25.06.2004 | Kategorie: Archiv

WUC Orientierungslauf: 'Glück und Leid begleiten die deutsche Mannschaft'

Nach dem dritten Wettkampftag der WM Orientierungslauf in Pilsen liegen Glueck und Leid der deutschen Mannschaft dicht beieinander. Krankheit und Mißgeschicke begleiten die deutsche Mannschaft.

Nach dem dritten Wettkampftag der WM Orientierungslauf in Pilsen (Tschechien) liegen Glueck und Leid der deutschen Mannschaft dicht beieinander. Ein Athlet des deutschen Teams hatte sich moeglicherweise eine Lebensmittelvergiftung zugezogen und verbrachte eine Nacht im Krankenhaus. An einem Start war nicht zu denken. Nach der Broncemedallie von Ingo Horst auf der 'langen Distanz' gab es die berechtigte Hoffnung auf weitere gute Leistungen auf der Sprint und der Mitteldistanz. Die Sprintstrecke stelle an die Laeufer sehr hohe Anforderungen und reichlich Moeglichkeiten, Fehler zu machen, wobei 1/4 der StarterInnen disqualifiziert wurden. Trotz des harten Wettkampfs vom Vortag zeigte Elisa Dresen eine sehr gute Leistung und kam in 16.39 Minuten als sechste ins Ziel. Auch Ingo Horst erreichte einen begehrten Platz in den top ten. 15.14 Minuten brachten ihn auf Platz 8. Auch dieser Tag war ein Tag des Tschechischen Teams. Die drei Medallien konnten die Damen unter sich aufteilen: Martha Sterbova (15.58), SuZanna Marcuchova (16.07), Dana Broscova (16,09). Aufregung entstand dann allerdings bei der Siegerehrung. Nachtraeglich hatte der Ausrichter wegen 'Unregelmaessigkeiten' am Start die 10tel Sekunden gestrichen. Dadurch rutschte bei den Maennern ein Tschechischer Laeufer von Position vier auf drei und errang auch noch eine Broncemedallie. Magen-Darm Probleme setzten am Abend dann auch dem Top Laeufer der Deutschen, Ingo Horst, zu. Nach einer Nacht zwischen Badezimmer und Bett ging er deutlich geschwächt auf der Mitteldistanz an den Start und erreichte in 40.20 Minuten einen hervorragenden Platz 8. Sein Einsatz und seine Motivation sind ihm hoch anzurechnen. Sehr hohe Erwartungen wurden bei den Frauen in Elisa Dresen gesetzt. Sie ging mit Aussichten auf eine Medallie an den Start. Ausgerechnet als ihr Startschuss fiel, war die Tuete mit den Postenbeschreibungen leer, ein riesen Fehler des Ausrichters. Diese schlechte Ausgangsbasis und die damit verbundene Aufregung hatte weitreichende Folgen. Elisa verlor am ersten Posten mehr als 5 Minuten und erreichte am Ende nur Platz 36. Eine herausragende Leistung zeigte Siglinde Kundisch, die trotz Fehler in 44.58 Minuten sich auf Platz 9 lief. Dies ist ihre erste internationale Plazierung überhaupt. Leif Bader, einer der juengsten Laeufer erreichte einen hervorragenden 9 Platz. Morgen, am letzen Wettkampftag starten die Staffeln. Die Konkurrenz ist stark und es wird ein harter Wettkampf erwartet.