Luzern hofft nach der vorläufigen Absage der Winter-Universiade im Januar 2021 auf eine Verschiebung der Großveranstaltung © Luzern Tourismus_AURA

Winter-Universiade kann nicht wie geplant im Januar 2021 stattfinden

Die Winter-Universiade 2021 kann nicht wie geplant vom 21. bis 31. Januar 2021 stattfinden. Aufgrund der COVID-19-Pandemie hat der Welthochschulsportverband FISU gemeinsam mit dem Organisationskomitee und Swiss University Sports entschieden, die Vorbereitungen für eine Durchführung im Januar 2021 zu stoppen und in den nächsten Wochen eine mögliche Verschiebung des Anlasses auf einen späteren Zeitpunkt zu prüfen.

"Nach über vier Jahren Vorbereitung ist es eine schmerzhafte Entscheidung, aber am Ende doch eine einfache. Die Gesundheit aller Teilnehmenden hatte bei unseren Evaluationen stets oberste Priorität", sagt der Präsident des Organisationskomitees und Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf. 

Weltsportanlass aktuell nicht realisierbar
Ausschlaggebend für den Entscheid waren neben der epidemiologischen Lage auch die aktuell geltenden Einreisebeschränkungen. Gemäss heutigem Stand hätten gut 40 % der registrierten Teilnehmenden nicht einreisen dürfen. Betroffen von den Einreisebeschränkungen sind unter anderem große Delegationen wie die USA, Russland, China oder Kasachstan. Dadurch verliert der Anlass an sportlicher Relevanz. "Die Winter-Universiade ist ein Weltsportanlass. Neben dem sportlichen Vergleich ist uns auch der Austausch zwischen den Delegationen als völkerverbindendes Element enorm wichtig. Die Einreisebeschränkungen wie auch die Umsetzung der Schutzmassnahmen hätten dies unmöglichgemacht", erklärt FISU-Präsident Oleg Matytsin und betont: "Wir bedauern diesen Entscheid sehr. Wir sind aber überzeugt, dass es die einzig richtige Entscheidung in der aktuellen Situation ist. Wir möchten insbesondere dem Organisationskomitee wie auch den nationalen Hochschulsportverbänden für ihr Engagement in den letzten Wochen und Monaten herzlich danken."

Auch der nationale Hochschulsportverband Swiss University Sports unterstützt das Vorgehen. Präsident Mike Kurt erklärt: "Unter den aktuellen Rahmenbedingungen kann die Winter-Universiade nicht das erwartete Vermächtnis für den Schweizer Sport und die Gesellschaft schaffen. Insbesondere der Einbezug der Bevölkerung in den Anlass würde fehlen."

Der adh-Vorstandsvorsitzende Jörg Förster erklärt: "Es ist sehr schade, dass die Planungen der Winter-Universiade im Januar 2021 gestoppt werden mussten. Angesichts der derzeitigen Situation ist das aber eine nachvollziehbare und richtige Entscheidung. Wir hoffen, dass die FISU gemeinsam mit dem Organisationskomitee der Schweizer Kolleginnen und Kollegen einen Alternativtermin findet, um zeitnah Planungssicherheit für das nächste Jahr zu haben."

Verschiebung wird geprüft
Gemeinsam mit dem Organisationskomitee und Swiss University Sports will die FISU nun eine mögliche Verschiebung des Multisportevents prüfen. Der Geschäftsführer der Winter-Universiade 2021 Urs Hunkeler erklärt: "Wir werden verschiedene Zeitfenster gemeinsam mit all unseren Partnern im Detail prüfen. Einerseits wird es in dieser Evaluation um den Zeitpunkt der Verschiebung gehen, andererseits um die Bereitschaft, uns auch bei einer späteren Austragung zu begleiten."

Und Hunkeler ergänzt: "Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei unserem OK wie auch bei allen Partnern für das grosse Engagement und den riesigen Support zu bedanken. Viele haben bereits signalisiert, auch bei einer Verschiebung dabei zu sein. Das ist eine grosse Wertschätzung und Motivation für die nun anstehenden Abklärungen."

Die Winter-Universiade
Die Winter-Universiade ist nach den Olympischen Spielen der grösste Multisportevent im Winter. Als gemeinsames Projekt der sechs Zentralschweizer Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug sowie der Stadt Luzern war die 30. Austragung dieses einzigartigen Anlasses vom 21. bis 31. Januar 2021 in der Zentralschweiz und der Lenzerheide geplant. Aktuell wird eine Verschiebung geprüft. Das Programm besteht aus zehn Sportarten an sieben Austragungsorten. Studierende zwischen 17 und 25 Jahren von über 540 Hochschulen aus 50 Ländern nehmen an Winteruniversiaden teil. Insgesamt nehmen mehr als 2500 Personen teil.

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