28.01.2020 | Kategorie: TopNews , Universiade 2025

Universiade 2025 – Ole Bischof: „Leistungssport und Universitäten sollten bei uns viel näher zusammenrücken. Eine Universiade würde diese Verknüpfung fördern.“

Olympiagold – davon träumen alle Athletinnen und Athleten. Doch nur die wenigsten von ihnen erreichen dieses Ziel. Judoka Ole Bischof hat es geschafft: Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking setzte er sich in seiner Gewichtsklasse gegen die internationale Konkurrenz durch.

Vier Jahre später in London stand er als Zweiter erneut auf dem Treppchen und beendete anschließend seine erfolgreiche Karriere. Trotzdem blieb der Sport, für den er sich von 2014 bis 2018 als Vizepräsident des DOSB stark gemacht hat, weiterhin ein wichtiger Bestandteil seines Lebens

Der heute 40 Jahre alte Olympia-Sieger hat in seiner Laufbahn auch an einer Universiade teilgenommen. In Daegu belegte er 2003 den dritten Platz. Im Interview erzählt er von seinen Erfahrungen.

Sie haben in Ihrer langen Karriere als Spitzensportler auch an der Universiade 2003 in Daegu, Südkorea, teilgenommen. Können Sie beschreiben, was das Besondere einer Universiade im Vergleich zu anderen Großveranstaltungen ist?

Universiaden sind weltweit das sportliche Großereignis, das am nächsten an Olympische Spiele rankommt - allerdings mit weniger Kommerz.

Haben Sie besondere Erlebnisse bzw. einen schönsten Moment, auch abseits des Wettkampffokus, die oder den Sie mit der Universiade verbinden?

Ich hatte mich 2003 unsterblich in ein bayrisches Mädchen verguckt. Während ich in Korea war, machte Sie Urlaub in Florida, und ich wollte sie aus einer Telefonzelle dort anrufen.

Es waren 26 Ziffern, die ich wählen musste um das R-Gespräch aufzusetzen. Heute ist sie meine Frau.

Weshalb sollten studierende Spitzensportler an einer Universiade teilnehmen?

Ein solches Großereignis ist mehr als ein internationaler Wettkampf. Es entstehen über die eigene Sportart hinaus Freundschaften.

Was bedeuten Ihnen die Erfolge bei der Universiade?

Die Bronzemedaille war ein sehr wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu Olympiagold.

Warum war die Universiade wichtig für Ihre sportliche Karriere?

Gerade im Kampfsport ist der Sprung von den U20-Jährigen zu den Senioren sehr schwer. Die Universiade schließt die Lücke und verleiht Motivation.

Warum sollte sich der adh für die Austragung einer Sommer-Universiade in Deutschland bewerben?

Leistungssport und Universitäten sollten bei uns viel näher zusammenrücken. Eine Universiade würde diese Verknüpfung fördern. Die besten Unis, beispielsweise in den USA, machen das vorbildlich.