31.10.2014 | Kategorie: Wettkampf , 2014

adh-Vorstand Wettkampf berichtet vom neuen NADA-Code

Unter dem Motto „Für saubere Leistung“ fand kürzlich die Informationsveranstaltung der NADA zum neuen NADA-Code 2015 statt. Da der neue Code bereits zum 01.01.2015 in Kraft tritt, haben Prof. Dr. Martin Nolte (Leiter des Instituts für Sportrecht, DSHS Köln) und Dr. Lars Mortsiefer (Vorstandsmitglied und Chefjustitiar der NADA) durch die wesentlichen Änderungen und Neuerungen geführt. Letzterer hieß die rund 80 Delegierten aus den Verbänden mit dem Satz herzlich willkommen: „Wir sind für den sauberen Sport und wir sind für den fairen Wettkampf.“

Der neue Code, der flexiblere und verschärfte Anforderungen in sich vereint, enthält unter anderem zwei neue Dopingtatbestände, die die Beihilfe zum Doping und den verbotenen Umgang der Athletinnen und Athleten sowie deren Betreuerinnen und Betreuer, die selbst einen Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen begangen haben, regeln. Das Ziel soll sein, die Doping-Netzwerke zu zerschlagen.

Eine wesentliche Modifikation für die Athletinnen und Athleten selbst stellen die Meldepflicht- und Kontrollversäumnisse dar, die von drei Verstößen in 18 Monaten auf 12 Monate reduziert werden. Auf der anderen Seite wird die Verjährungsfrist von Verstößen gegen Anti-Doping-Bestimmungen von acht auf zehn Jahre angehoben. Sanktionen, die gegen Sportlerinnen oder Sportler verhängt werden, sind zukünftig automatisch zu veröffentlichen. Kommt es zu einem Verfahren, besteht künftig die Möglichkeit dieses mit grundsätzlicher Zustimmung der WADA abzukürzen, wenn die Sanktionierung eines Dopingverstoßes unmittelbar anerkannt wird oder eine anderweitige außergerichtliche Einigung erfolgt.

Eine weitere Neuerung regelt die Zuständigkeit für die Organisation und Durchführung von Trainingskontrollen und Dopingkontrollen innerhalb des Wettkampfes bei allen Athletinnen und Athleten, die dem Anwendungsbereich des NADA-Codes unterliegen und ihre aktive Karriere nicht beendet haben.

Im Bereich der Kontrollplanung und der Analytik sollen intelligente Kontrollen ausgeweitet werden. Dabei sind das Doping-Risiko in der jeweiligen Sportart, sowie Erkenntnisse aus dem biologischen Athletenpass angemessen zu berücksichtigen. Die Zusatzuntersuchungen aus Blut und Urin sind darin verbindlich geregelt und umfassen Kontrollen innerhalb und außerhalb von Wettkämpfen.

Die Voraussetzungen für die sogenannte „Kronzeugenregelung“ liegen nun in modifizierter Fassung vor, so dass bei rechtzeitigen und umfassenden Geständnissen eine Reduzierung der Sperrung der Sportlerinnen und Sportler durch die NADA festgelegt werden kann. Ebenfalls modifiziert ist die Regelsperre für Erstverstöße gemäß Art. 10.

„Mit dem neuen Code bewegen wir uns auf jeden Fall weiter in die richtige Richtung, für den sauberen Sport und fairen Wettkampf“, so studentisches Vorstandsmitglied Sebastian Sdrenka, der die Veranstaltung für den adh in Bonn besucht hat.