11.01.2016 | Kategorie: DHM , Gerätturnen , 2016 , TopNews , 2015

Studentisches Engagement - "DHM-Ausrichtung ist absolut lohnenswert!"

Nach einer zweijährigen Pause aufgrund fehlender Ausrichter fand im Sommer 2015 die DHM Gerätturnen in Karlsruhe statt. Gemeinsam mit den „Königen“, den Karlsruher Turnern, hatte sich das KIT Karlsruhe kurzfristig um die Veranstaltung beworben – eine Entscheidung, die niemand bereut hat. Denn die Arbeit zahlt sich in vielerlei Hinsicht aus, wie das Organisationsteam zu berichten weiß.

„Die DHM 2015 war durch und durch königlich“, so fällt das Fazit aus, wenn man die Karlsruher Ausrichter nach ihren Erfahrungen bei der diesjährigen DHM Gerätturnen fragt. Das gesamte Organisationsteam ist froh, sich „in letzter Minute“ doch noch zur DHM-Ausrichtung entschieden zu haben. „Auch wenn es viel Zeit, Kraft und Nerven braucht, hat sich jeglicher Aufwand gelohnt“, versichert Mitorganisatorin Binia Sonnen.  „Wir haben als Team sehr gut funktioniert, konnten in jeder Minute auf die Karlsruher Könige zählen und alle kleinen Vorfälle meistern. Viel Zeit hatten wir für die Vorbereitung nicht, aber gemeinsam kann man viel mehr leisten, als man im Vorfeld glaubt.“

Spätestens wenn man merkt, dass sich alle Arbeit, die man in die Organisation steckt, am Ende auch auszahlt – sei es im Sinne von guter Stimmung, Lob von anderen Unis oder super Teamwork – wird klar, dass es die richtige Entscheidung war. „Die gemeinsame Arbeit lohnt, wenn man die Veranstaltung zu einem Erfolg bringen kann und positive Rückmeldungen erhält. Man weiß, was man geleistet hat und wie viel Freude man durch die Ausrichtung allen Teilnehmenden machen kann“, erzählt Thomas Hanke von seinen Erfahrungen als Mitglied des Organisationsteams. Doch auch für das Team selbst ist die Ausrichtung einer DHM etwas ganz Besonderes. „Ein Ereignis wie die DHM schweißt extrem zusammen und sorgt für gute Laune. Als ‚Orga‘ kann man sehr viel über sich, Projekt- und Zeitmanagement, Organisationsstrukturen und Teamarbeit lernen“, so Binia Sonnen.

Das Feedback des diesjährigen Organisationsteams, aber auch die Resonanz von außen, fällt durchweg positiv aus – dabei war die Ausrichtung der DHM Gerätturnen keineswegs langfristig geplant. „Die Veranstaltung drohte mangels Ausrichter auszufallen. Nachdem dies schon 2014 der Fall war, konnten wir das unmöglich zulassen“, begründet Cornelia Wolf aus dem Karlsruher Team die Entscheidung zur Bewerbung. „Da wir bereits 2011 die DHM in Karlsruhe ausgerichtet hatten, haben wir uns die Organisation auch kurzfristig zugetraut.“ Hinzu kommt die Unterstützung aus dem Hochschulsport und von der Disziplinchefin Gerätturnen, Swantje Scharenberg. „Nachdem wir den Hochschulsport überzeugt hatten, hatten wir auch seine volle Unterstützung, zum Beispiel bezüglich dem Bereitstellen von Räumlichkeiten zum Übernachten oder der Vorfinanzierung“, führt die Mitorganisatorin fort. „Auch die Zusammenarbeit mit Swantje als Disziplinchefin war super. Sie konnte uns bei vielen Anliegen bezüglich des Wettkampfes weiterhelfen und ging auf unsere Anregungen ein.“

Die Ausrichter aus Karlsruhe appellieren auch an andere Hochschulen, über eine potenzielle Ausrichtung der Veranstaltung nachzudenken: „Die DHM Gerätturnen ist schon einmal ein Jahr ausgefallen und das sollte nicht nochmal passieren. Diese Tradition ist sehr wichtig für alle Hochschulen, Studierenden und Freunde des Turnsports und sollte aufrechterhalten werden.“ Die Veranstaltung ist äußerst beliebt, auch bei Kaderathleten wie Fabian Lotz, Helge Liebich, Pia Tolle und Fabian Hambüchen. Doch das ist längst nicht alles. „Für eine DHM ist es immer toll, wenn hochkarätige Turner mit am Start sind. Das bringt die Halle spätestens beim Finale zum Brodeln. Aber bei einer DHM geht es noch um viel mehr als Turnen: Gemeinschaft, Zusammenhalt und natürlich jede Menge Spaß“, so die Karlsruher Turnerin Judith Schlanderer. Auch ihr Kollege aus dem Organisationsteam, Thomas Hanke, weiß um die Besonderheit der Veranstaltung: „Die Gemeinsamkeit, die Unterstützung für jeden, die Sportlichkeit und unglaubliche Fairness und – nicht zu vergessen – der Spaßfaktor machen die DHM zu einem einzigartigen Erlebnis.“

An einer künftigen Ausrichtung interessierte Hochschulen können sich bei Disziplinchefin Swantje Scharenberg oder Volker Friederich (adh-Geschäftsstelle) melden.