12.12.2007 | Kategorie: Archiv

Wilde Veranstaltungen“ mit offiziell klingenden Titeln

Veranstalter internationaler Meisterschaften für Hochschulen schmücken ihre Wettkämpfe zunehmend mit Namen, die einen offiziellen Status als kontinentale Meisterschaft oder Weltmeisterschaften vermuten lassen. Jüngst stifteten zwei Veranstaltungen Verwirrung, so dass es einer Klarstellung zum tatsächlichen Status dieser Veranstaltungen bedarf.

In den zurückliegenden Wochen sind die Hochschulsporteinrichtungen der Mitgliedshochschulen wiederholt von Ausrichtern vor allem internationaler Wettkämpfe und Veranstaltungen kontaktiert worden. Konkrete Rückfragen zum Status und zu den Hintergründen dieser Veranstaltungen haben die Geschäftsstelle im Zusammenhang mit folgenden Meisterschaften erreicht: *Internationale Interuniversitätsspiele 2008 der IFIUS in Ungarn *Europameisterschaft der universitären Segler 2008 in Frankreich Diese Veranstaltungen haben keinen offiziellen Status der Dachverbände FISU oder EUSA und stellen jeweils kommerzielle Konkurrenzveranstaltungen zu Universiaden einerseits und Europäischen Hochschulmeisterschaften andererseits dar. Insbesondere die Benennung der IFIUS-Veranstaltung und die Namengebung des Verbandes selbst zeugen von dem Versuch, sich möglichst eng an den Namen des Hochschulsportweltverbandes (FISU) anzulehnen. Hier liegt der Verdacht des Ambush-Marketing nahe. Beide Dachverbände wurden von den aktuellen Aktivitäten der jeweiligen Gruppen informiert. Der adh empfiehlt seinen Mitgliedshochschulen, diese Veranstaltungen nicht durch Entsendungen von Athleten oder Teams zu unterstützen. Jüngst ist auch eine nationale Ausschreibung der Sportakademie des LSB Thüringen bei den adh-Mitgliedshochschulen eingegangen. Die Einladung zum 1. Triball Cup für Hochschulen ist die Initiative einer studentischen Gruppe ohne intendierte Konkurrenz zu bestehenden Veranstaltungen des adh. Nach Kontaktaufnahme mit den Verantwortlichen bei der Sportakademie konnte die zunächst gestiftete Verwirrung aufgeklärt werden. Um alle Eventualitäten auszuschließen, hat sich die Sportakademie bereiterklärt, den Titel der Veranstaltung so zu verändern, dass eine Verwechslung mit nationalen Meisterschaften für Hochschulen nicht mehr zu befürchten steht.