28.11.2012 | Kategorie: 2012 , Bildung , National , Studis

SRA-Seminar: „Sportreferate-Deutschland wie geht´s ?“

40 Studierende trafen sich im Vorfeld der adh Vollversammlung vom 16. bis 17. November 2012 in Dresden, um sich über die Sportreferate ihrer Hochschulen auszutauschen.

Das diesjährige Winterseminar für Sportreferentinnen und -referenten fand im wunderschönen Dresden unter dem Motto „Sportreferate – Deutschland, wie geht´s ?“ traditionell im Vorfeld der Vollversammlung des adh statt. Vom 16. bis 17. November 2012 nahmen über 40 Teilnehmende die Gelegenheit wahr, sich über aktuelle Themen des Hochschulsports zu informieren und über Probleme und Chancen der Sportreferate beziehungsweise des studentischen Engagements zu diskutieren.

Am Freitag, den 16. November, konnten sich alle Studierenden nach dem Einchecken in die Jugendherberge mit Beginn des Seminars zunächst ein Bild davon machen, wo die Sportreferate der angereisten Teilnehmenden in Deutschland geografisch liegen. Im Anschluss folgte die Herausforderung, innerhalb eines rasanten „Speed-Datings“ andere Teilnehmende in maximal fünf Minuten kennenzulernen und die interessantesten Informationen über die jeweilige Person und deren Engagement im Hochschulsport in Erfahrung zu bringen. Alle Studierenden zeigten sich hochmotiviert und brachten durch intensive „Speed-Dates“ den Raum im wahrsten Sinne des Wortes „zum Schallen“. Die Fragen, die dabei offen blieben, konnten in der anschließenden Stadtführung, welche vom lokalen Sportreferenten Tim Kiefer geleitet wurde, beantwortet werden. Doch bevor es in die sächsische Landeshauptstadt ging, waren noch einmal die Teilnehmenden und ihre Wunschthemen und Ideen in Bezug auf ihr Amt im Hochschulsport gefragt, die für den folgenden Seminartag gesammelt wurden.

Die Stadtführung, vorbei an Frauenkirche, Fürstenzug und Zwinger sowie der Semperoper, führte schließlich zur „Planwirtschaft“, in welcher beim Warten auf das gemeinschaftliche Abendessen noch einmal genügend Zeit zum Kennenlernen und Austausch blieb.

Durch den zweiten Tag führten Mischa Lumme, selbst langjähriger Sportreferent an der Uni Göttingen und Corinna Lenzen, ehemalige Sportreferentin der Uni Münster. In einem ersten Themenblock wurden die am vorherigen Tag gesammelten Wünsche gefiltert und für eine wichtige Grundlage für ein besseres Netzwerk unter den Sportreferenten gesorgt. In Block Zwei erarbeiteten die Sportreferentinnen  und -referenten Faktoren für ein erfolgreiches Netzwerk, um dann im letzten Block ihre Ausarbeitungen im Hinblick auf eine mögliche Umsetzung im adh-Forum „hochschulsport bewegen“ zu überprüfen.

Als aktuell relevante und interessante Themen wurden „Kommunikation im Hochschulsport zwischen Mitarbeitenden und Sportreferenten/studentischen Hilfskräften“, „Evaluierung“, „Gremienwahl“, „Sommer-/Hochschulsportfest“ und „Motivation/Rekrutierung von Übungsleitenden“ herausgestellt. Zu diesen Themen konnte sich jeder nach Belieben zuordnen und zuerst in Partnerinterviews, später als Gruppe austauschen. Anhand der dabei entstandenen Plakate wurden abschließend die Stärken und Schwächen von Sportreferentinnen und -referenten sowie studentischen Hilfskräften innerhalb der jeweiligen Themen beurteilt. Bei der Auswertung stellte sich heraus, dass die Stärken der Studierenden vor allem bei der Organisation des Hochschulsportfestes sowie in der Kommunikation mit den hauptamtlichen Hochschulsportmitarbeitern liegen. Dagegen sehen sie ihre Schwächen im Bereich Rechtliches/Finanzen und Evaluierung von Hochschulsportkursen und Übungsleitenden.

In der Mittagspause in der „Alten Mensa“ auf dem Campus der TU hatten alle Teilnehmenden Gelegenheit die Diskussionen wirken zu lassen, bevor es zum nächsten inhaltlichen Schwerpunkt „Netzwerke“ ging. Unter der Fragestellung „Was macht ein erfolgreiches Netzwerk aus?“ erläuterte Mischa Lumme zunächst anhand einiger theoretischer Grundlagen die wichtigsten Faktoren für ein funktionierendes Netzwerk. Daraufhin konnten sich in Partner- und später Gruppenarbeit die Anwesenden ihre eigene Meinung zum Thema bilden. Die wichtigsten Faktoren waren nach Meinung der Gruppe auf der strukturellen Seite zum Beispiel die Erreichbarkeit oder Offenheit. Auf der inhaltlichen Ebene stand unter anderem die Interaktionshäufigkeit und die Rollenverteilung innerhalb des Netzwerks auf der Liste.

Im abschließenden Block kam es schließlich darauf an, die fünf zu Beginn des Seminars er- und bearbeiteten Themen so zu strukturieren und zu präsentieren, dass sie innerhalb des adh-Forums „hochschulsport bewegen“, in die Realität umgesetzt werden könnten. Damit waren die Studierenden sehr gut vorbereitet auf die Einführung in das Forum am nächsten Tag.

Am Nachmittag kam noch einmal eine besondere Herausforderung auf alle Seminarteilnehmenden zu: die aktive Pause mit einer Einführung in die Sportart Qigong. Als alte chinesische Meditations- und Konzentrations-Bewegungsform mussten sich nicht nur die Sportreferenten auf diese für ein SRA-Seminar ungewöhnlich „ruhige“ Sportart einlassen. Auch für die Übungsleiterin stellten der schmale Zeitrahmen von einer Stunde und die „energiegeladenen“  Studierenden eine besondere Aufgabe dar. Somit war es für die meisten Teilnehmenden eine zwar ungewöhnliche, aber dennoch interessante Erfahrung abseits bekannter großer Sportarten einen Einblick in die Gesundheits- und Präventionskurse im Hochschulsport zu erhalten.

Im abschließenden Feedback im Plenum stellte sich heraus, dass für viele der Freiraum zum Austausch und zur Diskussion positiv war, da sie so für ihre individuellen, standortabhängigen Fragen und Schwierigkeiten entsprechende Ansprechpartner suchen konnten. Nahezu alle Teilnehmenden konnten trotz ihrer zum Teil sehr unterschiedlichen Hintergründe, wie dem noch im Aufbau befindenden Sportreferat bis hin zu einem seit Jahrzehnten bestehenden, gut vernetzten Sportreferat, voneinander profitieren. Der SRA hofft daher, dass das Sportreferate-Netzwerk weiter ausgebaut wird und sich viele Studierende beim nächsten Seminar vom 7. bis 9. Juni 2013 in Münster wiedersehen.

Fotos vom Sportreferate-Seminar findet ihr auf unserer facebook-Seite.