignis nach den Olympischen Spielen, in das Blickfeld eines deutschen Bundeskanzlers. Gerhard Schröder sandte im Sommer 2005 ein [[aktuelles_newsarchiv.htm?news_id=2005231144153236003;Glückwunsch-Fax ]] an das deutsche Universiade-Team in Izmir. „Ich freue mich mit Ihnen über die zahlreichen großartigen Platzierungen und persönlichen Bestleistungen und gratuliere ganz herzlich. Ganz besonders sende ich auch den Medaillengewinnerinnen und -gewinnern meine herzlichen Glückwünsche. Diese Erfolge wären nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung der Trainer und Betreuer“, so ein Auszug aus dem Fax. Diese Aufmerksamkeit zeigt, dass der adh mit seiner Sportpolitik, junge studentische Spitzensportlerinnen und -sportler zu fördern und zu unterstützen, bei den höchsten Entscheidungsträgern in der Politik angelangt ist. Ein Signal, das hoffentlich auch von der neuen Regierung erkannt und aufgegriffen wird, so dass der adh auch in Zukunft als Gast in sportpolitischen Kreisen der Bundestagsfraktionen sich und die Interessen seiner Mitgliedshochschulen vertreten darf. ((Bundeskanzler_Gruppenfoto.jpg;Noch-Bundeskanzler Gerhard Schröder inmitten der adh-Delegierten im Bundeskanzleramt. Keine 24 Stunden später übernimmt Angela Merkel die Kanzlerschaft;)) Vor dem Treffen mit dem scheidenden Bundeskanzler besichtigten die rund 200 Haupt- und Ehrenamtliche des adh sowie die geladenen Gäste, aufgeteilt in vier Gruppen, das Bundeskanzleramt. Von der abhörsicheren Regierungszentrale im obersten Stockwerk, über den Bankettsaal bis zum kreisrunden „Nato-Raum“ im Zentrum des Bundeskanzleramtes standen die Türen für die neugierigen adh´ler offen. Auch der Sport kam bei dieser Führung nicht zu kurz. Für einen krönenden Abschluss sorgte die Fußball-Ausstellung im Foyer des Kanzleramtes, mit der die Bundesregierung bei internationalen Gästen für die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft wirbt. Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte des Fußballs von seinen Anfängen bis in die heutige Zeit. ((<bundeskanzleramt_kunst.jpg;BK Schröder und Staatssekretärin Weiss entschieden gemeinsam, welche Kunst in das Kanzleramt einziehen darf;)) Mit dem Einzug in das Bundeskanzleramt im Jahre 2001 war der große Regierungsumzug nach Berlin abgeschlossen. Die beeindruckende Architektur mit seinen vielen Glaselementen zeugt von Transparenz – genauso wie die zahlreichen anderen Regierungsgebäude am Spreebogen, die zusammen ein „Band des Bundes“ von Ost nach West bilden. Gerhard Schröder war der erste Bundeskanzler, der in diesem architektonischen Meisterwerk seinen Amtsgeschäften nachgehen konnte. Anlass dieser adh-Zusammenkunft in Berlin war die 100. Vollversammlung des Verbandes, der diese Jubiläumsveranstaltung in der deutschen Hauptstadt beging. Vier Berliner Hochschulen Technische Universität, Humboldt-Universität, Technische Fachhochschule und Freie Universität richteten dieses historische Verbandsereignis aus.