ABBW

08.10.2010 | Kategorie: Vollversammlung , 2010

Bericht des Ausschusses für Breitensport, Bildung und Wissenschaft

Im Mittelpunkt der Ausschussarbeit des ABBW standen Überlegungen zur Neuausrichtung der Bildungsarbeit. Ein Schwerpunkt soll künftig die Netzwerkarbeit sein.

Personalia

Auf der Vollversammlung im November 2009 in Hannover wurde der Ausschuss für Breitensport, Bildung und Wissenschaftsarbeit (ABBW) neu gewählt. Es fand ein großer Umbruch statt, da drei der bisherigen Mitglieder aus beruflichen Gründen ausschieden. Für Bernhard Maag (TU Kaiserslautern) kam Dr. Petra Bischoff-Krenzien (Uni Potsdam) in den Ausschuss, die beiden studentischen Mitglieder Pamela Wittfoth (Uni Leipzig) und Inga Felske (Uni Münster) wurden durch Lena Pechan und Corinna Lenzen (beide Uni Münster) ersetzt. Stefanie Fiebig (TU Berlin/Uni Hannover) sowie das Vorstandsmitglied Dr. Arne Göring (Uni Göttingen) blieben der Ausschuss erhalten.

Arbeitsschwerpunkte

Im April 2010 nahm der neu gewählte Ausschuss seine Arbeit auf. Der späte Termin für die erste Sitzung beruhte auf der Tatsache, dass zunächst die Nachfolge der Stelle der Jugend- und Bildungsreferentin (Ebba Koglin) abgewartet werden wollte, um dann mit voller Besetzung und vollem Tatendrang gemeinsam zu starten. Der bisherige Umstrukturierungsprozess in Bezug auf die Bildungsarbeit des adh wird auch von der neuen Zusammensetzung des Ausschusses in vollem Umfang unterstützt und getragen. Die Arbeitsschwerpunkte waren die inhaltliche Ausgestaltung der Netzwerkarbeit im adh sowie die notwendigen Maßnahmen dafür.

Ausgestaltung der Netzwerkarbeit

Die für den Verband wichtigen Themen sollen in Form von Netzwerken bearbeitet werden, an denen sich interessierte Menschen aus dem Verband – aber auch von außen – beteiligen können. Der ABBW stellt sich die Zusammenarbeit so vor, dass möglichst viele unterschiedliche Beteiligte zusammenkommen, um einen breiten fachlichen Austausch zu ermöglichen. Das gemeinsame Wissen soll entsprechend dokumentiert und anderen Mitgliedern im Verband zur Verfügung gestellt werden.
Vor diesem Hintergrund wird im Wintersemester 2010/2011 erstmals ein Training für angehende Netzwerkmoderatorinnen und -moderatoren angeboten. Das Angebot richtet sich explizit an Personen, die für eine kontinuierliche Betreuung der Netzwerke Sorge tragen wollen.
Ein erstes Netzwerktreffen zum Thema „Fitnessstudio“ fand unter der Leitung von Oliver Rychter aus Aachen im Januar 2010 in Göttingen statt. Hier besteht bereits der Wunsch nach weiterem Austausch.

Fortbildung von Übungsleitenden

Ein weiterer Schwerpunkt ist und bleibt die Fortbildung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern im Hochschulsport. Zur Entlastung der verbandseigenen Kapazitäten im Bildungsbereich möchte sich der Ausschuss jedoch von eigenen zentralen Seminarangeboten in diesem Bereich trennen und stärker auf die Zusammenarbeit mit Fachverbänden und anderen Bildungsträgern setzen. Dazu werden derzeit die Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet und es wird versucht, auf ein einheitliches bundesweites Modell hinzuwirken.
Seminarangebot im Wintersemester 2010/2011

HIS-Studie

Die Ergebnisse der durch den adh beauftragten und seit Mai 2010 vorliegenden HIS-Studie zum Sport- und Bewegungsverhalten von Studierenden in Deutschland wurden im Ausschuss analysiert und in Bezug auf mögliche Konsequenzen diskutiert. Obgleich die Fülle an Daten und Informationen nur eingeschränkt auf die Bildungsarbeit bezogen werden kann, sieht sich der Ausschuss durch die vorliegende Studie in seinem Umstrukturierungsprozess bestätigt.

Erste Ergebnisse und weitere Schritte der Umstrukturierung

Erste Ergebnisse der HIS-Studie und Überlegungen zur Neuausrichtung des Bildungsprogramms konnten den Vertreterinnen und Vertretern der kleineren Hochschulen des Verbandes seitens der Jugend- und Bildungsreferentin bereits bei einer Arbeitstagung am 30. April 2010 in Poppenhausen präsentiert werden. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere kleinere Hochschulsporteinrichtungen mit geringeren personellen und finanziellen Ressourcen von der geplanten Vernetzung erheblich profitieren könnten.
Der gesamte Umstrukturierungsprozess im Bildungsbereich soll im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Vor dem Hintergrund der begrenzten personellen sowie finanziellen Kapazitäten des Verbandes können jedoch nicht alle Themen-Netzwerke sofort und zeitgleich sondern nur Schritt für Schritt eingeführt werden. Darüber hinaus muss in diesem Zusammenhang seitens des Verbandes über die Erschließung neuer Finanzierungsmöglichkeiten nachgedacht werden.

Vernetzung mit dem ACPE

Als Letztes bleibt noch die verstärkte Vernetzung zwischen dem ABBW und dem Ausschuss für Chancengleichheit und Personalentwicklung zu nennen. Besonders das Mentoringprojekt Tandem mit seinen Fortbildungsangeboten sowie neue Formen des Mentoring und Coaching betreffen beide Ausschüsse. Deshalb finden inzwischen die Sitzungen nahezu immer unter Beteiligung einer Person des jeweils anderen Ausschusses statt. So wird die Arbeit in beiden Ausschüssen sinnvoll koordiniert und strukturiert.


Die Mitglieder des Ausschusses

  • Dr. Petra Bischoff-Krenzien (Uni Potsdam)
  • Stefanie Fiebig (TU Berlin/Uni Hannover)
  • Dr. Arne Göring (Uni Göttingen)
  • Corinna Lenzen (Uni Münster)
  • Lena Pechan (Uni Münster)
  • Ebba Koglin (adh-Jugend- und Bildungsreferentin)