20.07.2018 | Kategorie: Wettkampf , EUG , 2018 , TopNews

EUG 2018: Medaillen im Kanu und Kajak

Während neue Sportarten wie Futsal, Fußball und Basketball zur EUG anreisten, galt es für die Volleyballteams, noch einmal in den Finals Gas zu geben. Außerdem wurden erneut große Erfolge an der Regattastrecke gefeiert. Der Sonntag fiel mit insgesamt sechs Medaillen in den Kanuwettbewerben überaus erfolgreich für deutsche Studierende aus.

Volleyball

Mit einem Sieg im Spiel um Platz 13 verabschiedet sich die Universität Konstanz von den EUSA Games. Mit einem holprigen Start aber dennoch deutlichen 3-1 nach Sätzen gegen die polnische Universität aus Wroclaw konnte das letzte Spiel bei der diesjährigen EUG gewonnen werden. Zusätzlich zum 13. Platz bei den europäischen Hochschulmeisterschaften bekam die Mannschaft vom Bodensee den „Fair Play Award“ als fairstes Team während der Games, was eine tolle Auszeichnung für die Konstanzer ist. Die Volleyballmannschaft der WG Gießen konnte in ihrem letzten Spiel gegen die Universität aus Porto ebenfalls einen 2:3 Sieg einholen und so mit dem 11. Platz nach Hessen zurück fahren. Die Volleyballerinnen der WG Köln unterlagen der italienischen Universität aus Bologna im Spiel um Platz fünf mit 1:3.

Erneut ein medaillenreicher Tag auf Regattastrecke von Montemor-o-Velho

Gleich zwei Mal Edelmetall gab es im 1000m Kajak Sprint Finale der Herren. Tom Liebscher (TU Dresden), Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Rio 2016, siegte souverän mit zwei Bootslängen Vorsprung. Felix Landes (Uni Mannheim) freute sich sichtlich über den Bronzerang.

Die Regattastrecke in Montemor-o-Velho ist den Kanuten gut bekannt, wird hier doch genau in einem Monat die Weltmeisterschaft im Kanu Sprint ausgetragen. „Das Ziel, einen guten Wettkampf vor der Weltmeisterschaft zu schaffen, bei der die gleiche Strecke zu ähnlichen Bedingungen gefahren wird, war für mich von großer Bedeutung. Auch wenn ich bei den Weltmeisterschaften in einer anderen Disziplin antreten werde, wollte ich nach dem Trainingsblock der vergangenen Wochen nochmal ein gutes Rennen abliefern und damit auch meiner Universität, die mich immer so sehr unterstützt hat, etwas zurückgeben“, so Liebscher nach dem Rennen. In knapp vier Wochen wird er die 500m Distanz im Einer und Vierer absolvieren.

Felix Landes war mit dem Bronzerang mehr als zufrieden. „Zwei Sekunden hinter dem Goldmedaillengewinner aus Rio her zu fahren ist für mich völlig okay“ analysierte er danach sein Rennen. Das 500m Kajak-Finale im Sprinteiner der Frauen fiel kurz darauf ebenfalls sehr erfolgreich für die Studentinnen Sarah Brüßler (Uni Mannheim) und Melanie Gebhardt (Uni Leipzig) aus. Im Ziel knapp hintereinander erreichte Sarah Brüßler Gold vor Melanie Gebhardt, die sich Silber sichern konnte.

Felix Landes und Sarah Brüßler nahmen zudem auch am 500m Finale der Mixed Staffel teil. Ohne viel Trainingspraxis vorab in dieser Konstellation zu haben behielten sie die Nerven und konnten kleine Fehler während des Rennens gut kompensieren. Am Ende konnten sie Silber für sich verbuchen. Bei einem straffen Zeitplan, der nur wenig Ruhepause zuließ, konnten sich Brüßler und Landes außerdem für das 200m Mixed Finale im Zweier Kajak qualifizierten, welches am Montag stattfindet.

Im einem bis zum Schluss spannenden 500m Kanadier Sprint Finale der Frauen erreichte Johanna Handrick (Uni Leipzig) Bronze und strahlte glücklich, denn ihre eigenen Paddel bekam sie erst kurz zuvor ausgehändigt. Bedingt durch Flugausfälle und Umbuchungen hatte das Sportgepäck einen langen Umweg über Berlin genommen und konnte so erst nachts persönlich übergeben werden.