Gold für die Einer bei der 10. EUC Rudern in Subotica

60 Studierende und ein knappes Dutzend Trainer und Betreuer, 17 Bootsklassen, 18 Mannschaften, 13 Universitäten sorgten gemeinsam für ein überzeugendes Ergebnis bei der 10. Auflage der European University Championships, den studentischen Europameisterschaften in Subotica, Serbien.

Die Wetterbedingungen forderten vor allem am Finaltag vollen Einsatz von allen Booten. Starker Seiten- und Gegenwind sorgten auf dem Palić-See für mehrere Kollisionen im Startbereich und Rennabbrüche. Elf Mal gelang den deutschen Studierenden der Sprung auf das Treppchen. „Damit sind wir vollauf zufrieden“, bilanziert Disziplinchefin Melanie Baues am Ende der Veranstaltung. Einzig die Organisation der Bootstransporte sorgte im Vorfeld der EUC für größere Schwierigkeiten, da die EU-Außengrenze passiert wurde. „Wir hoffen, dass die Mitgliedshochschulen von ihrer Entscheidung abrücken, dass die Bootstransporte nicht zentral durch den adh organisiert werden dürfen“, so Baues weiter.

11 Podestplätze für das Deutsche Team

Sportlich gab es aber wenig Kritik. Für goldene Momente sorgten die Einer: Sowohl Konstantin Steinhübel (TU Hamburg-Harburg), als auch Luisa Neerschulte (Uni Münster) hatten die Konkurrenz klar im Griff. Silbermedaillen gingen an den Doppelvierer der Uni Frankfurt mit Claudia Henrich, Maximiliane Horz, Katrin Thoma und Isabel Täuber, die sich erst auf der Ziellinie knapp geschlagen geben mussten, und an den Vierer-ohne aus Karlsruhe. Nach dem Titel aus 2016 also wieder ein starkes Ergebnis für Simon Gessler, Rupert Pretzler, Maximilian Schäfer und Andreas von Borstel vom Hochschulsport Karlsruhe.

Gleich sieben Bootsklassen ruderten zur Bronzemedaille. Stephanie Martin, Maike Ehmer, Freya Ricarda Zündorf und Anne Josefine Videnz sicherten der Uni Münster im Leichtgewichts-Doppelvierer Bronze. In der Männerkonkurrenz derselben Bootsklasse sorgten Sebastian Ridder, Lars Knipschild, Jannik Heil und Jan Knipschild für den Erfolg der TU Dortmund. Zum dritten Mal in Folge ruderten die Heidelberger Leichtgewichte Lucas Gropengiesser und Jan Scholl im Zweier-ohne zur Medaille. Die Riemenboote der Frauen waren fest in norddeutscher Hand. Der Frauenachter wird schon fast traditionell von den Hamburger Studentinnen gerudert. Mariam Rembold, Katharina Herzog, Theresa Hülsmann, Jennifer Schulz, Franziska Kreutzer, Gesa Lindenau, Birte Kirschstein, Alessandra Rünger und Ada Stange sicherten sich Rang drei im Achter, das nächste Edelmetall erruderten Lisa Peterson, Mariam Rembold, Carmen Nolden und Franziska Kreutzer im Vierer-ohne für den Hochschulsport Hamburg. Die Bronzemedaille im Zweier-ohne wiederum ging an Julia Lange und Ann-Kathrin Weber von der Universität Bremen.

Insgesamt sehr zufriedenstellende Ergebnisse

Fünf weitere deutsche Boote ruderten in den Finals. Der Leichtgewichtsdoppelzweier mit Christian Reimann und Paul Weidenmüller fuhr ebenso auf Rang vier wie der Zweier-ohne vom Hochschulsport Stuttgart. Dabei setzten sich Moritz Korthals und Simon Kramm im deutschen Duell gegen die olympiaerfahrenen Hamburger Eric Johannesen und Max Munski durch, die auf Platz sechs einkamen. Rang sechs hieß es am Ende auch für den Doppelzweier der Universität Bremen mit Stefan Giesen und Janosch Brinker. Für Laura Schulte und Jessica Liebe ging es im Doppelzweier auf Rang zehn, der Leichtgewichts-Vierer-ohne der TU Berlin verpasste das angesetzte B-Finale.

Für die studentische Rudergemeinde richtet sich der Blick nun auf die Deutsche Hochschulmeisterschaft Rudern im September. In Brandenburg können sich die siegreichen Boote für die European University Games in Coimbra, Portugal im nächsten Jahr qualifizieren. Und für die studentischen Top-Sportlerinnen und -Sportler gibt es 2018 die Chance, bei der studentischen Weltmeisterschaft in Shanghai eine internationale Spitzenregatta zu besuchen.