Das Deutsche Team (v.l.): Rüdiger Bornemann, Anna B. Fuchs, Franziska König, Carolin Daniels, Patrick Pradella,Teamchefin Claudia Hoffmann-Timm, Michel Dornbusch und Frank Wintermantel

Inoffizielle Studierenden-Mannschaftsweltmeisterschaft Tennis

Eine Silbermedaille gab es für das deutsche Team bei der innoffiziellen Studierenden-Mannschaftsweltmeisterschaft Tennis die am 8. und 9. Dezember in Frankreich stattfand.

Traditionell findet am 2. Dezemberwochenende die inoffizielle Studierenden-Mannschaftsweltmeisterschaft Tennis statt, zu denen der französische Tennis- und Hochschulsportverband die besten acht Teams weltweit einlädt. Zum nunmehr vierten Mal nahm ein deutsches Studierenden-Team an diesem internationalen Nationencup teil. Austragungsort war dieses Mal Aix-en-Provence, nahe Marseille.

Das durchweg hohe Spielniveau sämtlicher Teams und der besondere Spielmodus sorgten für viele spannende Partien bis spät in die Abendstunden. Eine Mannschaft besteht aus drei Damen und drei Herren, wobei je zwei Damen- bzw. Herreneinzel, ein Damen- und Herrendoppel und ein Mixed gespielt und somit insgesamt sieben Punkte vergeben werden. Das deutsche Team war mit den Damen Carolin Daniels  (Uni Paderborn), Franziska König (Hochschule für Gesundheitsmanagement SB) und Anna Benita Fuchs (Uni Karlsruhe)  sowie bei den Herren mit Michel Dornbusch (DSHS Köln), Frank Wintermantel (Uni Heidelberg) und Patrick Pradella (Uni Bielefeld) sehr stark und ausgeglichen aufgestellt. Das Betreuerteam bestand aus adh-Disziplinchefin Claudia Hoffmann-Timm und Coach Rüdiger Bornemann.

Nach zwei vierten und einem fünften Platz in den Vorjahren hatte sich das an Position Vier gesetzte Deutsche Team einen Platz auf dem Treppchen vorgenommen. Der Viertelfinalgegner hieß China. Carolin Daniels und Franziska König führten das Deutsche Team mit ihren jeweiligen Einzelsiegen zu einer beruhigenden 2:0 Führung, wobei die Paderbornerin ihr Team über drei Stunden lang zittern ließ. Frank Wintermantel sorgte sodann souverän für den dritten Punkt. Das  Herreneinzel 1 von Michel Dornbusch und das Damendoppel mit Franziska König und Anna Benita Fuchs endeten ungefähr zeitgleich und bescherten dem Deutschen Team Punkt vier und fünf. Das Herrendoppel mit Michel Dornbusch und Patrick Pradella und das anschließende Mixed waren dann noch angenehme Formsache zum letztlich eindeutigen 7:0 Erfolg.

Nach diesem gelungenen Einstand ging es dann im Halbfinale gegen Lokalmatador und Vorjahresfinalist Frankreich. Carolin Daniels und Franziska König eröffneten den zweiten Turniertag erneut mit den Dameneinzeln. Franziska spielte eine sehr überzeugende und druckvolle Partie und wies ihre Gegnerin klar in zwei Sätzen in ihre Schranken. Carolin Daniels zog gegen ihre Gegenspielerin leider knapp den Kürzeren. Bei den Herren lief dann alles nach Plan. Patrick Pradella sowie Frank Wintermantel holten mit konsequentem und cleverem Spiel die Punkte Zwei und Drei. Den entscheidenden vierten Punkt holte das Damendoppel Carolin Daniels/Franziska König im Matchtiebreak. Aber auch die weiteren Matches - diese waren das Herrendoppel mit Patrick Pradella und Michel Dornbusch  und das Mixed mit Anna Benita Fuchs und Frank Wintermantel – konnten gewonnen werden. So lautete der Endstand dann in der Höhe doch überraschend 6:1.

Im Finale wartete das starke US-Team. Ebenso wie die Deutschen hatten die Amerikaner ihre Matches zuvor jeweils souverän gewonnnen. Dee erhoffter Zwischenstand nach den Einzeln lautete 2:2. Aus Deutscher Sicht ging es bestens los. Beide Dameneinzel, Carolin Daniels und Franziska König gingen im ersten Satz jeweils mit 4:2 in Führung. Dann wendete sich jedoch das Blatt zugunsten der Amerikanerinnen, so dass beide Sätze noch mit 4:6 verloren gingen. Dass die Matches auf sehr hohem Niveau stattfanden war ein kleiner Trost für den 0:2 Rückstand.

Die Herren hatten durch das 0:2 eine schwierige Ausgangsposition. Die Amerikaner starteten jeweils sehr stark und konsequent. Michel Dornbusch und Frank Wintermantel blieben stets am Ball und lauerten auf ihre Chance. Beide konnten den zweiten Satz sehr ausgeglichen gestalten und mit ein wenig Glück wäre sicherlich auch mehr drin gewesen, aber so gingen auch beide Herreneinzel in zwei Sätzen verloren. Damit war die Finalpartie zu Gunsten der USA mit 4:0 entschieden. In den dann nicht mehr entscheidenden Doppeln konnten die Doppel-Paarungen mit erfrischendem, druckvollen und frechen Spiel noch zwei Siege erzielen. Das Mixed ging dann wiederum an die USA zum 5:2 Endstand.
Die erstmalige Finalteilnahme rundete das durchweg positive Auftreten des deutschen Hochschulteams ab.

Die Parade der Nationen mit vorangehender Band, Empfang und die Auslosung im Rathaus sowie das Gala-Diner am Sonntagabend gaben der Veranstaltung einen würdigen Rahmen und formten das Turnier wieder einmal zu einer für alle Beteiligten äußerst gelungenen Veranstaltung.

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